USA weiten Angriffe auf Iran aus - auch Raum Teheran betroffen

Auch Umgebung von Teheran betroffen:Weitere US-Angriffswelle gegen Iran

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Die USA haben erneut Iran angegriffen. Ziel sei es, gegen die Bedrohung von Schiffen in der Straße von Hormus vorzugehen. Mittlerweile seien die Angriffe beendet.

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Die USA haben erneut Iran angegriffen. "Die Absicht ist, Iran weiter unter zu Druck zu setzen", sagt ZDF-Korrespondent David Sauer.

16.07.2026 | 2:42 min

Das US-Militär hat in der Nacht auf Donnerstag eine weitere Angriffswelle gegen Iran gestartet. Das teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) am Mittwochabend auf der Plattform X mit. Es war die dritte Reihe von Angriffen innerhalb von 24 Stunden.

Nach Angaben von Centcom richteten sich die Angriffe gegen militärische Fähigkeiten Irans, mit denen Schiffe in der Straße von Hormus bedroht würden. Am Donnerstagmorgen erklärte das US-Militär die nächtlichen Schläge für beendet.

Auch Irans Norden und Teheraner Umgebung betroffen

Die Angriffe erschütterten erstmals seit Beginn der aktuellen Kämpfe um die Kontrolle über die Straße von Hormus auch Teile des Nordens des Landes.

sgs-Sauer-Wehrmann

Das Hin und Her der US-Regierung beim Iran-Krieg belaste die Weltwirtschaft, sagt ZDF-Korrespondent David Sauer. Doch im Inland erkläre die Administration ihr Verhalten kaum.

15.07.2026 | 2:01 min

Iranische Staatsmedien berichteten von Explosionen in der Umgebung der Hauptstadt Teheran sowie von Angriffen auf die Provinz Semnan, in der die Produktion ballistischer Raketen und das iranische Raumfahrtprogramm angesiedelt sind. Zunächst gab es keine Angaben zu möglichen Opfern oder Schäden.

Nach Angaben iranischer Behörden wurden durch die jüngsten US-Angriffswellen inzwischen mehr als 35 Menschen im Iran getötet und über 300 weitere verletzt.

Angriff auf Tanker auf dem Weg zur Insel Charg

Zudem eröffnete das US-Militär das Feuer auf einen Öltanker. Die Besatzung soll die US-Seeblockade gegen Iran gebrochen haben. Nachdem das Schiff mehrfach Warnungen ignoriert habe, habe das Militär Raketen auf den Schornstein des Tankers abgefeuert und ihn dadurch manövrierunfähig gemacht.

Auch zu zwei weiteren Handelsschiffen sei Kontakt aufgenommen worden. Diese seien den Anweisungen jedoch nachgekommen und hätten ihren Kurs geändert. Das US-Militär hatte die Seeblockade gegen iranische Häfen am Dienstag wieder in Kraft gesetzt.

Frank Bethmann an der Börse in Frankfurt

Im Nahen Osten kündigen die USA und Iran weitere gegenseitige Angriffe an. Wie die militärischen Spannungen die Spritpreise in Deutschland beeinflussen können, berichtet Frank Bethmann.

15.07.2026 | 1:05 min

Iran startet Gegenangriffe auf Bahrain und Kuwait

Iran reagierte noch vor Tagesanbruch mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Bahrain und Kuwait. Zunächst gab es dort keine Angaben zu Schäden oder möglichen Opfern.

Auch das jordanische Militär fing nach eigenen Angaben am Donnerstag acht von Iran abgefeuerte Raketen ab. Das Militär teilte dies über die staatliche jordanische Nachrichtenagentur Petra mit.

Iran: Auf militärische Konfrontation vorbereitet

Der iranische Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf erklärte, Iran sei auf eine umfassendere militärische Konfrontation vorbereitet, falls die USA die Bedingungen des Rahmenabkommens nicht einhielten.

Zudem drohten die iranischen Revolutionsgarden, als Reaktion auf die Seeblockade alle Energieexporte aus dem Nahen Osten zu stoppen.

Der Export von Öl und Gas aus der Region wird entweder für alle möglich sein - oder für niemanden.

Erklärung der iranischen Revolutionsgarden

Donald Trump mit erhobener Faust als Schattenriss vor US-Flagge, darunter Schriftzug: "Der Trump Effekt - Weltmacht im freien Fall?, rechts im Bild Nahaufnahme von Donald Trump

Seit mehreren Nächten fliegen die USA wieder Luftangriffe auf Iran. US-Präsident Donald Trump droht weiter. Und fordert, dass Iran an den Verhandlungstisch kommt. Was bedeutet das für die Region?

15.07.2026 | 54:38 min

Trump: Iran zu einem Friedensabkommen bereit

Kurz nach der Mitteilung des US-Militärs am Abend erklärte unterdessen Präsident Donald Trump, Iran sei zu einem Friedensabkommen bereit. Nähere Einzelheiten nannte er jedoch nicht. Auf einer Sicherheitskonferenz am Army War College im Bundesstaat Pennsylvania sagte Trump:

Ihnen gefällt nicht, was wir tun, und sie wollen eine Einigung erzielen. Wir werden sehen, ob wir uns mit ihnen einigen oder die Sache einfach zu Ende bringen.

Donald Trump, US-Präsident

Trump betonte, die USA stünden im Umgang mit Iran sehr gut da, und fügte hinzu, die Islamische Republik sei "derzeit nicht glücklich".

USA: Iran lässt inhaftierte US-Iranerin frei

Trump erklärte außerdem in den sozialen Medien, Teheran habe mit der Freilassung einer US-Iranerin, die seit 2024 zu Unrecht in Iran festgehalten worden sei, ein Zeichen des guten Willens gesetzt. Weitere Einzelheiten nannte er zunächst nicht.

Der Menschenrechtsanwalt Jared Genser identifizierte die Freigelassene als seine Mandantin Dena Karari. Die US-Iranerin leitet eine gemeinnützige Organisation und war in Iran wegen Spionage angeklagt worden. Iran bestätigte die Freilassung zunächst nicht. Auch Kararis Fall war bislang nicht öffentlich bekannt gewesen.

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Quelle: AP
Über den Iran-Krieg berichteten verschiedene Sendungen, darunter das ZDF-Morgenmagazin am 16.07.2026 ab 12 Uhr.

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