Mehrtägige Trauerfeiern:Iran verabschiedet Chamenei - Trauernde schwören "Rache"
In Teheran haben die mehrtägigen Trauerfeiern für den getöteten Obersten Führer Chamenei begonnen. Tausende Anhänger strömen zur Trauerhalle, wo sein Leichnam aufgebahrt ist.
In Teheran haben die mehrtägigen Trauerfeierlichkeiten für den getöteten Obersten Führer Chamenei begonnen. Laut ZDF-Korrespondentin Gaa sind die Sicherheitsvorkehrungen in der Stadt extrem hoch.
04.07.2026 | 1:13 minIn Iran haben an diesem Samstag die mehrtägigen Trauerfeierlichkeiten für den ehemaligen Obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei begonnen. Der 86-Jährige, der das Land seit 1989 mit eiserner Hand geführt hatte, war am ersten Tag der Angriffe der USA und Israels am 28. Februar bei einem Luftangriff getötet worden.
Trauernde in Teheran schwören Rache
Die Leiche Chameneis wurde in der Großmoschee Mosalla in Teheran aufgebahrt. Die Behörden stellten den Sarg in einer gläsernen Vitrine aus. Trauernde brachen beim Anblick in Tränen aus, einige skandierten: "Unser Wort ist eins! Rache! Rache!"
Iran hat die mehrtägigen Trauerfeilichkeiten für den ehemaligen Obersten Führer Chamenei begonnen. Chamenei wurde durch einen amerikanischen Luftangriff zu Beginn des Iran-Kriegs getötet.
04.07.2026 | 0:25 minFrüh am Morgen zogen schwarz gekleidete Trauernde durch die verkehrsfreien Straßen der Stadt in Richtung der Trauerhalle. Einige trugen Banner und Flaggen. Vor der Halle schlugen Männer im Rhythmus auf ihre Brust - ein im schiitischen Islam verbreitetes Trauerritual.
Chameneis Leichnam bleibt zunächst drei Tage in Teheran, ehe er für weitere Zeremonien in die Pilgerstadt Ghom und dann in den Irak gebracht wird. Am Donnerstag soll er in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden.
Ungewissheit über Modschtaba Chamenei
Unklar ist, ob sein Sohn und Nachfolger, Modschtaba Chamenei, an den Trauerfeierlichkeiten teilnehmen wird. Seit seinem Amtsantritt im März ist er nicht mehr öffentlich aufgetreten.
Iran bereitet die Trauerfeier für den im Februar getöteten Ajatollah Ali Chamenei vor. Millionen Menschen werden in Teheran erwartet.
03.07.2026 | 0:23 minDies hatte Spekulationen über seinen Gesundheitszustand ausgelöst, von schweren Verletzungen war die Rede. Das Staatsfernsehen bezeichnete ihn als "Kriegsversehrten", nannte aber keine weiteren Details.
Massive Sicherheitsvorkehrungen während Trauerfeierlichkeiten
Die iranische Regierung rechnet mit Millionen Trauernden in der Hauptstadt - ähnlich wie bei der Beisetzung des damaligen Revolutionsführers Ajatollah Ruhollah Chomeini im Jahr 1989.
Der Krieg zwischen den USA und Iran stärkt vor allem die iranischen Revolutionsgarden.
22.04.2026 | 6:06 minIn Teheran wurden Straßen, der Luftraum und Teile des öffentlichen Lebens für die Trauerphase weitgehend stillgelegt. Während der Trauerfeiern seien mehr als 65.000 Sicherheitskräfte in den Metropolen im Einsatz, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Zur Sicherung der betroffenen Provinzen werden demnach weitere 200.000 Kräfte stationiert.
Führung in Teheran sieht sich gestärkt
Die Beisetzung Chameneis kommt für die Islamische Republik zu einem kritischen Zeitpunkt. Die Führung um die Kleriker und die Revolutionsgarden sieht sich nach dem überstandenen Krieg zwar gestärkt. Dennoch warnten die iranischen Streitkräfte kurz vor Beginn der Trauerfeier ihre Feinde vor weiteren Angriffen. "Jede Fehlkalkulation wird mit einer entschlossenen und noch härteren Antwort als je zuvor beantwortet werden", hieß es in einer Erklärung der Revolutionsgarden.
Anfang des Jahres erschütterten Bilder des gewaltsamen Niederschlagens von Demonstrationen in Iran die Welt.
26.01.2026 | 3:06 minExperten zufolge ist der Rückhalt in der iranischen Bevölkerung für die Führung weiterhin äußerst gering. Jahrelange Sanktionen haben die Wirtschaft gelähmt, landesweite Proteste wurden mit zunehmender Gewalt niedergeschlagen, was im Januar in der Tötung Tausender Demonstranten gipfelte.
Am 28. Februar griffen die USA und Israel Iran an - der Krieg dauerte mehr als fünf Wochen. Dutzende iranische Generäle und Politiker wurden getötet. Anfang April einigten sich Vertreter aus Washington und Teheran auf eine Waffenruhe, die allerdings fragil ist. Die Zukunft eines möglichen Abkommens zwischen den USA und Iran, das den Konflikt dauerhaft lösen soll, ist weiter ungewiss.
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