Strategisch wichtiger Ölhafen:US-Angriff auf Öl‑Insel Kharg - Iran: Geschäfte laufen weiter
Die USA haben laut Präsident Donald Trump militärische Ziele auf der iranischen Insel Kharg angegriffen. Über die Insel wird ein Großteil der iranischen Ölexporte abgewickelt.
Die USA haben laut Präsident Donald Trump militärische Ziele auf der iranischen Insel Kharg angegriffen. Über die Insel laufen rund 90 Prozent der iranischen Rohölexporte.
14.03.2026 | 1:38 minDie USA haben laut Präsident Donald Trump Militäranlagen auf der für Irans Ölindustrie und den globalen Energiehandel wichtigen Insel Kharg (auch Charg) zerstört, um Teheran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus zu bewegen.
Der Verkehr durch die für den globalen Ölexport wichtige Straße von Hormus ist in dem Krieg durch eine iranische Blockade nahezu zum Erliegen gekommen.
Die Sorge darüber, welchen Plan die USA in Iran verfolgen, habe sich in den letzten zwei Wochen verbreitert, so ZDF-Korrespondentin Zimmermann nach der Norwegen-Reise von Merz.
14.03.2026 | 2:37 minTrump droht mit Vernichtung von Öl-Infrastruktur
Das Central Command habe "einen der heftigsten Luftangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens ausgeführt", schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social am Freitagabend (Ortszeit). Auf eine Vernichtung der Öl-Infrastruktur habe er vorerst verzichtet, so Trump. Zugleich warnte er Teheran:
Sollte jedoch Iran oder irgendjemand anderes etwas unternehmen, um die freie und sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus zu stören, werde ich dies sofort überdenken.
Donald Trump, US-Präsident
Anfangs hatte Kanzler Merz den US-Präsidenten in seinem Iran-Kurs unterstützt - nun drängt Merz auf einen Plan, wie dieser Krieg bald beendet werden kann. Wulf Schmiese berichtet.
13.03.2026 | 2:40 minIran: Geschäfte nicht beeinträchtigt
Iran betonte, dass die Angriffe die Ölgeschäfte nicht beeinträchtigt. Die Export- und Importgeschäfte sowie die Aktivitäten der auf der Insel ansässigen Unternehmen liefen weiter, sagte der stellvertretende Gouverneur der Provinz Buschehr, Ehsan Dschahanijan, laut der Nachrichtenwebsite NourNews, die dem Obersten Nationalen Sicherheitsrat des Irans nahesteht.
Dschahanijan sagte außerdem am Samstag, bei den US-Angriffen seien keine Menschen zu Schaden gekommen. Die halbstaatliche Nachrichtenagentur Fars berichtete zuvor von mindestens 15 Explosionen auf der Insel. Dem Bericht zufolge richteten sich die Angriffe gegen eine Luftabwehranlage, einen Marinestützpunkt, den Kontrollturm des Flughafens und den Hubschrauberhangar eines Ölkonzerns.
Iran sei kein ein Person-Regime und sei auf die Art der asymmetrischen Kriegsführung spezialisiert, sagt Militärökonom Marcus M. Keupp. Man dürfe diese Region nicht übersimplifizieren.
12.03.2026 | 22:39 minAuf Kharg ist Irans wichtigster Ölhafen
Ölinfrastruktur sei nicht beschädigt worden. Nach Angaben iranischer Medien drohen die iranischen Streitkräfte jedoch mit Gegenschlägen, sollte das passieren. Diese würden sich dann gegen die Energieinfrastruktur von Ölkonzernen richten, die in der Region mit den USA kooperierten, berichten die Medien. Ein Sprecher der Kommandozentrale der Garden drohte außerdem mit Angriffen auf US-Einrichtungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und auf US-Militärpersonal in Städten.
Auf der Insel Kharg im Persischen Golf befindet sich Irans wichtigster Ölhafen. Dort wird Medienberichten zufolge fast der gesamte Ölexport der Islamischen Republik umgeschlagen. Sie ist daher von strategisch großer Bedeutung. Trump bezeichnete sie als "Irans Kronjuwel".
Steigende Öl-, Gas- und Spritpreise, Börsen unter Druck. Vor allem die Blockade der Straße von Hormus seitens des Iran hat Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft.
11.03.2026 | 6:44 minIran benutzt die Blockierung der Straße von Hormus als Hebel im Krieg mit den USA und Israel. Die etwa 55 Kilometer breite Meerenge liegt zwischen Iran und dem Oman und gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. Experten gingen bereits vor Kriegsbeginn davon aus, dass Teherans Streitkräfte den Handel stark stören könnten, was eingetreten ist.
Die iranischen Revolutionsgarden halten an ihrer Blockade der Meerenge bislang fest. Die Kommandozentrale der Garden hatte laut der ihr nahe stehenden Nachrichtenagentur Fars erklärt, dass sie damit einer Anweisung des neuen Religionsführers Modschtaba Chamenei folge. Mit seiner Drohung versucht Trump nun seinerseits, einen Hebel anzusetzen.
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