Straße von Hormus: Trump droht Iran nach Berichten über Minen

US-Marine lehnt Eskorten ab:Trump warnt Iran vor Minenverlegung in Straße von Hormus

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Trump droht Iran mit militärischen Konsequenzen, sollte Teheran die Straße von Hormus verminen. Das US-Militär hält Eskorten für Handelsschiffe Insidern zufolge für zu riskant.

ohann Wadephul (M, CDU), Außenminister, und Faisal bin Farhan (r), Außenminister von Saudi-Arabien, sprechen im Außenministerium vor einem Treffen mit Mitarbeitern des saudischen Außenministeriums.

Zerstörungen in Iran und im Libanon, Raketenalarm in Israel: Die Angriffe im Nahen Osten gehen weiter. Derweil ist Bundesaußenminister Wadephul (CDU) zu Gesprächen in der Region.

11.03.2026 | 2:05 min

Nach Berichten über in der Straße von Hormus von Iran verlegte Minen hat US-Präsident Donald Trump Teheran mit Vergeltung gedroht. "Sollten aus irgendeinem Grund Minen ausgelegt worden sein und diese nicht unverzüglich entfernt werden, wird dies für Iran militärische Konsequenzen in einem bisher nie dagewesenen Ausmaß haben", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Später erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom im Onlinedienst X, die Zahl der zerstörten Schiffe nahe der Straße von Hormus sei auf 16 gestiegen.

Centcom auf X

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Berichte über iranische Minen in wichtiger Meerenge

Die etwa 55 Kilometer breite Straße von Hormus zwischen Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. Seit Kriegsbeginn hat Iran dort mehrfach Öltanker angegriffen.

Dieses mit MODIS des NASA-Satelliten Terra am 5. Februar 2025 aufgenommene Bild zeigt den Golf von Oman und die Makran-Region im Süden Irans und im Südwesten Pakistans sowie die Straße von Hormuz und die Nordküste Omans.

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Ölhandelsrouten der Welt. Doch der Schiffsverkehr kam weitgehend zum Erliegen, weil Iran drohte, auf Schiffe zu feuern.

03.03.2026 | 0:16 min

Der Nachrichtensender CBS News berichtete, US-Geheimdienste sähen Anzeichen dafür, dass Iran Vorbereitungen treffe, Minen in der Straße von Hormus zu legen. Laut dem Sender CNN hatte Iran in den vergangenen Tagen rund ein Dutzend Minen in der Meeresenge platziert. Der Sender stützt sich dabei auf Aussagen von ungenannten Quellen.

Trump erklärte, den USA lägen keine Berichte vor, wonach Iran Minen in der Wasserstraße ausgelegt habe. Falls er dies aber dennoch "aus irgendeinem Grund" getan habe, so müsse er die Minen sofort entfernen.

Nach Äußerung von Trump: Ölpreise sinken. Kein Auswirkung auf Spritpreise.

Nach Aussagen von US-Präsident Trump zum Kriegsende in Iran, sinken die Ölpreise wieder. Auswirkung auf die Spritpreise hat das bisher keine.

10.03.2026 | 0:24 min

Eskorten durch Hormus laut US-Marine aktuell zu riskant

Das US-Militär hält Begleitschutz für Handelsschiffe durch die Meerenge Insidern zufolge derzeit für zu riskant. Die Marine habe nahezu täglich entsprechende Anfragen aus der Schifffahrtsbranche erhalten, diese aber abgelehnt, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Die Marine habe dies damit begründet, dass das Risiko von Angriffen derzeit zu hoch sei.

Trump hat in den vergangenen Tagen wiederholt erklärt, dass die USA im Bedarfsfall jederzeit zu Begleitschutz bereit seien, um die Transporte in der wichtigen Wasserstraße wieder aufzunehmen. Der Vorsitzende des Generalstabs der US-Streitkräfte, General Dan Caine, sagte am Dienstag vor Reportern im Pentagon, das US-Militär habe damit begonnen, Optionen für mögliche Schiffseskorten zu prüfen, falls ein entsprechender Befehl erteilt werden sollte.

Schaltgespräch zwischen Zimmermann und Haller

Seit Beginn des Iran-Kriegs sind die Spritpreise deutlich gestiegen. Einige Länder "reagieren mit Preisdeckeln schneller", berichtet ZDF-Wirtschaftskorrespondentin Valerie Haller.

10.03.2026 | 1:20 min

US-Minister vermeldete Tanker-Eskorte, die es nicht gab

Bislang habe die US-Marine allerdings keinen Öltanker und auch kein anderes Handelsschiff durch die Straße von Hormus geleitet, sagte Präsidialamtssprecherin Karoline Leavitt.

Sie sah sich zu der Klarstellung veranlasst, nachdem Energieminister Chris Wright für Verwirrung in der Sache gesorgt hatte. Er löschte einen Beitrag auf dem Kurznachrichtendienst X, in dem er kurz zuvor erklärt hatte, dass die US-Marine einen Öltanker erfolgreich durch die Meerenge eskortiert habe.

Aktuelle Entwicklungen der Eskalation
:Iran-Krieg: Alle Nachrichten im Liveblog

Israel und die USA greifen Iran an, das Teheraner Regime schlägt mit Raketenangriffen auf Israel und US-Basen zurück. Alle Entwicklungen zur Eskalation im Nahen Osten im Liveblog.
Flammen schlagen aus einem Öllager südlich der Hauptstadt Teheran empor, während die Stadt im Zuge der US-amerikanisch-israelischen Militärkampagne angegriffen wird.
Liveblog
Quelle: dpa, AP, AFP, Reuters
Über den Iran-Krieg und seine Folgen berichtete das ZDF in verschiedenen Sendungen, zuletzt das heute journal update am 11.03.2026 ab 0:35 Uhr.

Mehr zum Iran-Krieg

  1. Dieser Screenshot stammt aus einem undatierten und nicht lokalisierten Video, das das US-Zentralkommando am 05.03.2026 auf seinem X-Account @CENTCOM veröffentlicht hat - es zeigt einen Angriff auf ein Schiff im Rahmen der „Operation Epic Fury“.

    Dutzende Kriegsschiffe zerstört:Was von Irans Marine noch übrig ist

    von Nils Metzger
    mit Video2:14

  2. US-POLITICS-TRUMP

  3. Israel, Beit Schemesch: Johann Wadephul (CDU, l), Außenminister, und Gideon Saar, Außenminister von Israel, schauen sich die Auswirkungen einer iranischen Rakete an, die zu Beginn des Iran-Kriegs mehrere Menschen getötet hatte.

    Iran-Krieg im Nahen Osten:Wadephul in Israel - Differenzen über Kriegsziele

    von Ines Trams
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  4. Kriegsminister Pete Hegseth und der Vorsitzende des Joint Chiefs of Staff, General Dan Caine der US Air Force, führen am 10. März 2026 eine Pressekonferenz.

    Krieg mit unverminderter Härte:Hegseth: USA geben nicht nach, bis Iran besiegt ist

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