Trump warnt Teheran, Minenleger versenkt:Iran vermint offenbar Straße von Hormus
Nachdem Iran wohl begonnen hat, Minen in der Straße von Hormus zu verlegen, hat das US-Militär 28 Minenleger-Boote zerstört. US-Präsident Trump ermutigt Frachter zur Durchfahrt.
Iran hat die Straße von Hormus teilweise blockiert und mehrere Öltanker beschossen. Außerdem sollen Seeminen verlegt worden sein.
11.03.2026 | 1:51 minIm Iran-Krieg rückt die für die Ölversorgung Asiens wichtige Straße von Hormus zunehmend in den Fokus der internationalen Aufmerksamkeit. Nachdem Iran offenbar begonnen hat, Minen in der Meerenge zu verlegen, zerstörte das US-Militär nach eigenen Angaben 28 iranische Minenleger-Boote, wie US-Präsident Donald Trump am Abend erklärte. Zuvor hatte er auf seiner Social Media-Plattform Truth Social für den Fall einer Sperrung der Straße von Hormus gedroht, Iran so stark zu bombardieren, dass das Land nicht wieder aufgebaut werden könne.
Das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom erklärt im Onlinedienst X, die Zahl der zerstörten iranischen Schiffe nahe der Straße von Hormus sei auf 16 gestiegen.
Centcom auf X
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Frachtschiff in Straße von Hormus getroffen
Laut der britischen Seeschifffahrtsbehörde (United Kingdom Maritime Trade Operations) wurde ein Frachtschiff in der Straße von Hormus von einem Geschoss getroffen. Die Schifffahrtsbehörde gab außerdem bekannt, dass sie einen Bericht über einen weiteren Vorfall vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate erhalten habe.
Die etwa 55 Kilometer breite Straße von Hormus zwischen Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. Seit Kriegsbeginn hat Iran dort mehrfach Öltanker angegriffen.
Laut Behörden ist ein Frachtschiff in der Straße von Hormus von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Iran hatte dort mehrfach Schiffe angegriffen, sich zu dem Vorfall aber nicht geäußert.
11.03.2026 | 0:20 minTrump: Minen sofort entfernen - durch Straße fahren
Auch der Nachrichtensender CBS News hatte berichtet, US-Geheimdienste sähen Anzeichen dafür, dass Iran Vorbereitungen treffe, Minen in der Straße von Hormus zu legen. Laut dem Sender CNN hatte Iran in den vergangenen Tagen rund ein Dutzend Minen in der Meeresenge platziert. Der Sender stützt sich dabei auf Aussagen von ungenannten Quellen.
Trump ermutigte Ölkonzerne zur Durchfahrt der Straße von Hormus. "Ich glaube, sie sollten das machen", sagte er in Washington auf die Frage eines Journalisten. Er glaube nicht, dass Iran die Meeresenge vermint habe, fügte Trump hinzu. Den USA lägen keine Berichte vor, wonach Iran Minen in der Wasserstraße ausgelegt habe. Falls es dies aber dennoch "aus irgendeinem Grund" getan habe, so müsse es die Minen sofort entfernen. Zuvor hatte Trump angekündigt, durchfahrende Schiffe zu versichern und zur Not per Marine zu eskortieren.
Irans Militärführung machte derweil deutlich, dass jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der Straße von Hormus ein legitimes Ziel von Angriffen sei.
Eskorten durch Hormus laut US-Marine aktuell zu riskant
Das US-Militär hält Begleitschutz für Handelsschiffe durch die Meerenge Insidern zufolge derzeit für zu riskant. Die Marine habe nahezu täglich entsprechende Anfragen aus der Schifffahrtsbranche erhalten, diese aber abgelehnt, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Die Marine habe dies damit begründet, dass das Risiko von Angriffen derzeit zu hoch sei.
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