186 davon im Gazastreifen:2025 starben weltweit 350 humanitäre Helfer
Im vergangenen Jahr sind weltweit 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter humanitärer Hilfsorganisationen bei Einsätzen ums Leben gekommen - mehr als die Hälfte davon im Gazastreifen.
Im Gazastreifen starben 2025 186 humanitäre Helfer (Archivbild).
Quelle: action pressIm Jahr 2025 sind weltweit 350 Helfer bei humanitären Einsätzen ums Leben gekommen. Allein im Gazastreifen starben 186 Menschen, wie aus aktuellen Zahlen der Aid Worker Security Database hervorgeht. Im Sudan kamen demnach 71 Helfer ums Leben. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres starben laut Daten mindestens 83 humanitäre Helfer.
Monate nach Inkrafttreten der Waffenruhe im Gazastreifen setzt Israel seine Angriffe fort. Die Lebensbedingungen der palästinensischen Bevölkerung bleiben katastrophal.
28.07.2026 | 2:39 minNeben den 350 getöteten Mitarbeitern von Hilfsorganisationen erfasst die Statistik für 2025 322 verwundete und 235 entführte Helfer. Die Gesamtzahl der getöteten, verwundeten und entführten Menschen stieg laut Erhebung von 833 im Jahr 2024 auf zuletzt 907.
2024 lag dabei die Zahl der Getöteten etwas höher bei 387. Während zwischen 2016 und 2022 jährlich zwischen 113 und 141 Helfer während ihrer Einsätze ums Leben kamen, stieg die Zahl 2023 deutlich, auf 297.
Breyer: "Ein nicht hinnehmbarer Zustand"
"Auch 2025 waren humanitäre Helferinnen und Helfer in vielen Ländern großen Gefahren ausgesetzt. Sie arbeiten oft unermüdlich und bis an den Rand der Erschöpfung", sagte der Sprecher der SOS-Kinderdörfer, Boris Breyer, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Trotz der massiven Belastung halten diese Menschen in schlimmsten Situationen die Fahne der Menschlichkeit hoch.
Boris Breyer, Sprecher der SOS-Kinderdörfer
Eigentlich seien sie durch das humanitäre Völkerrecht geschützt, doch in der Realität seien sie immer wieder Angriffen ausgesetzt. "Das ist ein nicht hinnehmbarer Zustand, der enden muss", so Breyer.
Bereits 2024 sind weltweit laut den Vereinten Nationen so viele Helfer wie nie zuvor getötet worden: 383, ein Anstieg um 31 Prozent zum Vorjahr.
19.08.2025 | 1:33 minWichtiger Hinweis in eigener Sache
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