Erdbeben in Venezuela: Kritisches Zeitfenster schließt sich

Nach verheerenden Erdbeben:Venezuela: Kritisches Zeitfenster schließt sich

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Nach der Erdbebenkatastrophe in Venezuela hat sich ein kritisches Zeitfenster für Überlebende geschlossen. Freiwillige und Rettungskräfte kämpfen gegen die Zeit.

Eine Frau mit einer Schaufel geht an einem Trümmerhaufen entlang.

Vier Tage nach den schweren Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Todesopfer auf über 1.400 gestiegen. Zehntausende werden noch unter den Trümmern vermisst.

28.06.2026 | 1:31 min

Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela schwindet die Hoffnung auf weitere Überlebende. Da das kritische Zeitfenster von 72 Stunden nach der Katastrophe vom Mittwoch verstrichen ist, sinken Experten zufolge die Chancen rapide, noch lebende Menschen aus den Trümmern zu retten.

"Es gibt ein Zeitfenster von etwa drei Tagen, danach nimmt die Wahrscheinlichkeit ab", erklärte der Leiter des Schweizer Rettungsteams, Sebastian Eugster, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Dennoch suchten die mehr als 2.600 ausländischen Helfer am Sonntag weiter nach Verschütteten. Am Wochenende konnten noch mehrere Kinder lebend geborgen werden.

VENEZUELA-EARTHQUAKE

Immer öfter können die Helfer nach den schweren Erdbeben in Venezuela nur noch Tote bergen. Die Zahl der Opfer steigt und für die Überlebenden fehlen ausreichend Notunterkünfte.

28.06.2026 | 2:16 min


Venezuela: Zahl der Toten steigt weiter an

Die Zahl der Toten stieg unterdessen auf mindestens 1450. Die US-Erdbebenwarte USGS schätzt, dass die Beben der Stärke 7,2 und 7,5 bis zu 10.000 Todesopfer gefordert haben könnten.

Die Momenten-Magnituden-Skala gibt an, wie stark ein Erdbeben war. Ab 4 ist es deutlich wahrnehmbar, ab 6 sind größere Schäden zu erwarten.

Die Momenten-Magnituden-Skala misst, wie stark ein Erdbeben war.


Nach Angaben der Regierung sind 774 Gebäude eingestürzt. Am schwersten getroffen wurde der Küstenstaat La Guaira nördlich der Hauptstadt Caracas, wo Hunderte Gebäude einstürzten.

Venezuela in schwerer Krise

Die Naturkatastrophe trifft das Land inmitten einer tiefen Krise. Interimspräsidentin Delcy Rodríguez führt die Regierung erst seit Januar, nachdem ihr Vorgänger Nicolas Maduro durch einen US-Einsatz gestürzt worden war.

Aus US-Regierungskreisen hieß es am Wochenende, Washington werde in Kürze ein weiteres Hilfspaket in dreistelliger Millionenhöhe ankündigen. Dies käme zu den bereits von der Regierung unter US-Präsident Donald Trump zugesagten 150 Millionen Dollar hinzu.

Die Vereinten Nationen schätzen die Zahl der Betroffenen nach dem Erdbeben auf insgesamt sieben Millionen.

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Quelle: Reuters, AFP
Über dieses Thema berichteten die heute-Nachrichten am 28.06.2026 ab 19 Uhr.

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