Nach schweren Erdbeben:Totenzahl in Venezuela steigt auf mehr als 1.400
Nach den schweren Erdbeben in Venezuela steigt die Zahl der Toten auf 1.430. Internationale Rettungsteams suchen unermüdlich nach Zehntausenden Vermissten.
Nach den schweren Erdbeben in Venezuela dauert die Suche nach Vermissten an. Auch internationale Hilfe kommt ins Land. Für die Menschen unter den Trümmern zählt jede Stunde.
27.06.2026 | 2:19 minDrei Tage nach den Erdbeben in Venezuela haben Rettungsteams unter erheblichem Zeitdruck mehrere Menschen lebend aus den Trümmern geborgen. Trotz der intensiven Rettungsarbeiten steigt die Zahl der Todesopfer jedoch weiter. Nach Angaben des Präsidenten der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, wurden bislang 1.430 Tote gezählt. Mehr als 3.200 Menschen wurden verletzt.
Es seien 30.000 venezolanische Einsatzkräfte, darunter auch Mediziner und Psychologen, im Katastrophengebiet im Einsatz. Zudem beteiligen sich mehr als 2.200 Rettungsexperten aus 21 Ländern an der Suche nach Verschütteten. Auch ein 48-köpfiges Team des Technischen Hilfswerks (THW) ist in dem südamerikanischen Land im Einsatz. Mehr als 70.000 Familien seien nach der Katastrophe von den Behörden mit Hilfe unterstützt worden, sagte Rodríguez.
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Venezuela: Zehntausende werden vermisst
Der Verbleib von Zehntausenden Menschen ist völlig unklar, Angehörige können sich oft nicht erreichen - noch immer sind Strom und Mobilfunknetz nicht flächendeckend wiederhergestellt. Von Stunde zu Stunde schwinden die Hoffnungen, noch Überlebende zu finden. Nach den Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am Mittwoch gab es laut Rodríguez 430 Nachbeben.
Eindrucksvolle Videos zeigen, wie sich Helfer durch schmale Spalten zwischen den Trümmern zwängen und nach schwierigen Arbeiten Babys, Kinder und Erwachsene retten. Einem kolumbianischen Team gelang es nach einem sechsstündigen Einsatz, einen elfjährigen Jungen im Bundesstaat La Guaira lebend zu bergen, wie ein Video der kolumbianischen Katastrophenbehörde UNGRD zeigt. Auch Teams aus Ländern wie El Salvador, Ecuador und Spanien meldeten erfolgreiche Rettungseinsätze.
Nach den Erdbeben in Venezuela werden weiterhin über 50.000 Menschen vermisst. Internationale Rettungskräfte beteiligen sich an der Suche.
27.06.2026 | 0:44 minSuche geht unermüdlich weiter
Besonders in La Guaira, aber auch in der Hauptstadt Caracas, hatten die Beben erhebliche Zerstörung verursacht. Teils wurden ganze Straßenzüge von Hochhäusern dem Erdboden gleichgemacht. Die Suche in Schutt und Trümmern wird unermüdlich unter schwierigen Bedingungen fortgesetzt. Allerorts beteiligen sich Anwohner und freiwillige Helfer neben den professionellen Einsatzkräften.
Die Momenten-Magnituden-Skala misst, wie stark ein Erdbeben war.
Der Einsatz internationaler Rettungsteams nach den Erdbeben in Venezuela hat zwar die Suche nach Überlebenden beschleunigt, für Angehörige von Vermissten aber zum Teil auch traurige Gewissheit gebracht.
Nach Erkundungsarbeiten schlossen etwa mexikanische Rettungskräfte in einem eingestürzten Gebäude im Stadtbezirk Chacao der Hauptstadt Caracas die Möglichkeit aus, dort noch lebende Menschen zu finden.
Die Suche nach Verschütteten geht in Venezuela pausenlos weiter. Nach 72 Stunden sinken laut Experten die Chancen auf Überlebende. ZDFheute live analysiert die Lage vor Ort.
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