Fentanyl und Co. überschwemmen den Markt:UN schlägt Alarm: Immer mehr Menschen nehmen Drogen
Die UN warnen vor einer Schwemme neuer synthetischer Drogen wie Fentanyl, die Zahl der Drogenkonsumenten steige. Deutschland habe sich zum Umschlagplatz für Ketamin entwickelt.
Laut UN-Bericht konsumieren immer mehr Menschen Drogen. Der Anstieg zeige sich gerade bei synthetischen Substanzen. Weltweit nehmen etwa 331 Millionen Menschen Rauschgift.
26.06.2026 | 0:34 minImmer mehr Menschen in aller Welt konsumieren einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge Drogen. Vor allem bei neuartigen, synthetischen Substanzen sei ein "beispielloser Anstieg" zu beobachten, hieß es in dem am Freitag veröffentlichten Jahresbericht des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) zum Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch.
Laut dem Bericht konsumierte 2024 rund jeder 16. Erwachsene weltweit zumindest eine Droge. Die Zahl der Konsumenten lag insgesamt bei 331 Millionen - ein Anstieg um mehr als ein Drittel über das vergangene Jahrzehnt.
2024 habe es zudem 3,7 Millionen Anklagen wegen Besitzes, Konsums, Handels oder vergleichbarer Drogendelikte gegeben. Von 63 Millionen Menschen mit Drogenkonsumstörung befand sich jeder Zwölfte in Behandlung.
Cannabis wird am meisten konsumiert
Die am meisten konsumierte, in vielen Ländern illegale Droge war erneut Cannabis, gefolgt von Opioiden, Amphetaminen, Kokain und Ecstasy. Einen großen Anstieg gibt es laut dem Bericht bei neuen, synthetischen Opioiden wie zum Beispiel Fentanyl. Diese seien "wirksamer und gefährlicher" als die bisherigen Substanzen. Außerdem könnten Produzenten mit Neuentwicklungen Vorschriften und Verbote umgehen.
Er gehe von "partieller" Zurückdrängung des Schwarzmarktes aus, so Jakob Manthey, Leiter des Forschungsprojektes EKOCAN zur Cannabis-Studie. Kritisch sei jedoch der "einfache" Bezug hochpotenter Produkte aus Apotheken.
01.04.2026 | 5:57 minFentanyl werde auch als Heroin-Alternative immer beliebter, weil die afghanischen Taliban den Anbau von Schlafmohn weitgehend verhinderten, hieß es in dem Bericht weiter:
Eine Abkehr von pflanzlichen Opiaten hin zu synthetischen Stoffen könnte zu einer dauerhaften Veränderung des globalen Opioidmarktes führen.
UN-Bericht
Laut Bericht: Deutschland Umschlagplatz für Ketamin
Deutschland hat sich dem Bericht zufolge zum Umschlagplatz für Ketamin in ganz Europa entwickelt, zumal der Stoff hierzulande nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Dies lege den Schluss nahe, dass das Narkosemittel an "irgendeinem Punkt der Lieferkette abgezweigt" werde und dann auf dem illegalen Markt lande. Ketamin wird in der Medizin legal als Narkose- und Schmerzmittel eingesetzt. Es wird aber auch als Rauschmittel genutzt, oft gemischt mit anderen Drogen.
Auch beim Kokain ist dem Bericht zufolge ein Anstieg festzustellen. Demnach hat sich die weltweit produzierte Menge in den vergangenen zehn Jahren vervierfacht. Händler nehmen demnach zunehmend neue Märkte in Afrika und Asien ins Visier.
Zwischen Drogenelend und Designer-Bars – Frankfurts Bahnhofsviertel ist ein Ort der Gegensätze. Der frühere Drogendealer Mo und sein Team Mo69 haben die Mission Drogensüchtigen zu helfen.
11.06.2026 | 1:51 min
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