13-Jähriger stirbt nach Stich in Thailand:Hochgiftige Meerestiere: Was bei Würfelquallen zu tun ist
In Thailand ist ein 13-Jähriger nach dem Stich einer Würfelqualle gestorben. Immer wieder kommt es zu Kontakten. Was Schwimmer im Ernstfall tun können - ein Überblick.
Ein 13-Jähriger stirbt nach Stich einer Würfelqualle am Ban Fai Tha Beach im Süden Thailands. Ihr Toxin kann in Minuten Herz und Nerven lähmen. Behörden warnen und raten zu Essig als Erste Hilfe.
04.08.2026 | 0:36 minEin 13 Jahre alter Junge ist im Süden Thailands nach dem Stich einer hochgiftigen Würfelqualle gestorben. Der Jugendliche sei am Samstag beim Schwimmen am Ban Fai Tha Beach in der Provinz Nakhon Si Thammarat gestochen worden, berichtete der Sender Thai PBS unter Berufung auf die Behörde für Meeres- und Küstenschutz (DMCR).
Wo kommen die hochgiftigen Tiere vor? Und was können Schwimmer bei einem Kontakt tun? Fragen und Antworten.
Wo sind Würfelquallen heimisch?
Box Jellyfish (Chironex fleckeri) heißen die gefährlichen Würfelquallen in ihrer australischen Heimat - und schon der Name lässt Schwimmer, Schnorchler und Surfer gleichermaßen zusammenzucken. Auf Deutsch werden die Tiere auch Seewespe genannt.
Sie gehören zu den giftigsten Meerestieren der Welt und leben vor allem an der Nord- und Ostküste Australiens, vorwiegend in flachen Gewässern. Sie kommen jedoch auch im gesamten Indopazifik vor.
Was passiert nach einem Stich?
Das Toxin der Seewespen verursacht meist sofort starke Schmerzen und kann innerhalb weniger Minuten Herz und Nervensystem so schwer schädigen, dass es zu Atem- oder Herzstillstand kommt.
Was hilft im Ernstfall?
Die Behörden rufen Badegäste dazu auf, nicht ins Wasser zu gehen, wenn giftige Quallen gesichtet werden, unbedingt den Anweisungen der Rettungsschwimmer zu folgen und Quallen niemals mit bloßen Händen zu berühren. Nach einem Stich sollten Betroffene sofort aus dem Wasser gebracht und die Wunde mindestens 30 Sekunden lang mit Haushaltsessig gespült werden.
Ausdrücklich gewarnt wird davor, Süßwasser oder Alkohol auf die Verletzung zu gießen oder die Haut zu reiben, da dadurch zusätzliches Gift freigesetzt werden könne. Entlang gefährdeter Strände in Thailand wurden deshalb Essig-Notfallstationen eingerichtet.
Ein Forschungsteam in Argentinien hat eine seltene Riesen-Phantomqualle gefilmt. Das Tier könne "so lang wie ein Schulbus werden", erklärten die Forschenden.
04.02.2026 | 0:32 minWie häufig sind Kontakte mit Menschen?
In Thailand gab es in den vergangenen Jahren mehrmals tödliche Zusammentreffen, unter anderem vor den beliebten Ferieninseln Koh Samui und Koh Phangan im Golf von Thailand. 2015 starb dort auch eine junge Deutsche durch den Stich einer Seewespe, 2014 hatte es einen französischen Jungen getroffen. 2021 starb ein israelisches Kind.
Was unternehmen die Behörden?
Der nun betroffene Strand liegt etwa 800 Kilometer südlich der thailändischen Hauptstadt Bangkok, ebenfalls direkt am Golf von Thailand. Das Gebiet ist vor allem bei thailändischen Urlaubern beliebt, international ist es wenig bekannt. Zum Schutz der Badegäste haben die Behörden ihre Warnungen verschärft und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen an den Küsten angeordnet.
DMCR-Chef Pinsak Suraswadi erklärte, die Regionalbüros seien angewiesen worden, gemeinsam mit Provinzverwaltungen, Gesundheitsbehörden und Strandbetreibern gefährdete Küstenabschnitte kontinuierlich zu überwachen und die Öffentlichkeit zu warnen.
In Australien schützen in der Quallensaison vielerorts Netze die Badestrände, und Essig gehört bereits zur Standardausrüstung der Rettungsschwimmer.
Mehr Nachrichten bei ZDFheute
- Bilderserie
Ehefrau von Prinz Harry:Meghan wird 45: Von der Schauspielerin zur royalen Reizfigur
von Maya Zanettin Wirtschaft und Spritpreis betroffen:Niedrigwasser im Rhein: Pegel teils weiter auf Tiefststand
mit Video0:26- Grafiken
1.415 Braustätten im Jahr 2025:Zahl der Brauereien in Deutschland sinkt weiter
mit Video2:33 - Liveblog
Frankreich, Griechenland, Niederlande:Kampf gegen Waldbrände in Europa
- Liveblog
Aktuelle Entwicklungen :Iran-Krieg und Nahost-Konflikt: Alle Nachrichten im Liveblog
Extremwetter in Deutschland:Erst Hitze bis 39 Grad, dann drohen neue Unwetter
mit Video2:55Konzern ändert Prognose für Gesamtjahr:Lufthansa-Gewinn sinkt wegen höherer Kerosinpreise deutlich
mit Video0:16- Interview
Kritik an Merz nach CSD-Anschlag:Queere Community: "Hören Sie uns endlich zu"
mit Video8:35