Historischer Tiefststand:Rheinpegel bei Köln keinen halben Meter mehr tief
Bei Köln hat der Rheinpegel erneut einen historischen Tiefststand erreicht. An der Domstadt ist der Fluss inzwischen keinen halben Meter mehr tief. Schiffe können kaum noch fahren.
Im teils ausgetrockneten Flussbett des Rheins bei Köln gehen Menschen spazieren.
Quelle: ddpAuf dem Rhein bei Köln fahren nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein wegen des historischen Niedrigwassers kaum noch Schiffe. Schiffe dürften zwar immer noch fahren, sagte der Außenbezirksleiter Markus Neumann. Es lohne sich aber so gut wie für gar keinen mehr, noch zu fahren.
Die Schifffahrt wird sich von selbst einstellen.
Markus Neumann, Außenbezirksleiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein
Es sei extrem auffällig, wie lang die Pausen zwischen den Schiffen auf dem sonst vielbefahrenen Strom am Donnerstagmorgen gewesen seien, sagte Neumann.
Deutschland muss sich besser gegen die Folgen des Niedrigwassers wappnen. Denkbar sind die Aufhebung des Sonntagsfahrverbots für Lkw und die Verlagerung von Fracht auf die Schiene.
12.08.2026 | 1:30 minSchifffahrtsamt rechnet mit neuem Tiefststand am Wochenende
Ein dpa-Reporter berichtete, dass es kaum noch Schiffsverkehr gebe. Laut Neumann ist an den Eichmarken der Schiffe außen zu erkennen, dass fast alle der wenigen noch fahrenden Schiffe bei Köln leer seien.
Aktuell werde jeden Tag ein neuer historischer Tiefpunkt des Wasserstandes am Pegel Köln gemessen. Am Donnerstagmittag ist ein Pegelstand von 49 Zentimeter gemessen worden. Nach der weiteren Abschätzung des Amtes könnte der Pegelstand in Köln an diesem Sonntag 47 Zentimeter erreichen.
Schiffsfahrer müssten abwägen, ob das Passieren kritischer Stellen im Rhein möglich ist, so Jens Schwanen. Würde ein Schiff stranden, gebe es derzeit keine Möglichkeit, es zu befreien.
12.08.2026 | 23:30 minAlter Tiefststand könnte deutlich gerissen werden
Das wären 22 Zentimeter weniger als der alte historische Tiefststand vom 23. Oktober 2018 vor der starken Trockenheit in diesem Sommer. Der Außenbezirksleiter betonte den Unterschied:
Der Tiefstpunkt ist nicht nur ein bisschen unterboten, sondern es hat einen ganz richtigen Sprung nach unten gemacht.
Markus Neumann, Außenbezirksleiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein
Aktuell sind es schon 20 Zentimeter weniger als die 69 Zentimeter von damals.
Die Landwirtschaft leidet unter der anhaltenden Dürre. In Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ist der Wasserpegel so niedrig wie es statistisch nur alle seit 50 Jahre vorkommt.
13.08.2026 | 1:35 minWasserstand in Fahrrinne für viele Schiffe zu niedrig
Die Fahrrinne ist zwar wesentlich tiefer als der Pegelstand am Ufer. In Köln etwa seien es 1,11 Meter mehr. Das wären bei einem Pegelstand von 47 Zentimeter insgesamt 1,58 Meter in der Fahrrinne.
Neumann verweist aber darauf, dass die Schiffe mindestens 20 Zentimeter Wasser unter dem Kiel haben sollten, damit sich durch Wasserbewegungen anderer Schiffe nicht aufsetzen. "1,38 Meter - das haben die meisten Schiffe schon, wenn sie leer sind", schildert Neumann.
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