Klaus-Michael Kühne ist tot: Logistik-Milliardär stirbt mit 89

Logistik-Milliardär und HSV-Investor:Unternehmer Klaus-Michael Kühne ist tot

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Unternehmer Klaus-Michael Kühne ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Der gebürtige Hamburger war Großaktionär von Lufthansa, HSV-Investor - und einer der reichsten Deutschen.

Logistik-Milliardär Klaus-Michael Kühne

Klaus-Michael Kühne ist tot: Der gebürtige Hamburger starb im Alter von 89 Jahren. (Archivbild)

Quelle: Witters

Klaus-Michael Kühne war einer der bekanntesten Unternehmer in Deutschland. Nun ist er im Alter von 89 Jahren gestorben. Das bestätigt der Konzern in einer Mitteilung. Kühne war nach Konzernangaben in der Nacht auf Montag in Schindellegi in der Schweiz verstorben.

Das Unternehmen zitiert Jörg Wolle, Präsident des Verwaltungsrats der Kühne+Nagel International AG:

Mit dem Tod von Klaus-Michael ist ein Visionär, ein großer Unternehmer und eine eindrucksvolle Persönlichkeit von uns gegangen.

Jörg Wolle, Präsident des Verwaltungsrats der Kühne+Nagel International AG

"Klaus-Michael Kühne stand wie kein anderer für Logistik und den globalen Handel", ergänzt Geschäftsführer Stefan Paul.

Einfluss in Dax-Konzernen und Bundesligisten

Seine Karriere begann Kühne in einem Bankhaus in Hamburg, später trat er in das familieneigene Speditionsunternehmen ein. Ab 1958 baute er das Geschäft dort kontinuierlich aus. Mit umfangreichen Investitionen, etwa als Großaktionär der Deutschen Lufthansa AG sowie beim Bundesligisten HSV wurde Kühne zum einflussreichen Wirtschaftsboss. Kühne+Nagel ist nach eigenen Angaben mit rund 88.000 Mitarbeitenden an über 1.300 Standorten in 100 Ländern einer "der weltweit führenden Logistikdienstleister".

Logistik-Milliardär Klaus-Michael Kühne am 01.09.2017 in Hamburg.

Logistik-Milliardär Klaus-Michael Kühne galt Zeit seines Lebens als großer HSV-Fan. (Archivbild)

Quelle: Imago

Der Milliardär unterstützte seinen Lieblingsklub HSV in den vergangenen Jahren immer wieder finanziell und stopfte damit Löcher in den leeren Kassen der Hanseaten. Insgesamt soll Kühne über die Jahre rund 100 Millionen Euro in den HSV gesteckt haben, zeitweise hielt der Manager über 20 Prozent an der ausgegliederten HSV Fußball AG. Zuletzt erwarb Kühne auch die Namensrechte am HSV-Stadion, so dass die Arena wieder Volksparkstadion heißen konnte.

Gesellschaftliches Engagement in der Heimat Hamburg

Eng verbunden war der Hamburger auch mit seiner Heimat: Allein bis 2018 soll er addiert eine Milliarde Euro in die Hansestadt investiert haben. Mit der 1976 gegründeten Kühne-Stiftung engagierte sich der Unternehmer auch gesellschaftlich in den Schwerpunkten Logistik, Klima, Medizin und Kultur. Nach eigenen Angaben ist die Stiftung eine der größten ihrer Art in Europa.

Kühne hinterlässt Ehefrau Christine Kühne, mit der er seit 1989 verheiratet war. Das Paar hat keine leiblichen Kinder.

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Quelle: ZDF, dpa, sid
Über dieses Thema berichtet das ZDF in heute Xpress am 24.08.2026 um 12:14 Uhr.

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