Krisengeplagte "Artemis"-Missionen:Nasa schmeißt Plan für Mondprogramm um
Eigentlich wollen die USA mit ihrem Mondprogramm "Artemis" bis 2028 wieder Menschen auf den Mond bringen. Doch nun hat die Raumfahrtbehörde Nasa eine Kurskorrektur vorgenommen.
Aufgrund von technischen Problemen am Raketensystem verzögert sich die Mission "Artemis 2" momentan.
Quelle: APDie US-Raumfahrtbehörde Nasa schmeißt den Plan für ihr krisengeplagtes Mondprogramm "Artemis" um. Die Mission "Artemis 3", mit der ursprünglich frühestens 2028 eine Crew auf dem Mond landen sollte, solle nun bereits im kommenden Jahr starten - aber nicht auf dem Mond landen, sagte Nasa-Chef Jared Isaacman bei einer Pressekonferenz.
Mission "Artemis 3" wird auf 2027 vorgezogen, aber keine Mondlandung
Anstelle dessen solle sich die "Orion"-Kapsel bei dieser Mission im Weltraum mit einem oder zwei Mondlandern zusammendocken. Diese Lander sollen von den privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk und Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos entwickelt und gebaut werden.
Zudem solle es dann 2028 möglicherweise sogar gleich zwei Mondlandungsversuche geben - "Artemis 4" und "Artemis 5".
Der Start der Mondmission "Artemis 2" musste erneut verschoben werden. Es gebe ein Problem mit der Helium-Zufuhr in einer der Raketenstufen, so die Nasa.
22.02.2026 | 0:45 minNasa-Chef Isaacman: "Müssen uns schneller bewegen"
Die Abstände zwischen den einzelnen Missionen seien bisher zu groß gewesen, sagte Nasa-Chef Isaacman.
Mit stetig zunehmender glaubhafter Konkurrenz von unserem größten geopolitischen Kontrahenten müssen wir uns schneller bewegen, Verzögerungen eliminieren und unsere Ziele erreichen.
Nasa-Chef Jared Isaacman
Schon seit Jahren gibt es einen neuen Wettlauf von Raumfahrtnationen zum Mond. Größter Konkurrent der USA ist China mit dem vorgegebenen Ziel, bis 2030 Menschen auf den Mond zu bringen. Auch Russland will mit Menschen auf den Mond, hat aber mit Verzögerungen wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten zu kämpfen.
Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat im Januar vier Astronauten wegen medizinischer Probleme vorzeitig zurückgeholt.
15.01.2026 | 0:21 minMit "Artemis 2" sollen Menschen in die Nähe des Mondes gebracht werden
Die Mission "Artemis 2" solle unterdessen weiter wie geplant so bald wie möglich starten. Mit dieser Mission sollen erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen in die Nähe des Mondes fliegen.
Die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen sollen bei der etwa zehntägigen Mission um den Mond herum fliegen. Zuletzt waren US-Astronauten 1972 auf dem Mond.
Die Esa-Astronauten Maurer und Gerst berichten von der starken Faszination, die der Mond noch immer auf Astronauten ausübe. Und die neue "Artemis"-Mission sei erst der Anfang.
27.11.2025 | 5:34 minGenaues Startdatum von "Artemis 2" weiterhin offen
Aufgrund von technischen Problemen am Raketensystem verzögert sich "Artemis 2" momentan allerdings. Ein neues mögliches Startdatum gibt es noch nicht.
Das Raketensystem - bestehend aus der Rakete "Space Launch System" und der "Orion"-Kapsel - war in den vergangenen Tagen für Reparaturarbeiten zurück in den Hangar gebracht worden, wo ein Problem mit der Helium-Zufuhr gelöst werden soll. Zuvor waren bei Tests bereits mehrere weitere Probleme aufgetaucht und teilweise auch schon wieder behoben worden.
Irene Salvanathan verwirklicht, wovon viele träumen: Ihr Mini-Cube-Sat soll mit der Nasa-Mission "Artemis 2" zum Mond fliegen. Das Porträt zeigt die Gründerin zwischen Technik, Vision und Beharrlichkeit.
02.01.2026 | 3:42 minSpaceX und Blue Origin begrüßen Nasa-Plan
Die von der Nasa mit der Entwicklung von Mondlandegeräten beauftragten privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX und Blue Origin der rivalisierenden Milliardäre Elon Musk und Jeff Bezos reagierten positiv auf die Nasa-Planänderung. "Wir sind dabei!", erklärte Blue Origin im Onlinedienst X.
SpaceX erklärte, das Unternehmen verfolge "das gleiche Ziel wie die Nasa, nämlich so schnell und sicher wie möglich mit einer dauerhaften Präsenz zum Mond zurückzukehren".
Häufige bemannte Erkundungsflüge tragen dazu bei, eine nachhaltige Präsenz des Menschen im Weltraum zu etablieren.
SpaceX
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