Spanien: 68 Tote bei Zugkollision nahe Provinz Toledo

Hochgeschwindigkeitszüge nahe Toledo:68 Tote bei Zugkollision in Spanien

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In Spanien sind zwei Hochgeschwindigkeitszüge kollidiert. Nach Angaben der Regionalregierung sind 68 Menschen ums Leben gekommen. Die Gründe sind bislang unklar.

Zwei verunfallte Züge in der spanischen Provinz Toledo

Nach einem Zugunglück südlich von Madrid gibt es zahlreiche Tote und Verletzte. Ein Zug war mit hoher Geschwindigkeit auf einen anderen aufgefahren.

28.10.2026 | 2:09 min

Beim Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge sind nach Angaben der Regionalregierung von Kastilien-La Mancha 68 Menschen ums Leben gekommen. Zwei Waggons von einem der Züge stürzten nach Informationen des Fernsehsenders RTVE einen Bahndamm hinunter.

An Bord der beiden Züge waren - laut Behördenangaben - insgesamt 544 Menschen. 397 Passagiere reisten demnach im Zug der spanischen Renfe, der auf den Iryo auffuhr. Dort befanden sich 146 Personen und ein Baby. Das berichtete das Onlineportal der spanischen Tageszeitung El País. Laut spanischen Behördenangaben sei die Zahl der Verletzten bei über 170.

Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien unterbrochen

Der Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien wurde in beide Richtungen unterbrochen, wie der spanische Bahnnetzbetreiber Adif mitteilte. Die Ursache des Zusammenstoßes war zunächst unklar. Der Unfall ereignete sich Medienberichten zufolge kurz vor 9 Uhr etwa 150 Kilometer südlich von Madrid, zwischen den Gemeinden Urda und Orgaz in der zentralspanischen Provinz Toledo.

Ein Foto vom 19. Januar 2026 zeigt einen der beiden Züge, die am Vortag in Adamuz in Südspanien entgleist waren und dabei mindestens 39 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt haben.

Bereits im Januar waren in Spanien Hochgeschwindigkeitszüge kollidiert. Damals hatte die Regierung Staatstrauer angekündigt und Aufklärung versprochen.

20.01.2026 | 2:19 min

Ein Hochgeschwindigkeitszug habe einen anderen von hinten gerammt, als beide in Richtung Süden nach Andalusien unterwegs gewesen seien, hieß es aus Adif-Kreisen. Einer der Züge gehört dem staatlichen Bahnunternehmen Renfe, der andere dem privaten Anbieter Iryo.

ZDF-Korrespondent: Zug nahezu ungebremst aufgefahren

Bei ZDFheute live spricht ZDF-Korrespondent Carsten Thurau von einer nach wie vor unübersichtlichen Lage. Aus "Gründen, die wir noch nicht kennen" habe hat der erste Zug "auf dieser Strecke gehalten", sagt er. Der zweite Zug sei dann "nahezu ungebremst offensichtlich auf das Ende des ersten Zuges aufgefahren".

 Zusammenprall zweier Züge in der Provinz Toledo

In der Provinz Toledo sind zwei Züge zusammengestoßen. Viele Menschen starben.

28.10.2026 | 0:21 min

Die spanische Regierung habe sehr schnell davon gesprochen, dass ein "menschlicher Fehler" Grund für den Unfall war. Eine Zeugin habe von einer Vollbremsung des auffahrenden Zuges von Renfe kurz vor dem Aufprall berichtet. Da der Unfallort auf freier Strecke passiert sei, sei er von den Helfern gut erreichbar. Auch ein Notfallzentrum sei bereits eingerichtet.

Unfall weckt Erinnerungen an Zugunglück vom Januar

"Bestürzt über das schwere Zugunglück in Toledo", schrieb der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez auf X. Er sprach den Betroffenen und ihren Angehörigen sein Mitgefühl aus.

Infokarte: Zugunglück in Spanien

Hier passierten die beiden Zugunglücke.


Der Unfall weckt Erinnerungen an das schwere Zugunglück vom Januar dieses Jahres bei Adamuz in Andalusien, auf derselben Zugstrecke.

Zugunglück Spanien

In Spanien ist die Verunsicherung unter Bahnfahrenden nach dem schweren Zugunglück vor zwei Wochen groß. Die Ursache ist weiterhin unklar. Die Angehörigen und Freunde der Opfer fordern Konsequenzen.

03.02.2026 | 2:25 min

Damals entgleiste ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug und stieß mit einem entgegenkommenden Zug von Renfe zusammen. Bei dem Unglück kamen 46 Menschen ums Leben, mehr als 150 wurden verletzt. Damals gingen die Behörden von einem Materialfehler aus.

Quelle: Reuters, dpa, KNA, AFP, ZDF
Über dieses Thema berichtete die ZDFheute live am 28.10.2026 ab 13 Uhr.

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