Royals: Wie König Charles III und Prinz William Millionen machen

Die Millionen des Monarchen:Warum das englische Königshaus ein Großverdiener ist

von Hilke Petersen, London

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König Charles und Prinz William verdienen mit ihrem Besitz Millionen. Hinter den Einnahmequellen der Royals, die sich selbst "Die Firma" nennen, steckt altes feudales Recht.

Sarg von Elizabeth II. von Grossbritannien mit der Krone

Die englische Krone gehört zu den reichsten Monarchien der Welt. Ihre Geldflüsse sind seit jeher undurchsichtig. Das wird jetzt unter den Briten immer mehr zum Reizthema.

26.11.2025 | 9:54 min

Wenn Prinz William sein Herzogtum Cornwall besucht und medienwirksam dort an Land geht, wirkt er tatsächlich wie ein erfolgreicher Unternehmer. Der Prinz von Wales trifft sich dann mit Farmern, die sein Land bewirtschaften: William ist Großgrundbesitzer. So geht das im Königreich seit 1337.

Der jeweils älteste Sohn des Monarchen besitzt 540 Quadratkilometer vor allem im Süden des Landes mit etwa 3500 Pachtobjekten: Land- und forstwirtschaftliche Betriebe, Gewerbeimmobilien, Parkplätze. Gewinn derzeit etwa 23 Millionen Euro im Jahr, für Williams Privatgebrauch.

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10.11.2025 | 0:37 min

Vermögen und Steuerfreiheit im Königshaus

Seit aufgeflogen ist, dass der affärenbelastete Andrew, jüngerer Bruder von Charles, mehr als zwei Jahrzehnte auf Staatskosten in den 30 Zimmern der Royal Lodge im Park von Schloss Windsor gewohnt hat, werden die intransparenten Geldströme der Monarchie immer mehr zum Reizthema.

Steuerpflicht gilt für sie nicht. Charles und William sollen aber freiwillig zahlen. Wie viel, ist unbekannt. Schwer zu schätzen auch, wie groß Charles' Vermögen insgesamt ist. Um die 700 Millionen Euro - heißt es. Was ein Monarch an den nächsten vererbt, darf nie enthüllt werden, das Testament ist versiegelt.

Die englische Monarchie strebt seit jeher danach, bedeutender zu sein als andere europäische Königshäuser. "Die Royals haben immer sehr hartnäckig an ihrem Geld festgehalten", erzählt der Autor und Royalexperte Valentine Low. Er sehe darin keine persönliche Gier.

Es geht der Monarchie aber darum, sich den finanziellen Status zu sichern.

Valentine Low, Autor und Royalexperte

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Das Verhältnis von Prinz Harry zu den britischen Royals gilt als zerrüttet. Dennoch zeigt sich der Sohn von König Charles offen dafür, künftig öfter nach Großbritannien zu reisen.
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Herzogtum Lancaster bringt Charles jährlich Millionen

Wie William besitzt auch König Charles ein Herzogtum, das Duchy of Lancaster. Das erwirtschaftet seine privaten Einkünfte. Etwa 30 Millionen Euro im Jahr.

Auch große Teile der Küste gehören dort dem König. Also nimmt er Pacht von denen, die auf seinem Land sitzen, so wie der kommunale Fährbetreiber am Ufer von Liverpool. Die Pendler an Bord der "Royal Iris" machen sich in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten so ihre Gedanken.

Charles soll ja angeblich ein progressiver Monarch sein. Also soll er doch progressiv handeln. Und wenn hier doch Geld zu machen ist, warum nicht umverteilen?

Will Westerside, Pendler

Prinz Andrew mit ernstem Blick.

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31.10.2025 | 1:43 min

Milliardenerlöse aus königlichem Besitz

Wenn Charles andere Staatsoberhäupter zum Staatsbankett einlädt oder auf Reisen geht, dann wird das aus der Staatskasse finanziert.

Das Geld für solche offiziellen Ausgaben der Monarchie kommt aus Erlösen des sogenannten Crown Estates, ein milliardenschweres Immobilien-Portfolio: Toplagen in der Londoner Innenstadt gehören dazu, Gewerbeflächen überall im Land.

Aber auch Ländereien und einige der Schlösser wie Windsor oder Buckingham Palace. Die Gewinne fließen zunächst in die Staatskasse, der royale Haushalt erhält dann ein Viertel davon. Eine komplizierte Finanzstruktur.

Staatsbesuch in Großbritannien
:Trump bei Charles: Zwischen Prunk und Protest

Kutschfahrt mit dem König, Proteste in London: US-Präsident Donald Trump ist anlässlich seines Staatsbesuches in Großbritannien von den Royals in Empfang genommen worden.
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Zweiter Tag des Staatsbesuchs: In der goldenen Kutsche sitzt nicht etwa Aschenputtel auf dem Weg zum Ball, sondern König Charles III. und US-Präsident Donald Trump während der Kutschenprozession zum Schloss Windsor in Berkshire.

Greenpeace droht mit Klage

Zum Crown Estate gehört auch fast der gesamte Meeresboden rund um England, Wales und Nordirland, ein 12 Meilen breiter Streifen entlang der Küsten. Dieses Offshore-Imperium verpachtet das Krongut an Windkraft-Konzerne und hat eine Monopol-Stellung.

Greenpeace UK droht jetzt mit einer Klage, damit das Crown Estate die Pachtpreise nicht immer weiter hochtreiben kann. "Denn gleichzeitig steigen dadurch die Preise für die Verbraucher immer weiter", erklärt Will McCallum von Greenpeace UK - in Großbritannien viel mehr als sonst in Europa.

Hier hätte das Crown Estate die einmalige Chance, günstige grüne Energie zu ermöglichen.

Will McCallum, Greenpeace UK

Prinz William: Besuch in Brasilien

Anlässlich der Klimakonferenz COP30 vergab der britische Thronfolger den "Earthshot"-Preis gestern in Rio de Janeiro. 2021 hatte er die Auszeichnung ins Leben gerufen.

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Die Intransparenz royaler Finanzen, das Anspruchsdenken von Andrew - seit dem Skandal wächst der Unmut bei den Briten. Die meisten sind immerhin zufrieden, dass Charles endlich mal durchgegriffen hat, als er den Ex-Prinzen aus dem öffentlich finanzierten Anwesen im Park von Windsor warf. Und ankündigte, für den Lebensstil seines Bruders in Zukunft selbst aufkommen zu wollen.

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