Leihmutterschaft: Das sind die rechtlichen und ethischen Probleme

FAQ

Nach Debatte um Jens Spahn:Leihmutterschaft: Warum sie so umstritten ist

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Die Leihmutterschaft von Jens Spahn ist zu einem Politikum geworden. In Deutschland ist sie verboten. Ein Überblick über die rechtliche Lage und ethischen Konflikte.

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Für ungewollt kinderlose oder schwule Paare ist die Leihmutterschaft eine Möglichkeit, genetisch verwandte Kinder zu bekommen. Sie ist aber äußerst umstritten. In Deutschland ist es verboten, eine Leihmutter zu engagieren. Fragen und Antworten zu den Problemen einer Leihmutterschaft:

Was ist eine Leihmutterschaft?

Bei einer Leihmutterschaft trägt eine Frau für ein anderes Paar ein Kind aus. In Deutschland ist das verboten, in anderen Ländern erlaubt, teilweise auch als Geschäft, indem das Paar der Frau Geld bezahlt. Gezeugt werden kann das Kind durch eine Samenspende des Wunschvaters. Medizinisch möglich ist auch, dass der Frau eine befruchtete fremde Eizelle eingesetzt wird, sodass sie nicht die genetische Mutter des Kindes ist.

Was sagt das deutsche Recht dazu?

Leihmutterschaft ist durch mehrere Gesetze in Deutschland verboten. Ausdrücklich ausgeschlossen ist sie im Embryonenschutzgesetz. Dort droht Ärzten eine Strafe von bis zu drei Jahren Haft für die Herbeiführung einer Leihmutterschaft.

Die "Wunscheltern" machen sich jedoch nicht strafbar. Auch das Familienrecht schließt eine Leihmutterschaft aus. Nach seinem Wortlaut ist die Mutter eines Kindes immer die Frau, die das Kind geboren hat.

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Was spricht für eine Leihmutterschaft?

Paare, die eine Leihmutterschaft in Anspruch genommen haben, argumentieren damit, dass sie sich auf diese Weise den Wunsch nach einem genetisch verwandten Kind erfüllen können. Das betrifft Paare, denen auch Methoden künstlicher Befruchtung nicht zum Kind verhelfen, sowie schwule Paare.

Befürworter einer Legalisierung in Deutschland argumentieren auch, dass eine Erlaubnis in Deutschland ehrlicher wäre und Rechtssicherheit schaffen würde für Paare, die Leihmütter im Ausland in Anspruch nehmen.

Was sind die Argumente dagegen?

Kritiker befürchten, dass selbst in nicht-kommerziellen Modellen die Gefahr einer Ausbeutung der Frau besteht, die das Kind austrägt. Ein Dilemma kann zudem entstehen, wenn die Leihmutter im Laufe der Schwangerschaft den Wunsch entwickelt, das Kind selbst zu behalten.

Hinzu kommen die medizinischen Risiken einer Schwangerschaft allgemein, die im Fall einer Eizellspende möglicherweise erhöht sind.

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Welche Regelung wäre in Deutschland denkbar?

In Deutschland wurde bislang ernsthaft nur über nicht-kommerzielle Modelle der Leihmutterschaft diskutiert, bei denen die Leihmutter aus der eigenen Familie oder dem engen Freundeskreis stammt. Die ehemalige FDP-Bundestagsabgeordnete Katrin Helling-Plahr hatte sich in der Vergangenheit dafür eingesetzt.

Auch eine von der damaligen Ampel-Regierung eingesetzte Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin sah in solch einem Modell die einzige Möglichkeit für eine Legalisierung der Leihmutterschaft.

Sie formulierte auch weitere Bedingungen, etwa dass die Leihmutter schon einmal ein Kind geboren hat und medizinische Risiken vorab geklärt werden. Zu einer konkreten Gesetzgebungsinitiative kam es aber bislang nicht. Im Koalitionsvertrag des aktuellen Regierungsbündnisses aus Union und SPD sind keine Vorhaben zu dem Thema zu finden. Die CDU lehnt die Erlaubnis einer Leihmutterschaft ab.

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Quelle: epd
Über das Thema Leihmutterschaft berichtete das gemeinsame Mittagsmagazin von ARD und ZDF am 17.07.2026 ab 12 Uhr.
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