Update am Abend: Nagelsmanns 26, Cum-Ex-Versagen und Irans Spion

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Update am Abend:Nagelsmanns 26, Cum-Ex-Versagen und Irans Spion

von Jan Schneider

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ZDFheute Update

Guten Abend,

Bundestrainer Nagelsmann hat seinen Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft bekanntgegeben - mit einer mittelgroßen Überraschung. Außerdem: Warum der NRW-Justizminister die Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals als "Staatsversagen" bezeichnet und eine Anklage gegen einen mutmaßlichen iranischen Spion, der Juden in Deutschland im Visier hatte.

Der WM-Kader steht

  • Das ist passiert: Bundestrainer Julian Nagelsmann hat den 26-köpfigen WM-Kader vorgestellt - und die tagelangen Spekulationen zur Torhüter-Frage bestätigt: Manuel Neuer kehrt doch nochmal als Nummer eins ins Tor zurück.
  • Das ist der Hintergrund: Neuer hatte nach dem EM-Viertelfinal-Aus 2024 seinen Rücktritt erklärt - nun kehrt der 40-Jährige zurück und verdrängt Oliver Baumann, der eigentlich als Stammkeeper gesetzt war. Nicht dabei sind unter anderem ter Stegen, Gnabry, Füllkrug und Mittelstädt.

Der deutsche WM-Kader

  • Das sagt der Bundestrainer: Nagelsmann hat sich bei der Pressekonferenz klar zum WM-Titel bekannt: "Wir wollen Weltmeister werden - jeder Spieler hat die Verpflichtung, das zu zeigen." Neuer sei gesetzt, weil jeder wisse, "welche Aura Manu hat, welche Qualitäten er hat, was er einer Mannschaft gibt". Dass Oliver Baumann zurückstecken muss, sei "natürlich ein Schlag" gewesen - er sei aber eine "Weltklasse-1b-Lösung". Vor dem Turnierstart in den USA testet die Mannschaft noch am 31. Mai in Mainz gegen Finnland und am 6. Juni in Chicago gegen Gastgeber USA. Das Ziel ganz klar: der fünfte Stern.

Die Pressekonferenz zur Kader-Vorstellung mit Einordnungen unserer Sport-Experten können Sie bei ZDFheute live noch mal nachverfolgen:

Bild von Fußball Bundestrainer Julian Nagelsmann mit zwei Spielern neben sich in einer Bild-Collage.

ZDFheute live, 21.05.2026, 12:45 Uhr

21.05.2026 | 91:33 min

"Staatsversagen" bei der Cum-Ex-Aufklärung

  • Das ist passiert: 14 Jahre nach Beginn der Ermittlungen zum Cum-Ex-Steuerskandal zählt die Staatsanwaltschaft Köln trotz rund 1.750 Beschuldigten erst 16 Anklagen - und zieht damit scharfe Kritik auf sich.
  • Das ist der Hintergrund: Bei Cum-Ex-Geschäften ließen sich Banken und Investoren Kapitalertragssteuern erstatten, die nie gezahlt worden waren - ein Griff in die Staatskasse, den der Bundesgerichtshof 2021 als Steuerhinterziehung eingestuft hat. Der Schaden für den deutschen Staat geht in die Milliarden.
  • Darum ist das wichtig: Selbst der frühere NRW-Justizminister Biesenbach, der einst "Anklagen am Fließband" versprochen hatte, spricht heute von "Staatsversagen" - und warnt, dass erste Verfahren bereits zu verjähren drohen. Die Staatsanwaltschaft Köln weist die Kritik zurück und verweist auf ihre einmalige Sonderstruktur. Politiker von FDP und Grünen fordern dennoch mehr Personal, schärfere Strukturen und ein Bundesamt gegen Finanzkriminalität. Dass heute in Bonn ein neuer Cum-Ex-Prozess beginnt, zeigt: Die letzte Akte ist noch lange nicht durchforstet.

Peter Biesenbach (CDU), ehemaliger Justizminister von Nordrhein-Westfalen, spricht zu Journalisten.

ZDF frontal, 21.05.2026, 12:34 Uhr

21.05.2026 | 3:38 min

Anklage gegen mutmaßlichen Iran-Spion

  • Das ist passiert: Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen einen mutmaßlichen Spion der iranischen Revolutionsgarden erhoben. Er soll Mord- und Brandanschläge gegen Juden in Deutschland vorbereitet haben.
  • Das ist der Hintergrund: Der dänische Staatsbürger Ali S. soll Anfang 2025 den Auftrag bekommen haben, den Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sowie den Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, auszukundschaften. Außerdem sollte er zwei jüdische Lebensmittelhändler in Berlin ausspähen und nach Komplizen suchen. Mitangeklagt ist ein Afghane, der eine Waffe für einen Mordanschlag auf Beck beschaffen sollte.
  • Das sagen die Betroffenen: Volker Beck fordert auf X Außenminister Wadephul auf, den iranischen Botschafter zur unerwünschten Person zu erklären: "Schmeißen Sie Irans Botschafter raus!". Für Beck galt im Sommer 2025 sechs Wochen lang die höchste Gefährdungsstufe. Gegenüber ZDFheute sagte Beck: "Nun klärt sich auf, wie weit die Vorbereitungen gediehen waren." Er kritisierte eine frühere Aussage Wadephuls in der "Bild", wonach Deutschland den Mossad nicht brauche. "Ich kann nur sagen: Ohne die Erkenntnisse der Israelis wäre ich vermutlich seit einem Dreivierteljahr tot."

Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zum Angriff auf Iran. Alle Berichte rund um Iran finden Sie auf unserer Themenseite.

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Das Rezept steht hier zum Download bereit.

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