5.120 Hitzetote nach Hitzewelle: Wie Hitze Sterbefälle beeinflusst

Grafiken

Aktuelle Daten im Überblick:RKI meldet 5.120 Hitzetote nach der ersten Hitzewelle

von Luisa Billmayer

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Das Robert-Koch-Institut meldet nach der ersten Hitzewelle 5.120 Hitzetote. Wer am stärksten betroffen ist - Hitzetote in Grafiken erklärt.

Sonnenuntergang zwischen Häusern und einer Brücke unter der Menschen drunter durch laufen.

2026 sind bereits 5.120 Menschen in Folge der Hitze gestorben.

Quelle: iStock/william87; ZDF

5.120 Menschen sind in diesem Sommer bereits durch Hitze gestorben, berichtet das Robert-Koch-Institut (RKI). Allein in der Kalenderwoche 26 - also vom 22. bis zum 28. Juni - sind demnach 4.310 Menschen gestorben. Generell sterben in Deutschland im Winter mehr Menschen als im Sommer. Doch hohe Temperaturen, wie in den letzten beiden Juniwochen, führen zu mehr Sterbefällen.

Sterbefälle im Jahresverlauf

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In den vergangenen zehn Jahren gab es vor allem 2018 viele Hitzetote. Damals gab es sieben heiße Wochen. Am wärmsten war es Anfang August mit einer bundesweiten Wochenmitteltemperatur von 25,1 Grad. In den letzten beiden Juni-Wochen 2026 lag die Wochenmitteltemperatur bei 21,1 und mehr als 26 Grad. Bisher gab es 2026 erst zwei heiße Wochen.

So viele Hitzetote gibt es pro Jahr

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Weil es sich bei der Berechnung der Hitzetoten um ein statistisches Modell handelt, ergibt sich ein Unsicherheitsbereich. Es kann also sein, dass in diesem Jahr weniger oder sogar mehr als 5.120 Personen tatsächlich in Folge der Hitze gestorben sind.

Vor einem wolkenlosen blauen Himmel zeigt ein Außenthermometer in einem Garten bereits am Vormittag über 30 Grad Lufttemperatur an.

Bereits letzte Woche hatte das RKI 800 Hitzetote gemeldet.

02.07.2026 | 0:33 min

Hitze bedroht vor allem ältere Menschen

Die Daten des RKI zeigen, dass vor allem über 85-Jährige von der Hitze bedroht sind. Die Hitzewelle Ende Juni hat allerdings in allen ausgewiesenen Altersgruppen zu mehr Toten geführt.

Hitzetote nach Alter

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"Deutschland befindet sich gerade in einer Übergangsphase", erklärt Matthias an der Heiden, Statistiker des RKI. Dass Hitzewellen regelmäßig auftreten, sei neu. "Weder unsere Gebäude noch unsere Gewohnheiten sind darauf eingestellt. Die Effekte sehen wir in den Sterbefallzahlen."

Wie das RKI die Hitzetoten berechnet

Bei einem Hitzeschlag führt die Hitze allein zum Tod. Das tritt aber selten auf. Bei den meisten Hitzetoten führt die Kombination aus Vorerkrankungen und Hitzeexposition zum Tod. Hitze ist daher meist nicht als Ursache im Totenschein festgehalten. Um dennoch Hitzetote beziffern zu können, setzt das RKI auf ein statistisches Modell.

Hitze ist selten eine alleinige Todesursache. Doch wir beobachten an heißen Tagen deutlich höhere Sterbefallzahlen als üblich, vor allem unter älteren Menschen.

Dr. Matthias an der Heiden, Robert-Koch-Institut

Effekt der Hitze auf die Todesfälle

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Auf Basis der Jahre 2016 bis 2025 hat das RKI für jede Woche berechnet, wie viele Menschen bei Wochenmitteltemperaturen unter 20 Grad normalerweise sterben. Liegt die Zahl der in heißen Wochen verstorbenen Personen über diesem Wert, zählen sie als Hitzetote. Eine Woche gilt als heiß, wenn die bundesweite Wochenmitteltemperatur über 20 Grad liegt.

Redaktion: Kevin Schubert

Gesundheitsrisiko Hitze
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Eine Person trinkt Wasser aus einer transparenten Flasche, die gegen die Sonne gehalten wird.

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Über dieses Thema berichtete das ZDF in verschiedenen Beiträgen, unter anderem bei ZDFheute Xpress am 02.07.2026 um 12:08 Uhr.
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