Aktuelle Daten im Überblick:RKI meldet 14.000 Hitzetote in diesem Sommer
von Luisa Billmayer
Das RKI meldet in diesem Sommer bisher 14.000 Hitzetote. Wie sich die Zahl der hitzebedingten Sterbefälle entwickelt hat und wer besonders bedroht ist - Überblick in Grafiken.
Rekord-Niedrigwasser, Waldbrände, Hitzetote – Europas Sommer ist diesmal extrem. Im Pazifik baut sich nun ein Super-El-Niño auf: Was das Wetterphänomen für die nächsten Monate bedeutet.
19.08.2026 | 6:29 min14.000 Menschen sind in diesem Jahr bereits durch Hitze gestorben, berichtet das Robert-Koch-Institut (RKI). Generell sterben in Deutschland im Winter mehr Menschen als im Sommer. Doch hohe Temperaturen, wie etwa in den letzten beiden Juniwochen, führen zu mehr Sterbefällen.
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In den vergangenen zehn Jahren gab es vor allem 2018 viele Hitzetote - damals gab es sieben heiße Wochen: Am wärmsten war es Anfang August mit einer bundesweiten Wochenmitteltemperatur von 25,1 Grad.
Im aktuellen Sommer 2026 gab es bisher sechs heiße Wochen. Trotzdem schätzt das RKI die Zahl der Hitzetoten schon jetzt höher als 2018. In den letzten beiden Juni-Wochen 2026 lag die Wochenmitteltemperatur bei 21,1 und 26,4 Grad.
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Weil es sich bei der Berechnung der Hitzetoten um ein statistisches Modell handelt, ergibt sich ein Unsicherheitsbereich. Es kann also sein, dass in diesem Jahr weniger oder sogar mehr als 14.000 Personen tatsächlich in Folge der Hitze gestorben sind.
Im Sommer 2026 folgt eine Hitzewelle auf die nächste. Für viele Menschen bergen sie ernsthafte Gesundheitsrisiken. Das Robert-Koch-Institut ordnet die erhöhten Sterbefallzahlen ein.
12.08.2026 | 1:29 minHitze bedroht vor allem ältere Menschen
Die Daten des RKI zeigen, dass vor allem über 85-Jährige von der Hitze bedroht sind. Die Hitzewelle Ende Juni hat allerdings in allen ausgewiesenen Altersgruppen zu mehr Toten geführt.
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"Deutschland befindet sich gerade in einer Übergangsphase", erklärt Matthias an der Heiden, Statistiker des RKI. Dass Hitzewellen regelmäßig auftreten, sei neu. "Weder unsere Gebäude noch unsere Gewohnheiten sind darauf eingestellt. Die Effekte sehen wir in den Sterbefallzahlen."
Dr. Christoph Specht ordnet die Schätzungen des Robert-Koch-Instituts zu Hitzetoten ein. Zudem: Warum extreme Hitze Stress für den menschlichen Körper bedeutet und konkrete Präventionsmaßnahmen.
12.08.2026 | 7:45 minWie das RKI die Hitzetoten berechnet
Bei einem Hitzeschlag führt die Hitze allein zum Tod. Das tritt aber selten auf. Bei den meisten Hitzetoten führt die Kombination aus Vorerkrankungen und Hitzeexposition zum Tod. Hitze ist daher meist nicht als Ursache im Totenschein festgehalten. Um dennoch Hitzetote beziffern zu können, setzt das RKI auf ein statistisches Modell.
Hitze ist selten eine alleinige Todesursache. Doch wir beobachten an heißen Tagen deutlich höhere Sterbefallzahlen als üblich, vor allem unter älteren Menschen.
Dr. Matthias an der Heiden, Robert-Koch-Institut
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Auf Basis der Jahre 2016 bis 2025 hat das RKI für jede Woche berechnet, wie viele Menschen bei Wochenmitteltemperaturen unter 20 Grad normalerweise sterben. Liegt die Zahl der in heißen Wochen verstorbenen Personen über diesem Wert, zählen die zusätzlich Verstorbenen als Hitzetote. Eine Woche gilt als heiß, wenn die bundesweite Wochenmitteltemperatur über 20 Grad liegt.
Redaktion: Kevin Schubert, Lukas Wagner, Kathrin Wolff
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