Postverkehr in die USA nach Zoll-Neuregelung eingebrochen

Zollregelungen:Postverkehr in die USA drastisch eingebrochen

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Nach dem Ende der Zollfreiheit für kleine Importe ist der Postverkehr in die USA um mehr als 80 Prozent eingebrochen. Der Weltpostverein arbeitet nach eigenen Angaben an Lösungen.

Ein Paketbote von UPS lädt Pakete in einen Transporter.

Viele Postdienstleister weltweit haben den Versand in die USA eingeschränkt (Symbolfoto).

Quelle: Sina Schuldt/dpa

Der internationale Postverkehr in die Vereinigten Staaten ist nach der Einführung von neuen US-Zollvorschriften um 81 Prozent zurückgegangen. Das berichtete der Weltpostverein in Bern.

Die UN-Organisation verglich die Daten vom 29. August, als die Zollfreiheit für Warenimporte mit einem Wert unter 800 Dollar abgeschafft wurde, mit dem Wert von einer Woche zuvor. Bei dem Weltpostverein gehe man davon aus, dass der Einbruch bis jetzt anhalte, sagte eine Sprecherin.

Postdienstleister reagieren auf neue Zollregeln

Mit dem Wegfall der sogenannten De-minimis-Regel wird für viele Pakete aktuell der gleiche Zollsatz fällig wie für andere Einfuhren aus dem jeweiligen Herkunftsland - also beispielsweise 15 Prozent für Sendungen aus der EU.

Als Reaktion auf die neuen Zollregeln haben nach Angaben des Weltpostvereins weltweit 88 Postdienstleister den Versand in die USA zumindest teilweise eingestellt. Die Unternehmen stammen den Angaben zufolge aus 78 UN-Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Indien und Japan sowie neun Territorien wie Macau und die Cookinseln. Unter anderem hat der Bonner Konzern DHL, der auch unter der Marke Deutsche Post auftritt, seinen Paketdienst deutlich eingeschränkt.

Trump begründet Regelung mit Drogenschmuggel

US-Präsident Donald Trump hatte den Zoll-Schritt unter anderem damit begründet, dass in zollfreien Paketen in großem Stil gefährliche Drogen in die USA geschmuggelt worden seien.

In den vergangenen Jahren waren zollfreie Paketlieferungen unter anderem dank chinesischer Plattformen wie Temu und Shein stark gestiegen.

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Der Weltpostverein arbeitet nach eigenen Angaben an technischen Lösungen, um den Postverkehr mit den USA wieder in Gang zu bringen. Seit Freitag stehe Dienstleistern ein Programm zur Verfügung, mit dem die notwendigen Zölle berechnet und bezahlt werden könnten, hieß es.

WPV-Generaldirektor Masahiko Metoki hat nach eigenen Angaben zudem an US-Außenminister Marco Rubio geschrieben und ihm die Probleme geschildert.

Quelle: dpa, AFP

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