VW-Gewinn bricht 2025 um fast die Hälfte ein

Europas größter Autobauer:Gewinn bei VW 2025 um knapp die Hälfte eingebrochen

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Volkswagen hat 2025 deutlich weniger verdient. Der Gewinn brach um fast die Hälfte ein. Zölle aus den USA, harte Konkurrenz und Probleme bei Porsche belasten den Autobauer.

VW Fabrik

Hohe US-Zölle, teurer Konzernumbau, Probleme bei Porsche: Der Gewinn bei Volkswagen ist im vergangenen Jahr drastisch eingebrochen. Der Volkswagen-Konzern will seine Sparbemühungen erhöhen.

10.03.2026 | 1:46 min

Europas größter Autobauer Volkswagen hat 2025 wegen der Zölle von US-Präsident Donald Trump und dem Kurswechsel bei Porsche einen starken Gewinneinbruch verzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr sei das Konzernergebnis nach Steuern 2025 um rund 44 Prozent von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro gesunken, teilte VW in Wolfsburg mit. Der Umsatz sank um 0,8 Prozent auf knapp 322 Milliarden Euro.

Im Schlussquartal schnitt VW dabei aber wieder besser ab als in den ersten neun Monaten. Im dritten Quartal war der Konzern noch tief in die roten Zahlen gerutscht und hatte mehr als eine Milliarde Euro Verlust verbucht.

Optimismus fürs laufende Jahr

Bei den Verkäufen war der Konzern 2025 knapp unter die Marke von neun Millionen gerutscht: Weltweit lieferte der Konzern 8,98 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken aus, 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In Europa legte der Konzern zwar sogar zu. Das konnte Rückgänge in China und Nordamerika aber nicht ausgleichen.

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Finanzchef Arno Antlitz sagte, das Jahr sei von geopolitischen Spannungen, Zöllen und hoher Wettbewerbsintensität geprägt gewesen. Vor Sondereffekten und US-Zöllen hätte das operative Ergebnis aber bei 17,7 Milliarden Euro gelegen, was eine Marge von 5,5 Prozent bedeutet hätte. Laut Betriebsrat belastete allein Porsches Strategie-Schwenk die Konzernbilanz mit fast 5 Milliarden Euro. Mit rund 3 Milliarden schlugen die US-Zölle zu Buche.

VW bekräftigt Ziel, Zehntausende Jobs zu streichen

VW werde nun "weiter konsequent unsere Kosten senken", erklärte Antlitz. In Deutschland werden deshalb Stellen gestrichen: "Insgesamt sollen bis 2030 rund 50.000 Stellen im gesamten Volkswagen-Konzern in Deutschland abgebaut werden", erklärte Konzernvorstand Oliver Blume in einem Brief an die Aktionäre.

Der geplante Stellenabbau im Konzern setzt sich laut Konzernsprecher aus bereits bekannten Zahlen zusammen. 35.000 Beschäftigte sollen danach bis 2030 bei der Volkswagen AG abgebaut werden, vornehmlich in den zwölf Werken der Kernmarken. Das wurde nach heftigem Arbeitskampf 2024 als Sparpaket beschlossen, berichtet Peter Kunz, Leiter des ZDF-Studios Niedersachsen.

Darüber hinaus fallen 7.500 Stellen bei Audi weg, 2.000 beim Unternehmen Cariad, rund 4.000 - 5.000 bei Porsche. Bei Porsche gehört der Verzicht von 2.000 dieser Stellen zu einem "Zukunftspaket 2", das noch nicht beschlossen ist, so Kunz.

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Sechs Milliarden Euro Cashflow 2025

Im Januar hatte VW überraschend mitgeteilt, dass der Cashflow genannte Mittelzufluss 2025 deutlich besser ausgefallen war als bisher angenommen. Statt der zuvor angepeilten null Euro seien es nun sechs Milliarden Euro. Der Cashflow beschreibt die Entwicklung der Kassenlage. Mit Umsatz oder gar Gewinn hat die Kennzahl erst einmal nichts zu tun.

Für das laufende Jahr sagen die Wolfsburger ein Umsatzplus von bis zu drei Prozent voraus. Bei der operativen Rendite haben sie sich vier bis 5,5 Prozent vorgenommen, eine deutliche Verbesserung zu den 2,8 Prozent im vergangenen Jahr.

Quelle: dpa, Reuters
Über dieses Thema berichtete zuletzt die Sendung heute in Deutschland am 10.03.2026 ab 14 Uhr.

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