Raumfahrtfirma und KI-Entwickler:Tech-Milliardär Musk legt SpaceX und xAI zusammen
Elon Musk fusioniert SpaceX und xAI – mit dem Ziel, Rechenzentren im All zu bauen. Ein Milliardenprojekt, das sein Imperium weiter stärkt und neue Fragen aufwerfen könnte.
Tech-Milliardär Elon Musk fusioniert sein Raumfahrtunternehmen SpaceX mit seinem KI-Entwickler xAI. Gemeinsam sollen die Unternehmen unter anderem Rechenzentren im All bauen, wie Musk ankündigte.
03.02.2026 | 0:37 minTech-Milliardär Elon Musk hat die Raumfahrtfirma SpaceX und seinen KI-Entwickler xAI zusammengelegt. Gemeinsam sollen die Unternehmen unter anderem Rechenzentren im All bauen, wie Musk ankündigte. Musk schrieb in einem Blogeintrag, dass dies seiner Einschätzung nach in zwei bis drei Jahren der günstigste Weg sein werde, um Rechenleistung für Künstliche Intelligenz zu erzeugen.
Die britische Medienaufsicht geht möglichen Gesetzesverstößen bei Musks Kurznachrichtendienst X nach. Im Fokus: KI-generierte, sexualisierte Inhalte und wie effektiv der Konzern dagegen vorgeht.
14.01.2026 | 2:23 minEhrgeiziger Zusammenschluss im Technologiesektor
Der Deal stellt eine der bislang ehrgeizigsten Zusammenschlüsse im Technologiesektor dar. Er vereint einen Raumfahrt- und Rüstungsauftragnehmer mit einem schnell wachsenden KI-Entwickler, dessen Kosten weitgehend durch Chips, Rechenzentren und Energie getrieben werden.
xAI mit hohem Kapital-Verschleiß
Zunächst wird die Zusammenlegung Musk aber ermöglichen, xAI mit Milliarden aus den Kassen von SpaceX zu versorgen. Die KI-Firma hat einen hohen Kapital-Verschleiß. SpaceX und zuletzt auch der ebenfalls von Musk geführte Elektroauto-Hersteller Tesla steckten in Finanzierungsrunden bereits jeweils zwei Milliarden US-Dollar in xAI. Da SpaceX und xAI beide nicht börsennotiert sind, lässt sich eine Fusion leichter umsetzen.
Der Deal konsolidiert Musks Unternehmensimperium weiter zu einem engeren, sich gegenseitig verstärkenden Ökosystem.
Quelle: AFPEine Schlüsselrolle beim Aufbau von Rechenzentren im Weltall könnte die SpaceX-Rakete Starship spielen, die größere Lasten in die Umlaufbahn bringen kann. Musk sprach von "einer Million Tonnen an Satelliten jährlich". Bei xAI wird der Chatbot Grok entwickelt, den Musk ins Rennen unter anderem mit ChatGPT vom Konkurrenten OpenAI schickte. Auch die Online-Plattform X, in die Musk das von ihm gekaufte Twitter umbaute, wurde in xAI eingebracht.
SpaceX spielt seit Jahren eine Schlüsselrolle für das US-Raumfahrtprogramm. Musk hält nach bisherigen Informationen einen Anteil von rund 40 Prozent an den Unternehmen. Medienberichten zufolge erwägt SpaceX einen Börsengang, bei dem die Firma mit bis zu 1,5 Billionen Dollar bewertet werden könnte.
Nach Vorwürfen über gefälschte Nacktbilder will Musks KI-Firma die Funktion in Ländern mit entsprechenden Verboten sperren – besonders wegen des Missbrauchs mit Bildern von Frauen und Kindern.
15.01.2026 | 0:23 minDeal konsolidiert laut Beobachtern "Muskonomy"
Der Deal konsolidiert Musks weit verzweigtes Unternehmensimperium und Vermögen weiter zu einem engeren, sich gegenseitig verstärkenden Ökosystem - das einige Investoren und Analysten informell als "Muskonomy" bezeichnen - zu dem bereits Tesla, der Gehirnchip-Hersteller Neuralink und das Tunnelunternehmen Boring Company gehören. Es ist nicht das erste Mal, dass Musk seine Unternehmen und Projekte zusammenführt.
Im vergangenen Jahr gliederte Musk die Social-Media-Plattform X über einen Aktientausch in xAI ein und verschaffte dem Startup im Bereich Künstliche Intelligenz damit Zugang zu den Daten und der Distribution der Plattform. 2016 nutzte er Teslas Aktien, um sein Solarenergieunternehmen SolarCity zu kaufen.
Die Vereinbarung könnte die Aufmerksamkeit von Aufsichtsbehörden und Investoren auf Fragen der Unternehmensführung, Bewertung und mögliche Interessenkonflikte lenken.
Mehr Nachrichten zu Elon Musk
Neue Dokumente veröffentlicht:Epstein-Files: Musk, Gates und Bannon erwähnt
mit Video1:33Wegen sexualisierter KI-Bilder:EU leitet Verfahren gegen X ein
mit Video0:53Maßnahmen gegen KI-Nacktbilder:Machtprobe gegen Musk: X und Grok beugen sich Druck
von Britta Jägermit Video0:23