Viele deutsche Firmen schlecht gerüstet für Kriegsfall

Institut der deutschen Wirtschaft:Studie: Nur jede vierte deutsche Firma für Kriegsfall bereit

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Bislang sind nur wenige deutsche Unternehmen auf Ausfälle der Infrastruktur oder von Lieferketten vorbereitet. Das geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft hervor.

07.03.2025, Niedersachsen, Wolfsburg: Neuwagen Volkswagen Tayron, Tiguan und Touran schweben durch das VW Stammwerk.

Laut einer Studie des IW-Instituts sind Unternehmen in Deutschland nicht ausreichend auf einen Krisen- und Kriegsfall vorbereitet. Materialausfall wäre demnach besonders problematisch.

26.01.2026 | 0:27 min

Viele Unternehmen in Deutschland sind möglicherweise nicht ausreichend auf einen Spannungs- und Verteidigungsfall vorbereitet. Das zeigt eine am Montag veröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Gesamtverteidigung und Abschreckung gegenüber Russland kann nicht allein militärisch gedacht werden, sondern erfordert die systematische Einbindung der Wirtschaft.

Aus der IW-Studie

Die IW-Fachleute stützen sich demnach unter anderem auf eine repräsentative Befragung von mehr als 1.000 Firmen – mit gemischtem Ergebnis: 86 Prozent geben an, sich bereits wirksam gegen Cyberattacken zu schützen. Gegen Desinformation, Sabotage und Spionage habe die Mehrheit ebenfalls Maßnahmen ergriffen.

Hacker programmiert

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Nur drei Prozent sind für einen Materialausfall gerüstet

Umgekehrt sind nur gut drei Prozent der Firmen für einen Materialausfall gerüstet, bei der Notfallplanung für größeren Personalausfall liegt die Quote bei vier Prozent. Sogenannte Vorhalteverträge gibt es laut Studie bei knapp fünf Prozent. Für Infrastrukturmängel und -engpässe im Ernstfall sehen sich 24 Prozent gerüstet; weitere 17 Prozent wollen nachlegen.

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Tatsächlich kämen dem Bericht zufolge auf Unternehmen im Ernstfall erhebliche Aufgaben zu: Vor allem Rüstungs-, Tech- und Zulieferbetriebe müssten Waffen, Fahrzeuge und Anlagen in der erforderlichen Menge bereitstellen.

Versorgung der Bevölkerung als wichtigste Aufgabe im Krisenfall

Zugleich müssten zivile Unternehmen Beschäftigte für Wehrdienst sowie Fahr-, Logistik- und Sanitätsaufgaben freistellen, Lieferkettenausfälle abfedern und Systeme gegen Cyberangriffe absichern.

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Die wichtigste Aufgabe der Wirtschaft im Krisenfall wäre laut IW, die Versorgung der Bevölkerung auf dem bisherigen Niveau zu sichern - auch aus sicherheitspolitischen Gründen: "Ein deutlicher Wirtschafts- und Wohlstandseinbruch könnte die Unterstützung von Verteidigungsanstrengungen an der Nato-Ostflanke infrage stellen", hieß es.

Quelle: Reuters
Über dieses Thema berichtete die ZDFheute Xpress am 26.01.2026 um XX Uhr.

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