OECD hebt Konjunkturprognose für Deutschland an

OECD hebt Wachstumsprognose an:Trotz Iran-Krieg: Bessere Aussichten für deutsche Wirtschaft

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Die OECD hebt ihre Prognose für die deutsche Wirtschaft an: Für dieses Jahr erwartet sie nun 1,1 Prozent Wachstum. Doch Risiken bleiben - durch Konflikte, Extremwetter und KI.

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Die OECD blickt etwas optimistischer auf die deutsche Wirtschaft.

Quelle: Julian Stratenschulte / dpa

Die Industriestaatenorganisation OECD geht wieder von einem stärkeren Wirtschaftsaufschwung in Deutschland in diesem Jahr aus. Dem jüngsten Wirtschaftsausblick der Organisation zufolge wird das Wachstum auf 1,1 Prozent prognostiziert - und damit 0,4 Prozentpunkte höher als in ihrer letzten Schätzung im Juni. Für das kommende Jahr rechnet die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) unverändert mit einem Plus von ebenfalls 1,1 Prozent.

Auch im Euroraum und mit Blick auf die Weltwirtschaft hat die OECD ihre Prognosen für dieses Jahr leicht angehoben. Sie geht von 1,0 Prozent beziehungsweise 2,9 Prozent Zuwachs aus. Für das kommende Jahr ist ihr Ausblick mit ebenfalls 1,0 Prozent und 3,0 Prozent allerdings etwas pessimistischer als noch im Juni.

Was sind die Hintergründe für die angehobene Prognose? ZDF-Börsenexperte Frank Bethmann mit einer Einordnung.

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18.09.2026 | 1:51 min

Exporte überraschend gestiegen

"Im ersten Halbjahr 2026 sind die Exporte überraschend stark gestiegen, was unter anderem an der steigenden Nachfrage nach elektronischen Produkten und Ausrüstungen im Zuge des KI-Booms liegt", sagte OECD-Experte Robert Grundke der Nachrichtenagentur Reuters zu dem optimistischeren Ausblick. Diese dürfte weiterhin hoch bleiben.

Auch die steigenden öffentlichen Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur haben zur konjunkturellen Erholung beigetragen.

Robert Grundke, OECD-Experte

Die OECD verwies zudem auf Reformen im Bereich der öffentlichen Vergabe und der Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren für Infrastrukturprojekte. Damit stünden die Chancen für einen schnelleren Ausbau der öffentlichen Infrastruktur und eine stärkere Unterstützung des Wachstums gut.

Unsicherheit durch Nahost-Konflikt, Wetter und KI-Zukunft

Trotz der negativen Folgen durch den Konflikt im Mittleren Osten blieb das Wachstum in der ersten Jahreshälfte der OECD zufolge in vielen Ländern robust. Große Ölvorräte, Lieferungen von außerhalb der Golfstaaten und staatliche Unterstützungsmaßnahmen federten die Folgen demnach ab. Der Ausblick hänge dennoch stark davon ab, ob eine dauerhafte Lösung des Konflikts gefunden werde. Zölle und Ausfuhrbegrenzungen seien zusätzliche Unwägbarkeiten.

Schild vor dem ifo Institut

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Entsprechend stellte die OECD klar, dass der Wirtschaftsausblick mit großer Unsicherheit behaftet sei. Sollte sich der Energiemarkt rasch normalisieren, würde das den Druck der Inflation senken und Geschäfte fördern.

Erneute Störungen könnten hingegen das Wachstum dämpfen. Auch gebe es wetterbedingte Risiken wie einen starken El Niño, die mit Lieferengpässen und hohen Lebensmittelkosten einhergehen könnten. Zudem könnte das Wachstum gebremst werden, sollten sich Investitionen in Künstliche Intelligenz nicht wie erwartet auszahlen.

Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) ist eine internationale Organisation mit Sitz in Paris, die 1961 gegründet wurde. Sie hat 38 Mitglieder darunter insbesondere Industrienationen sowie auch sogenannte Schwellenländer. Zu ihren Zielen gehört die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Austausch von Wissen. Zu ihren bekannten Publikationen im Bildungsbereich gehört auch die PISA-Studie. (Quelle: OECD)


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Quelle: dpa, Reuters
Über das Thema berichtete die heute-Sendung am 18.09.2026 ab 17 Uhr.

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