Steigende Importe aus Volksrepublik :China 2025 Deutschlands Handelspartner Nr. 1 - USA überholt
Deutschlands Handelsvolumen mit China betrug 2025 ingesamt 251,8 Milliarden Euro. Damit hat die Volksrepublik die USA wieder als wichtigsten deutschen Handelspartner überholt.
Das Handelsvolumen zwischen Deutschland und China summierte sich 2025 auf mehr als 250 Milliarden Euro. Damit zog die Volksrepublik an den USA vorbei, die 2024 auf Rang eins lagen.
20.02.2026 | 0:22 minChina hat die USA im vergangenen Jahr als wichtigsten deutschen Handelspartner abgelöst. Der Außenhandelsumsatz mit der Volksrepublik - die Summe von Exporten und Importen - wuchs um 2,1 Prozent auf 251,8 Milliarden Euro. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Das Handelsvolumen mit den USA schrumpfte dagegen um 5,0 Prozent auf 240,5 Milliarden Euro.
China war bereits von 2016 bis 2023 Deutschlands Handelspartner Nummer eins, wurde aber 2024 durch die Vereinigten Staaten vom ersten Platz verdrängt. Auf Platz drei kommen die Niederlande mit Exporten und Importen im Gesamtwert von 209,1 Milliarden Euro (+3,3 Prozent).
China nutzt seine Rohstoffe und industriellen Verarbeitungsmöglichkeiten zunehmend strategisch. Machen sich deutsche Unternehmen unabhängiger davon? Bislang ist das die Ausnahme.
17.12.2025 | 2:50 minExperte: Deutsche Industrie leider unter Entwicklungen
"Die aktuellen Handelsdaten spiegeln die geoökonomischen Verschiebungen wider, unter denen die deutsche Industrie zunehmend leidet", sagte der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Sebastian Dullien.
China und die USA versuchen mit aggressiver Industrie- und Handelspolitik unabhängiger von industriellen Importen zu werden.
Sebastian Dullien, Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung
So wolle China in Schlüsselbranchen Weltmarktführer werden, in denen Deutschland lange führend gewesen sei. Deutsche Unternehmen würden nun von den staatlich geförderten chinesischen Produzenten aus dem Markt gedrängt.
Nach einem gescheiterten ersten Anlauf im Oktober reiste der Bundesaußenminister im Dezember doch nach China - im Zeichen der enormen wirtschaftlichen Bedeutung, die China für Deutschland hat.
08.12.2025 | 2:36 minUSA wichtigster Markt für Deutschlands Exporteure
Trotz der von Präsident Donald Trump durchgesetzten hohen Zölle sind die USA der wichtigste Abnehmer deutscher Exportwaren geblieben. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten brachen aber um 9,4 Prozent auf 146,2 Milliarden Euro ein. "Schuld ist Trumps Handelspolitik", sagte Dullien dazu. Seit August 2025 gelten für die meisten deutschen Waren US-Zölle von 15 Prozent - ein Vielfaches des früheren Satzes.
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Auf den Rängen zwei und drei der wichtigsten Empfängerländer deutscher Exporte folgten erneut Frankreich mit 117,4 Milliarden Euro (+2,0 Prozent) und die Niederlande mit 112,5 Milliarden Euro (+2,9 Prozent). Insgesamt gingen 2025 nach jüngsten Angaben des Statistischen Bundesamts Waren aus deutscher Produktion im Wert von 1.569,6 Milliarden Euro in alle Welt - vor allem Autos, Maschinen und chemische Erzeugnisse.
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China dominiert die Importe
Bereits seit 2015 ist China das wichtigste Lieferland deutscher Importe. Auch 2025 kamen mit Waren im Wert von 170,6 Milliarden Euro wieder die meisten Einfuhren aus der Volksrepublik. Das waren 8,8 Prozent mehr als 2024.
Den höchsten Anteil an den aus China importierten Waren hatten Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse im Wert von 50,9 Milliarden Euro (+4,9 Prozent), gefolgt von elektrischen Ausrüstungen (32,8 Milliarden Euro; +14,8 Prozent) und Maschinen (13,9 Milliarden Euro; +11,6 Prozent).
ZDF-Wirtschaftsexpertin Stephanie Barrett erklärt die Gründe für die hohen Einfuhren nach Deutschland.
04.11.2025 | 1:38 min"Auch die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China machen der deutschen Wirtschaft zu schaffen", sagte IMK-Direktor Dullien.
Höhere Handelsschranken für chinesische Lieferungen in die USA bedeuten, dass diese Waren auch nach Europa umgeleitet werden.
Sebastian Dullien, Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung
Das schlage sich in gestiegenen deutschen Importen aus China nieder und erhöhe den Konkurrenzdruck für deutsche Unternehmen im Heimatmarkt.
China auf Rang 6 bei wichtigsten Abnehmern deutscher Exporte
Demgegenüber standen Exporte nach China im Wert von 81,3 Milliarden Euro - das waren 9,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor. China stellt inzwischen viele Produkte wie etwa Autos selbst her, die früher aus Deutschland eingeführt wurden.
Bereits beim EU-China-Gipfel in Peking im Sommer ging es unter anderem um Handel: China exportiert deutlich mehr in die EU als umgekehrt - 2024 lag das Handelsdefizit bei rund 320 Milliarden Euro.
24.07.2025 | 3:01 minIn der Rangfolge der wichtigsten Abnehmer deutscher Exporte lag China im Jahr 2025 auf Rang sechs. Durch die steigenden Importe in Verbindung mit den sinkenden Exporten nahm der Importüberschuss im Handel mit China im Jahr 2025 um 22,4 Milliarden Euro auf 89,3 Milliarden Euro zu.
Auf Rang zwei der wichtigsten Lieferländer deutscher Importe lagen wie in den Vorjahren die Niederlande (96,7 Milliarden Euro; +3,9 Prozent), gefolgt von den USA (94,3 Milliarden Euro; +2,7 Prozent).
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