Handball-Doku "Köster & Knorr": "Hart für Ziele arbeiten"

Handball-Doku "Köster & Knorr":Köster: "Hart für Ziele arbeiten"

von Erik Eggers

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Julian Köster zählt zu den Pfeilern der Nationalmannschaft, die bei der Handball-EM 2026 eine Medaille anstrebt. Über sein Erfolgsgeheimnis berichtet die Doku "Knorr und Köster".

Köster und Knorr - Auf dem Weg an die Handballspitze

Zwei Wege, ein Ziel: Julian Köster und Juri Knorr prägen den deutschen Handball - und wollen bei der Europameisterschaft 2026 in Skandinavien Geschichte schreiben.

09.01.2026 | 43:30 min

Das "Wunder von Krakau" war ein Motivationsschub. Als die deutschen Handballer 2016 die Spanier sensationell schlugen und Europameister wurden, war Julian Köster 15 Jahre alt und just in die Nachwuchsakademie des TSV Bayer Dormagen gewechselt. Dieser Titel, erinnert er sich, habe damals einen "neuen Hype ausgelöst".

Heute, zehn Jahre später, will Köster selbst zu einer neuen Euphorie beitragen. "Wir wollen auch mal da oben stehen", sagt der Nationalspieler in der sportstudio-Dokumentation "Knorr & Köster", die über die Karrierewege von Köster und Juri Knorr berichtet. Das Duo zählt bei der kommenden Handball-EM 2026 zu den deutschen Schlüsselfiguren im Team Alfred Gislasons.

Julian Köster

Auf die deutsche Handball-Nationalmannschaft warten bei der EM schwere Gegner. DHB-Jungstar Julian Köster betont im Sportstudio-Gespräch, dass es auf die Defensive ankommen wird.

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Julian Köster mit Verbindung zu Florian Wirtz

Seinerzeit, berichtet Köster, "hätte ich nicht gedacht, dass ich es so weit bringen kann". Dass er, der Junge aus Brauweiler, der beim TuS Schwarz-Weiß von der Mutter eines gewissen Florian Wirtz trainiert worden war, es zum Profi und sogar zum Nationalspieler schaffen würde. Über das nötige Talent verfügten schließlich viele, sagt der Rückraumspieler des VfL Gummersbach. Tatsächlich entscheidend seien Wille und Ethos auf dem Weg nach oben, glaubt er:

Alle wollen Erfolg haben, aber vielleicht sind am Ende nicht alle bereit, die Arbeit da reinzustecken.

Julian Köster, Handball-Nationalspieler

Eine Initialzündung auf seinem Karriereweg gab es nicht. "Es sind immer Entwicklungen. Und für diese Entwicklungen bin zu großen Teilen ich selbst zuständig."

Harte Arbeit ist für Köster die Basis

Wenn Köster über seine Biografie und seine Arbeit als Profi erzählt, dann ist das zugleich ein Essay über die Werte des Handballs. In dieser Erzählung geht es nicht nur darum, dass man selbst für den Erfolg verantwortlich ist. Es geht auch um Familie, um Freundschaften, um Bescheidenheit und Respekt gegenüber Anderen. Kein Zufall, dass sich Köster seit einigen Jahren für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung und die "Special Olympics" engagiert.

DHB-Bundestrainer Gislason

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Köster lässt durchblicken, wie dankbar er für seine "tolle Kindheit" ist. Er sei stolz und glücklich darüber, wie viele Freundschaften aus der Jugend bis heute hielten. Überhaupt sei sein Aufwachsen "sehr von Liebe geprägt" gewesen. Und von Zusammenhalt. Er rühmt die Erziehung seiner Eltern. "Viele Werte haben wir mitbekommen. Dass man höflich durchs Leben geht. Für seine Ziele arbeiten muss, dass man sich danach auch belohnen kann."

Köster mit Extraschichten beim VfL Gummersbach

Wie sehr dieses Ethos ihn bis heute prägt, belegen die Extraschichten, die er seit dem vergangenen Sommer beim VfL Gummersbach einlegt. Obwohl schon etablierter Nationalspieler und einer der besten Abwehrspieler der Welt, der schon olympisches Silber gewonnen hatte, sah er noch Potenzial in der Offensive.

Mit dem Co-Trainer des VfL arbeite er seitdem an seinem Wurf, erzählt er, "besonders an meinem Schlagwurf. Da gibt es verschiedene Varianten. Die versuchen wir auszubauen." Es gehe um das Feilen an der Handgelenksarbeit. Um mehr Effektivität beim Torabschluss.

Köster empfindet große Verantwortung für DHB-Team

Auf der anderen Seite hat der 25-Jährige sich vorgenommen, noch mehr in die Mannschaft hineinzuwirken. "Es ist immer noch so, dass mein Gefühl sagt, dass er Situationen beobachtet", sagt Nationalmannschaftskapitän Johannes Golla über Köster, der kein Lautsprecher ist. Dabei wisse sein Kollege selbstverständlich, "was für den sportlichen Erfolg wichtig ist".

Er sei nun schon länger dabei, sagt Köster. Inzwischen kommt er auf 75 Länderspiele. Er sehe bei sich daher "eine große Verantwortung" für die Entwicklung der Mannschaft: "Ich möchte diese Verantwortung annehmen und mit dieser Mannschaft den maximalen Erfolg haben." Gut möglich, dass er damit selbst den Nachwuchs inspiriert.

Über dieses Thema berichtet die ZDF Sportstudio-Dokumentation "Köster & Knorr - Auf dem Weg an die Handball-Weltspitze" am 09.01.2026 um 05:30 Uhr.
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