Fußball-WM: Marokko wirft Niederlande im Elfmeterschießen raus

Entscheidung vom Punkt:Marokko wirft Niederlande im Elfmeterschießen raus

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Marokko steht im Achtelfinale der Fußball-WM. Die afrikanische Mannschaft setzte sich im Sechzehntelfinale gegen die Niederlande im Elfmeterschießen durch.

Niederlande - Marokko

Was macht die Oranje-Elf gegen die hoch gehandelten Marokkaner? Nach zwei spektakulären Toren auf beiden Seiten folgt auch hier das Drama vom Elfmeterpunkt.

30.06.2026 | 10:24 min

Der WM-Traum der Niederlande ist erneut geplatzt. Die Elftal von Bondscoach Ronald Koeman verlor das überaus intensive Sechzehntelfinale gegen den Geheimfavoriten Marokko mit 2:3 im Elfmeterschießen und muss auch bei der zwölften WM-Teilnahme alle Hoffnungen auf den ersten Triumph früh begraben. Nach 90 und 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden.

Der im Vorfeld von einem schweren privaten Schicksalsschlag getroffene Cody Gakpo (72.) schoss Oranje zunächst in Führung. Issa Diop (90.+1) rettete Marokko in die Verlängerung. Der Mitausrichter der WM 2030 bastelt vier Jahre nach dem erreichten Halbfinale von Katar am nächsten Fußball-Märchen. Gegner in der Runde der besten 16 ist am kommenden Samstag in Houston Co-Gastgeber Kanada.

Momentum auf Seiten Marokkos

Den beiden zuvor ungeschlagenen Mannschaften war der gegenseitige Respekt anzumerken. Die Teams tasteten sich ab, die Zweikämpfe wurden hart und intensiv geführt. Die erste Chance des Spiels ergab sich nach einem Standard: Kapitän Achraf Hakimi schlug eine Ecke scharf auf den kurzen Pfosten, den wuchtigen Kopfball von Neil El Aynaoui (20.) parierte Bart Verbruggen mit einem starken Reflex.

Weniger als eine Minute später war der niederländische Torhüter bei Hakimis Schuss von der Strafraumkante (21.) wieder zur Stelle.  Die Nordafrikaner verloren nach der Trinkpause das Momentum. Die Elftal stieß zwar nur selten ins letzte Drittel vor, ließ aber ebenfalls keine große Möglichkeit mehr zu.

Zwei Treffer in der Schlussphase

Nehmerqualitäten bewies Abwehrspieler Jan Paul van Hecke: Eine stark blutende Platzwunde wurde auf dem Rasen getackert. Der 26-Jährige konnte weiterspielen. Kurz vor dem Seitenwechsel prüfte Micky van de Ven (44.) Marokkos Torhüter Yassine Bounou. Rechtsverteidiger Hakimi blieb in seinem 100. Länderspiel ein Fixpunkt im Spiel Marokkos - defensiv wie offensiv. Sein Schuss (51.) aus spitzem Winkel knallte an die Latte. Kurz darauf rettete van de Ven in höchster Not gegen Hakimi (56.). Die Niederlande kamen kaum zur Entlastung. Einen der wenigen Konter schloss Gakpo ab - und sorgte für ganz große Emotionen. In der Nachspielzeit rettete Diop Marokko per Kopf in die Verlängerung. In dieser hielt der starke Verbruggen die Niederlande spektakulär gegen Soufiane Rahimi (97.) im Spiel. Die Entscheidung fiel im Elfmeterschießen.

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