Letztes Gruppenspiel gegen Ägypten:"Pride Match": Iran fordert FIFA zum Handeln auf
Für Iran und Ägypten geht es am letzten Gruppenspieltag der WM um den Einzug ins Sechzehntelfinale. Abseits des Rasens sorgt das Spiel bereits für Debatten.
Das "Pride Match" war schon vor der Ansetzung dieser WM festgelegt worden.
Quelle: ZoonarDer iranische Fußballverband hat sich im Vorfeld des viel diskutierten "Pride Matches" bei der WM offenbar gegen entsprechende "Zeremonien oder Werbeaktionen" ausgesprochen und die FIFA zum Handeln aufgefordert.
Wie "The Athletic" berichtete, erklärte ein Sprecher der iranischen Nationalmannschaft auf Anfrage, dass man diese Angelegenheit ernst nehme und dem Weltverband den eigenen "Standpunkt klar mitgeteilt" habe. Die LGBTQ+-Gemeinschaft wird in der Stellungnahme jedoch nicht wörtlich erwähnt.
Die "Capital Pride Parade" ist am Samstag mit Tausenden Teilnehmern durch die Straßen Washingtons gezogen. Bunte Festwagen und jubelnde Zuschauer prägten die Feier der LGBTQ-Bewegung.
21.06.2026 | 0:19 minDas Duell zwischen Iran und Ägypten, das am Samstag (5 Uhr MESZ) in Seattle stattfindet, hatte bereits nach der Auslosung für Wirbel gesorgt und Kritik der beteiligten Verbände nach sich gezogen.
"Pride Match" stand schon vor der Paarung fest
Die Veranstalter hatten das Spiel zum "Pride Match" ausgerufen, noch bevor die Paarung festgestanden hatte. Die Begegnung fällt auf ein Wochenende, an dem in der Stadt traditionell die LGBTQI+-Community feiert.
"Iran und Ägypten sind zwei muslimische Länder mit tiefen kulturellen und religiösen Gemeinsamkeiten, und die von beiden Verbänden geäußerten Ansichten spiegeln die Werte und Überzeugungen wider, die von den Menschen beider Länder geteilt werden", hieß es nun vonseiten des iranischen Verbands.
Man sei der Meinung, dass die FIFA "die Ansichten und Bedenken der teilnehmenden Mannschaften" bezüglich des Spielumfeldes und der Stadionpräsentation berücksichtigen solle.
Iran: FIFA ist über Position informiert
Der Weltverband sei über die "gemeinsame Position beider Länder" informiert worden, und man erwarte, dass "die notwendigen Schritte" unternommen werden, "um sicherzustellen, dass keine entsprechenden Zeremonien oder Werbeaktionen im Stadion oder im Rahmen des offiziellen Spielgeschehens stattfinden".
Der Sprecher fügte laut "The Athletic" hinzu, dass der iranische Verband der FIFA mitgeteilt habe, dass er keine Symbole oder Darstellungen der "Bewegung" im Stadion sehen wolle.
FIFA: WM ist ein "inklusives Event"
Der Weltverband wiederum erklärte auf Anfrage des Portals in einer Stellungnahme, dass die WM ein "inklusives Event" sei und "Regenbogenfahnen und andere Fahnen, die für sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität stehen", gemäß des Stadium Code of Conduct erlaubt seien.
"Fans aller sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten sind bei den Spielen und Veranstaltungen willkommen", hieß es weiter. Laut "The Athletic" sei auch der ägyptische Verband um ein Statement gebeten worden.
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