Erster WM-Finalist steht fest: Spanien gewinnt gegen Frankreich

Defensive schlägt Offensive:Erster WM-Finalist steht: Spanien gewinnt gegen Frankreich

von Jannik Höntsch

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Die französische Offensive findet ihren Meister in Spaniens Abwehr. Deren Null steht wieder und der erste WM-Finalist auch: Spanien zieht nach einem 2:0-Sieg ins Finale ein.

Frankreichs Nationalspieler Adrien Rabiot bedrängt seinen spanischen Kontrahenten Fabian Ruiz im Zweikampf von hinten

Im ersten WM-Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien leitet ein früher Elfmeter das Toreschießen ein. Welches Team kommt als erstes ins Finale?

14.07.2026 | 9:10 min

Spanien zieht erstmals seit 2010 in ein WM-Finale ein. Im Halbfinale gegen Frankreich gewannen die Iberer mit 2:0 (1:0). Die Tore erzielten Mikel Oyarzabal und Pedro Porro. Beim vorletzten Spiel von Didier Deschamps als französischer Nationaltrainer blieb deren Superoffensive über weite Strecken blass.

Die Spanier hingegen, die bis zum Viertelfinale kein Gegentor kassierten, verteidigten stattdessen gewohnt konsequent - und mauserten sich durch ihre Unterschiedsspieler Dani Olmo und Lamine Yamal immer wieder zu gefährlichen Chancen.

Ereignisarmer Start

Spanien startete die Partie zunächst ohne Veränderungen im Vergleich zum Spiel gegen Norwegen an. Die Franzosen tauschten Adrien Tchouameni für Manu Koné, auf dem linken Flügel rotierte Bradley Barcola für Desiré Doué in die Partie. Beiden Teams ging es zunächst darum, rasch in gewohnte Abläufe zu kommen - und genauso startete die Partie.

Mbappe und Dembele jubeln

Im Schatten von Kylian Mbappé treffen auch andere Stars in der Offensive der Franzosen.

10.07.2026 | 0:15 min

Bei Ballbesitz versuchten die Franzosen, über ihre schnellen Außenspieler nach vorne zu verschieben. Die Spanier hingegen bauten in ihrer 4-4-2-Formation in Ruhe über das Zentrum auf. Eine erste zählbare Aktion gab es in der achten Minute: Einen Freistoß vom halbrechten Strafraum schoss Alex Baena allerdings direkt in die Mauer, auch Yamals anschließende Flanke blieb ohne Abnehmer.

Unstrittiger Strafstoß führt zur spanischen Führung

Bis zur 20. Minute: Eine Flanke von Marc Cucurella fand Yamal im Strafraum der Franzosen, der versuchte, den Ball mit dem Oberkörper mitzunehmen. Der französische Linksverteidiger Lucas Digne hingegen hatte andere Pläne - und trat den Spanier kompromisslos an den Oberschenkel. Den anschließenden Strafstoß schoss Oyarzabal rechts halbhoch in die Ecke - Mike Maignan blieb ohne Chance.

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Im WM-Halbfinale trifft zuerst Frankreich auf Spanien. Die ZDF-Korrespondenten Anne Arend und Isabel de la Vega berichten aus beiden Ländern.

14.07.2026 | 1:52 min

Auch sonst zeichnete sich in der ersten halben Stunde ab: Die spanische Defensive hatte die französische Offensive im Griff - die war bis dahin nahezu abgemeldet. Bis auf Konterversuche über Ousmane Dembéle oder Kylian Mbappé gingen die Läufe zunächst ins Leere. In der 36. Minute kam Barcola nach einem Dribbling am Strafraumrand zum Schuss, der Ball flog allerdings ein paar Meter über das Tor.

Die spanische Offensive mauserte sich zunehmend zu zählbareren Chancen. Nach einem Fehlpass Maignans und einer beeindruckenden Kombination durch einen Hackenpass von Olmo auf Yamal fand der wiederum Fabian im Zentrum. Der kam allerdings einen Schritt zu spät an und bekam den Ball mit seinem linken Außenrist nicht mehr verwertet (38. Minute).

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14.07.2026 | 12:16 min

Frankreich schläft, Pedro Porro erhöht

Nach Wiederanpfiff liefen die Franzosen höher an. Zu Chancen kam die französische Offensive zunächst dennoch nicht. Im Gegensatz zu den Spaniern: In der 58. Minute spielte sich Pedro Porro per Doppelpass mit Dani Olmo am halbrechten Strafraumrand frei vor Maignan. Dort verkürzte er erst - und schloss dann kompromisslos zu seinem zweiten Turniertreffer ab. Die französische Defensive agierte schläfrig.

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14.07.2026 | 2:01 min

Dafür versuchte es die Offensive: Aus der Drehung schloss Mbappé aus relativ zentral aus knapp 20 Metern ab. Sein Versuch rauschte nur Zentimeter an Unai Simons Gehäuse vorbei (67.). Auch der mittlerweile eingewechselte Desiré Doué versuchte sich nach einem Dribbling im spanischen Strafraum mit einem Abschluss, der allerdings geblockt wurde.

Frankreich drängte auf Anschlusstreffer

Mit der Schlussphase kontrollierten die Spanier das Spiel. Bis die Franzosen doch noch zu einer großen Chance auf den Anschlusstreffer kamen: In der 81. Minute eilte Unai Simon nach einem langen Pass aus dem Tor. Seinen Klärungsversuch köpfte der spanische Keeper allerdings direkt in die Beine von Doué, der mit seinem Abschluss auf das leere Tor zu lange wartete. Dessen Distanzschuss klärte Simon selbst.

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Doch zum erhofften Anschlusstreffer kam es nicht mehr. Nach einer offensiv zu dürftigen Vorstellung scheiterte Frankreich verdient an Spanien, das über das Spiel hinweg deutlich abgezockter agierte als zuletzt gegen Belgien.

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