Smart Locks im Check: Worauf es beim Smarten Türschloss ankommt

Smart Lock: Kein Schlüssel, kein Stress?:Smarte Türschlösser: Welches System wofür geeignet ist

von Hannah Koch

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Per PIN, Chip oder Fingerabdruck Türen öffnen: Smarte Türschlösser sollen den Alltag erleichtern. Doch wie praktisch sind sie wirklich und wo stoßen sie an ihre Grenzen?

Verschiedene Varianten smarter Türschlösser nebeneinander.

Smarte Türschlösser versprechen mehr Komfort im Alltag. Welche Technik den Praxis-Check besteht und worauf es bei Sicherheit und Einbau ankommt. Die Varianten mit PIN, Chip und Fingerabdruck im Check.

21.07.2026 | 6:16 min

Nie wieder den Schlüssel verlieren - das ist nur einer der Gründe, warum smarte Türschlösser als Alternative zu herkömmlichen Schlössern interessant sein können. Besonders im Alltag spielen Smart Locks ihre Stärken in vielen Situationen aus: Kinder kommen selbstständig ins Haus, ohne an den Schlüssel denken zu müssen, Vermieter zum Beispiel können Feriengästen aus der Ferne Zutritt gewähren oder autorisierte Pflegekräfte erhalten unkompliziert Zugang zu Wohnungen, in denen ihr Einsatz gefragt ist. Das Angebot ist groß, doch nicht alles, was smart klingt, ist im Alltag praktisch oder erhöht gar die Sicherheit.

Nicht jede Tür passt zu jedem Schloss

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Smart Locks. Bei Nachrüstsystemen wird ein Motor auf der Innenseite der Tür am vorhandenen Schließzylinder angebracht. Er dreht den innen steckenden Schlüssel und übernimmt das Ver- und Entriegeln. Von außen bleibt die Tür in der Regel unverändert. Wichtig ist ein Schließzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion. Nur so kann die Tür trotz des innen steckenden Schlüssels weiterhin von außen mit einem zweiten Schlüssel geöffnet werden, etwa wenn der Akku des Smart Locks leer ist.

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Andere Systeme ersetzen den regulären Profilzylinder durch einen elektronischen Zylinder. Mieter dürfen das Schloss in der Wohnungstür grundsätzlich austauschen, sollten das Original aber aufbewahren und beim Auszug wieder einsetzen. Gehört die Tür zu einer zentralen Schließanlage oder sind Bohrungen nötig, sollte vorher der Vermieter oder die Hausverwaltung einbezogen werden.

Schlosstyp und Türdicke entscheiden darüber, welches Modell infrage kommt. Viele Hersteller bieten Online-Checks an. Bei Unsicherheit hilft die Prüfung durch einen Fachbetrieb.

Chip, PIN oder Fingerabdruck?

Fingerabdrucksensoren sind bequem, stoßen im Alltag aber mitunter an Grenzen: Schmutz, Nässe oder kleine Verletzungen können die Erkennung erschweren. Bei älteren Menschen sind die Linien der Fingerkuppen teils weniger deutlich ausgeprägt, sodass der Sensor den Fingerabdruck nicht immer zuverlässig erfasst.

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PIN-Codes lassen sich leicht mit anderen teilen - das ist praktisch, etwa wenn Handwerker ins Haus müssen. Allerdings bergen PIN-Codes auch ein Sicherheitsrisiko, da die Eingabe zum Beispiel beobachtet werden kann. Zudem kann ein bekannt gewordener Zahlencode ohne Wissen der Bewohner weitergegeben werden. Ein Sicherheitsrisiko, wenn er zwischenzeitlich nicht geändert wurde.

Eine weitere Möglichkeit ist ein elektronischer Chip oder Transponder, der zum Öffnen an das Schloss gehalten wird. Geht er verloren, lässt sich seine Zugangsberechtigung sperren, ohne dass das Schloss ausgetauscht werden muss. Viele Smart Locks können zusätzlich per Smartphone oder Smartwatch bedient werden. Automatisches Entriegeln bei Annäherung oder Fernzugriff gibt es nur bei entsprechend ausgestatteten Modellen.

Komfort ist nicht gleich Sicherheit

Ein Smart Lock macht das Auf- und Abschließen der Tür bequemer, aber nicht automatisch sicherer. Der Einbruchschutz hängt weiterhin vor allem von der Qualität des Schließzylinders sowie von Tür, Beschlägen und Rahmen ab. Wird das Schloss für Fernzugriff oder Smarthome-Funktionen mit dem Internet verbunden, kommt die digitale Sicherheit hinzu. Dann sollten die Software des Smart Locks regelmäßig aktualisiert, der Router abgesichert und ein starkes, nur für diesen Dienst verwendetes Passwort gewählt werden.

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Beim Kauf lohnt ein Blick auf Zertifizierungen: VdS-Siegel (Siegel für Brand- und Einbruchschutz) oder SKG-Sterne (Sicherheitszertifizierung für Schließzylinder) kennzeichnen eine unabhängige Prüfung auf Einbruchhemmung und Manipulationssicherheit. Über die Sicherheit einer App oder Cloud-Verbindung sagen solche mechanischen Prüfzeichen allein jedoch nichts aus.

Die Preisspanne der smarten Schlösser ist breit gefächert: Die Kosten liegen grob zwischen 80 und 400 Euro. Zubehör wie beispielsweise zusätzliche Chips sowie die Montage erhöhen die Gesamtkosten.

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Über dieses Thema berichtete das ZDF in der Sendung "Volle Kanne" am 21.07.2026 ab 09:05 Uhr.

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