Veggie-Kompromiss der EU: Minister Rainer ist nur halb zufrieden

Doch vegetarische Wurst und Schnitzel:Veggie-Kompromiss der EU: Minister Rainer nur halb zufrieden

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Monatelang wurde in der EU über die Bezeichnung von Fleischersatzprodukten gestritten. Der gerade getroffene Kompromiss sei gut, so Ernährungsminister Rainer, aber nicht nur.

Das EU-Parlament debattiert diese Woche ueber Bezeichnungen von Fleischersatzprodukten wie "Veggie-Burger" und "Veggie-Wurst"

Die EU hat sich auf einen Kompromiss geeinigt: Die Bezeichnungen "Veggie-Wurst" und "Veggie-Burger" dürfen bleiben, andere spezifischere Begriffe nicht.

05.03.2026 | 0:30 min

Bundesernährungsminister Alois Rainer sieht in dem auf EU-Ebene erzielten Kompromiss zur Bezeichnung vegetarischer Produkte Licht und Schatten. Der Deutschen Presse-Agentur sagte der CSU-Politiker:

Es ist gut, dass das Veggie-Schnitzel-Verbot vom Tisch ist.

Alois Rainer, Bundesernährungsminister (CSU)

"Die Verbraucher sind schlau und mündig. Sie wissen längst, dass im Veggie-Schnitzel kein Fleisch ist", ergänzte er.

Veganer Grillabend

Im Herbst hat das EU-Parlament Bezeichnungen wie Veggie-Burger verboten. Verbraucherschützer bestreiten, dass Begriffe wie "Wurst" oder "Schnitzel" Verbraucher verwirren.

07.10.2025 | 1:42 min

Rainer: Trotz Veggie-Kompromiss Mehraufwand für Branche

Rainer äußerte sich zugleich kritisch dazu, dass es eine ebenfalls vorgesehene Liste mit Begriffen gebe, die künftig Fleischprodukten vorbehalten sind. "Wir hätten uns gewünscht, dass diesbezüglich gar keine Neuregelung kommt", sagte der Minister.

Der Kompromiss bedeutet für die Branche unnötigen Mehraufwand.

Alois Rainer, Bundesernährungsminister (CSU)

Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments hatten sich kürzlich darauf verständigt, dass Namen wie "Veggie-Burger" und "Tofu-Wurst" nicht von den Speisekarten verschwinden müssen, wie es europäische Abgeordnete im vergangenen Jahr zunächst ins Spiel gebracht hatten.

Fleischersatzprodukte

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EU-Einigung: "Tofu-Rippchen" und "Veggie-Hähnchen" künftig tabu

Andere vegetarische Produkte sollen demnach aber künftig nicht mehr etwa als "Veggie-Hühnchen" oder "Tofu-Rippchen" beworben werden dürfen. Tabu sein sollen laut Vertretern des EU-Parlaments Bezeichnungen, die sich auf Tier- oder Fleischarten und einzelne Teilstücke ("Cuts") beziehen: zum Beispiel Geflügel, Rindfleisch, Rippchen, Schulter, Kotelett oder Speck.

Minister Rainer hatte sich bereits im vergangenen Jahr klar gegen ein "Veggie-Burger"-Verbot ausgesprochen. Der CSU-Politiker bekräftigte nun: "Für die Unternehmen wäre der bürokratische Aufwand für die Umstellung immens gewesen. Ich habe von Anfang an gesagt, so eine Entscheidung hätte man vor zehn Jahren treffen müssen."

Quelle: dpa
Über den Namensstreit für vegetarische Fleischersatzprodukte berichtete unter anderem die ZDFheute Xpress am 05.03.2026 um 21:13 Uhr.

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