Merz Instagram-Post zum WM-Aus war eine Panne

"Wir sind stolz auf euch":Merz' Instagram-Post zum WM-Aus war eine Panne

Dominik Rzepka

von Dominik Rzepka

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"Wir sind stolz auf euch", schrieb Kanzler Merz direkt nach dem deutschen WM-Aus in den sozialen Medien und erntete dafür Spott. Nun steht fest: Der Post ging versehentlich online.

Friedrich Merz

Bundeskanzler Friedrich Merz erntete für einen Post nach dem Ausscheiden der DFB-Elf Spott (Archivbild).


Der Post von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach dem deutschen WM-Aus war eine Panne. Das hat das Bundespresseamt, das die Social Media-Kanäle des Kanzlers etwa auf X oder Instagram betreut, am Mittwoch eingeräumt.

Der stellvertretende Regierungssprecher, Sebastian Hille, sagte:

Der Tweet ist Ergebnis einer Kommunikationspanne.

Sebastian Hille, stellvertretender Regierungssprecher

Aus Regierungskreisen heißt es, dass man Social-Media-Inhalte vorbereitet habe und schließlich zur falschen Zeit ein falscher Post versendet worden sei. Es ist üblich, dass mehrere derartige Posts vorproduziert werden: Sowohl für den Fall, dass Deutschland gegen Paraguay gewinnt, als auch für den Fall einer Niederlage.

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Warum Merz' Post so daneben lag

Der Account @bundeskanzler hatte dann einen Post abgesetzt, der unpassend getextet war. "Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel", schrieb der Kanzler bei X und Instagram. Und weiter:

Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.

Freidrich Merz, Bundeskanzler

Das Problem ist aber: Der tatsächliche Spielverlauf gibt diese Einschätzung nicht wieder. Schließlich war die Leistung des deutschen Teams mit drei verschossenen Elfmetern so schlecht, dass Stolz eine zu positive Reaktion wäre.

Merz' Sprecher sagte jetzt, auch der Kanzler sei enttäuscht gewesen und hätte sich mehr erhofft. Ziel sei es gewesen, in der Niederlage Trost zu spenden und für Zusammenhalt zu werben.

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Kanzler hatte einen zweiten Post veröffentlicht

Die Politikwissenschaftlerin Andrea Römmele hatte den Post kritisiert. "Hier gilt wie in der Politik: Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar", sagte sie ZDFheute. Kritik äußerte sie auch an der wiederholt unglücklichen Kommunikation des Kanzlers.

Dieser hatte dann nach massiver Kritik - auch in den Kommentarspalten - einen weiteren Post abgesetzt und indirekt auf die Kritik reagiert. "In der Niederlage stehen wir zusammen", so Merz.

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Wer für Merz' Accounts verantwortlich ist

Verantwortlich für die Social Media-Arbeit des Bundeskanzlers ist Regierungssprecher Stefan Kornelius, er leitet das Bundespresseamt. Zu seinen Aufgaben gehört auch, Pressekonferenzen des Kanzlers zu leiten und Interviews zu autorisieren.

Ende April hatte der Spiegel ein viel beachtetes Interview mit Merz mit der Überschrift "Kein Bundeskanzler vor mir hat so etwas ertragen müssen" veröffentlicht. Merz bezog sich dabei auf persönliche Anfeindungen und Kritik an ihm in den sozialen Netzwerken.

Über die Fußball-WM berichtet das ZDF seit dem 01.06.2026 täglich in verschiedenen Sendungen.

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