Sie hat "Angst vor diesen Leuten":SPD-Politiker Müller hält Linke Elif Eralp für erpressbar
von Dominik Rzepka
Die mögliche neue Regierende Bürgermeisterin in Berlin, Elif Eralp, hat offenbar Angst vor Terrorsympathisanten. Nach Ansicht von Michael Müller (SPD) könnte sie erpressbar sein.
Die Debatte über eine mögliche Koalition in Berlin beschäftigt Grüne und SPD. Einzelne Parteimitglieder sprechen sich gegen eine Zusammenarbeit mit der Linken aus.
25.10.2026 | 4:25 minBerichte über die mögliche neue Regierende Bürgermeisterin in Berlin Elif Eralp (Linke) könnten Konsequenzen für eine mögliche rot-grün-rote Koalition in der Hauptstadt haben. Das sagt der ehemalige Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) dem Fernsehsender Phoenix.
Müller bezog sich auf einen Bericht des "Spiegels", wonach Eralp intern eingeräumt haben soll, Angst vor Terrorsympathisanten mit Kontakten zur Hamas zu haben.
Das würde bedeuten, dass die Regierende Bürgermeisterin erpressbar ist. Das muss man so klar sagen.
Michael Müler (SPD)
Sofern der Bericht stimme, gebe es "erheblichen Klärungsbedarf und eine erneute große Hürde auf dem Weg zu einer Koalition mit dieser Partei", so Müller.
Michael Müller (SPD) im Interview mit phoenix
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Eralp hat "Angst vor diesen Leuten"
Eralp hatte in einer Nachricht an den Spiegel geschrieben, sie und ihr Mann hätten "Angst vor diesen Leuten" und damit offenbar propalästinensische Terrorsympathisanten mit Kontakten zur Hamas gemeint.
Das geht aus internen Anmerkungen zu einem Interview hervor, das das Magazin am Montag mit ihr geführt hat. Das Dokument wurde offenbar versehentlich samt der Kommentare von Eralps Büro an den "Spiegel" geschickt. Eine Autorisierung eines schriftlichen Interviews ist in Deutschland nicht unüblich.
Innenminister Alexander Dobrindt will Vergesellschaftungen, wie sie die Linke plant, deutlich erschweren. „Ich gehe klar davon aus, dass das verfassungswidrig ist“, so Elif Eralp (Linke).
26.10.2026 | 5:07 minSo reagiert Eralp auf den Bericht
Der Spiegel sprach in dem Interview nach eigenen Angaben auch das Thema Organisierte Kriminalität (OK) an. In den Anmerkungen, die Eralps Büro offenbar unbeabsichtigt zurückschickte, heißt es dazu:
"Das LKA hat damals gesagt, sie empfehlen, nie konkrete Namen zu nennen. Damals ging es um OK. Jetzt geht's um Leute mit Kontakten zur Hamas. Ich kann mich und meine Familie für den SPIEGEL nicht in Gefahr bringen. Was machen wir jetzt? Das ganze Interview stornieren?"
In einer ersten Reaktion sagte Eralp am Rand der konstituierenden Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses, dass es völlig normal und selbstverständlich sei, sich Sorgen um die eigene Familie zu machen.
Ich werde mich von niemandem einschüchtern lassen.
Elif Eralp, Linke
Mehrere Bundestagsabgeordnete lehnen eine Berliner Koalition mit der Linken ab. SPD-Innenpolitiker Sebastian Fiedler meint: „Solange diese strukturellen Antisemitismus-Themen nicht vom Tisch sind, kann die SPD keine Koalition eingehen.“
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Der Berliner SPD-Vorsitzende Steffen Krach zeigte sich in einer ersten Reaktion durch den Bericht erschüttert. "Es zeigt, dass wir ein ernsthaftes Problem mit organisierter Kriminalität in dieser Stadt haben", so Krach.
Scharfe Kritik kommt von Stefan Evers, dem kommissarischen Chef der Berliner CDU. Er forderte Grüne und SPD auf, die Verhandlungen mit der Linken zu beenden. Sie müssten "endlich die Notbremse ziehen", sagte Evers dem Spiegel.
Wie soll Elif Eralp als Regierende Bürgermeisterin die Sicherheit von Millionen Menschen gewährleisten, wenn sie selbst Angst vor dem islamistischen Umfeld ihrer Partei hat?
Stefan Evers (CDU)
Evers sagte, er sei bereit, eine Koalition mit Grünen und SPD zu bilden. Die Hand der CDU bleibe ausgestreckt. Neben Rot-Grün-Rot hätte in Berlin auch eine sogenannte Kenia-Koalition aus CDU, Grünen und SPD eine rechnerische Mehrheit.
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