Jahrestag des Hamas-Überfalls: Berlin gedenkt der Opfer

Gedenkfeier in Berlin:Dobrindt zum 7. Oktober: "Der Schmerz bleibt für immer"

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Drei Jahre nach dem Hamas-Überfall auf Israel hat Innenminister Dobrindt bei einer Gedenkfeier in Berlin der Opfer gedacht. Die Folgen des Angriffs seien bis heute spürbar.

Eine Frau umarmt eine Gedenktafel eines Opfers der Hamas.

Heute jährt sich das Massaker der Hamas in israelischen Kibbuzim zum dritten Mal. Die Trauer sitzt immer noch tief. Eine umfassende Untersuchung der Ereignisse hat bis heute nicht stattgefunden.

07.10.2026 | 3:25 min

Eine zentrale Gedenkfeier in Berlin hat unter dem Motto "Nie vergessen. Niemals schweigen" der Opfer des Hamas-Überfalls auf Israel am 7. Oktober 2023 gedacht. "Der 7. Oktober war ein Genozid an Juden und Israelis", sagte der israelische Botschafter Ron Prosor anlässlich des dritten Jahrestags am Mittwoch auf dem gut besuchten Bebelplatz im Herzen Berlins. Von dem Überfall sei jeder in Israel direkt betroffen gewesen.

Jeder in Israel kennt jemanden, der verschleppt oder ermordet wurde.

Ron Prosor, israelischer Botschafter

Der Angriff habe Auswirkungen bis nach Deutschland. In Berlin würden Juden auf der Straße, in der Universität oder der U-Bahn angegriffen. "Wir haben genug Sonntagsreden über tote Juden gehört. Jetzt braucht es Taten - eine Offensive gegen Antisemitismus", so Prosor.

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Prosor: "Antisemiten dürfen nie wieder in Parlamente einziehen"

Dabei spielte er auch indirekt auf die kürzlichen Wahlerfolge der AfD in Sachsen-Anhalt und der Linken in Berlin an: "Eine Brandmauer gegen Antisemitismus steht entweder gegen alle Seiten oder ist eine wertlose Kulisse. Antisemiten dürfen nie wieder in Parlamente einziehen, egal ob links oder rechts." Viele jüdische Einrichtungen stünden unter dem Schutz der Polizei.

Aber Polizeischutz ist die letzte Verteidigungslinie, und nicht die Normalität.

Ron Prosor, israelischer Botschafter

Dobrindt: "Deutschland steht an der Seite Israels"

Auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) gedachte der Opfer. "Der 7. Oktober hat tiefe Wunden in unseren Herzen geschaffen. Ich habe die grausamen Bilder des Terrors im Kopf. Und ich spüre, dass der Schmerz für immer bleiben wird", sagte er. "Deutschland steht fest und unerschütterlich an der Seite Israels." Jeder Politiker in Deutschland habe die Verantwortung, dass Antisemitismus bekämpft werde. "Antisemiten dürfen nie wieder an die Macht kommen."

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hält nach dem Abschluss eines Abkommens zwischen den USA und dem Iran in Jerusalem eine Pressekonferenz ab

Israels Regierungschef soll vor dem Terror-Angriff am 7. Oktober 2023 gewarnt worden sein und habe nichts unternommen - berichtet eine Tageszeitung. Netanjahu will sie verklagen.

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Dobrindt habe 2023 ein stark von dem Terror der Hamas betroffenes Gebiet in Israel besucht. "Ich spüre noch heute, wie das mein Herz verletzt hat", sagte er. Auch habe Dobrindt die Bilder der Bodycams der Terroristen sehen können:

Ich wache heute noch davon auf.

Alexander Dobrindt (CSU), Bundesinnenminister

Antisemitismus sei ein abscheuliches Gift, "das auch Teile unserer Gesellschaft zu vergiften droht", sagte er weiter. "Jeder einzelne antisemitische Vorfall ist ein weiteres Zeichen, offensiv Partei zu ergreifen."

Rund 1.700 Menschen versammelten sich auf dem Bebelplatz

Nach Angaben der Polizei versammelten sich zum Auftakt rund 1.700 Menschen auf dem Bebelplatz an der Humboldt-Universität.

Am Abend stehen in der Hauptstadt weitere Gedenkfeiern auf dem Programm. So findet in der Gedächtniskirche ein interreligiöser Gottesdienst mit dem katholischen Berliner Erzbischof Heiner Koch, seinem evangelischen Amtskollegen Christian Stäblein und dem Rabbiner Andreas Nachama statt.

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Nach einem gewaltsamen Vorfall im Cockpit eines Flydubai-Flugs auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv geht die israelische Regierung von einem versuchten Terroranschlag aus.

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Quelle: KNA, dpa
Über das Thema berichtete das ZDF in verschiedenen Sendungen, zuletzt in "heute in Europa" am 07.10.2026 ab 16 Uhr.

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