Neue E-Auto-Förderung: Zwischen 1.500 und 6.000 Euro

Zwischen 1.500 und 6.000 Euro:Wie die neue E-Auto-Förderung aussieht

Jan Henrich

von Jan Henrich

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2023 wurde sie abrupt beendet, nun soll die Förderung von E-Auto-Käufen neu aufgesetzt werden. Wie es dazu kam und wer die Prämie bekommen soll.

Carsten Schneider, Bundesminister für Umwelt, vor einem Pult und stellt Details zu der neuen Elektroauto-Kaufprämie vor.

Die Bundesregierung fördert ab diesem Jahr den Kauf von E-Autos und Plug-in-Hybride. Käufer von Neuwagen können einen Zuschuss von 1500 bis 6000 Euro bekommen.

19.01.2026 | 1:36 min

Eigentlich sollten die Details bereits am vergangenen Freitag vorgestellt werden, doch kurz vor der geplanten Pressekonferenz wurde der Termin verschoben. Es gebe noch Gesprächsbedarf, hieß es. Der scheint nun ausgeräumt. Umweltminister Carsten Schneider (SPD) hat die Eckpunkte heute vorgestellt. Die E-Auto-Förderung wird wieder ins Leben gerufen, rückwirkend für Neuzulassungen ab dem 1. Januar 2026.

Es sei ein Programm für die Umwelt, für die Automobilindustrie und für Familien, so Schneider. Wie viel Käufer bekommen können, hängt unter anderem vom Einkommen und dem Fahrzeugtyp ab. Ein Überblick.

Förderung liegt zwischen 1.500 und 6.000 Euro

Konkret sehen die Eckpunkte eine Prämie bei Kauf und Leasing sowohl von Elektroautos als auch von bestimmten Plug-in-Hybriden vor. Dabei kann mit einer Förderung von 1.500 bis 6.000 Euro gerechnet werden. Die sei abhängig vom Einkommen und auch von der Anzahl der Kinder. Für Batteriefahrzeuge soll es mehr Zuschuss geben als für Plug-in-Hybride.




Haushalte, die mehr als 80.000 Euro Einkommen haben, sollen nicht in den Genuss einer Förderung kommen, sagte Schneider. Die Einkommensgrenze kann sich bei Haushalten mit Kindern aber nochmal erhöhen.

Programm reicht für 800.000 Fahrzeuge in den nächsten drei bis vier Jahren

Insgesamt umfasst das Programm ein Gesamtvolumen von drei Milliarden Euro. Damit würden die Mittel für eine Förderung von insgesamt 800.000 Fahrzeugen ausreichen, so Schneider bei der Vorstellung der Eckpunkte.

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Ab Mai soll ein Online-Portal freigeschaltet werden, bei dem Anträge eingereicht werden können. Bis zu einem Jahr nach Zulassung des Fahrzeugs soll das möglich sein. Die Mindesthaltedauer für die Fahrzeuge beträgt dann 36 Monate.

Mit ihren Rahmenbedingungen unterscheidet sich die Neuauflage der E-Auto-Förderung von ihrem bereits 2016 aufgesetzten Vorgängerprogramm, das sich noch am Listenpreis der Fahrzeuge orientiert hatte. Den "Umweltbonus" musste der damalige Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) Ende 2023 aufgrund von Haushaltslöchern nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts überraschend einstampfen.

Schneider: Ausgestaltung ein Gesamtkompromiss

Abstimmungsbedarf gab es zuletzt noch bei der Frage, welche Plug-in-Hybride in das Programm einbezogen werden. Ursprünglich wollte die SPD keine Fahrzeuge mit Hybridantrieb fördern, dafür aber auch den Kauf von gebrauchten Elektroautos. Zeitweise war auch im Gespräch, ob nur Fahrzeuge bis zu einem maximalen Kaufpreis von 45.000 Euro gefördert werden. Die SPD hatte in ihrem Regierungsprogramm zudem gefordert, die Förderung als Steuerbonus auszugestalten.

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Grundsätzlich hatte insbesondere die SPD auf die Neuauflage der Förderung gedrängt. In vielen Detailfragen scheint sich am Ende allerdings der Koalitionspartner durchgesetzt zu haben. Es sei ein Gesamtkompromiss und die gesamte Bundesregierung stehe nun auch dahinter, so Schneider am Montag.

Förderung nicht für Gebrauchtwagen - Verbände sehen "verschenkte Chance"

Zweifel, wie nachhaltig und wirksam die neu aufgesetzte Förderung sein wird, kommt ausgerechnet von den Automobilherstellern selbst. Vor allem der Umstand, dass Gebrauchtwagen nicht eingeschlossen sind, sorgt für Kritik. Die äußerte der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK). Deren Präsidentin hält das Programm zwar grundsätzlich für ein positives Signal, die Ausgestaltung allerdings für eine "verschenkte Chance".

Auch ein gebrauchtes E-Auto ersetzt in der Regel einen Verbrenner und unterstützt damit die Klimaziele der Bundesregierung.

Imelda Labbé, VDIK-Präsidentin

Auch aus Sicht des Verbands der Automobilindustrie sollten Gebrauchtwagen (VDA) berücksichtigt werden. Der VDA empfiehlt, den "Fehler" bei der Evaluation des Förderprogramms im Jahr 2027 zu beheben. Damit die Förderung eine nachhaltige Wirkung habe, seien aus Sicht des Verbandes allerdings auch noch weitere Faktoren entscheidend, beispielsweise die Verfügbarkeit der Ladeinfrastruktur.

Über dieses Thema berichtete heute am 19.01.2026 ab 17 Uhr und heute - in Deutschland am 19.01.2026 ab 14 Uhr.

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