Angaben aus Regierungskreisen:Bundesregierung sieht Russland hinter Signal-Hack
Hinter dem Cyberangriff auf Nutzer des Messengerdienstes Signal soll Russland stehen. Davon ist die Bundesregierung nach Angaben aus Regierungskreisen überzeugt.
Signal ist für sicherheitsrelevante Kommunikation unter Politikern beliebt.
Quelle: ImagoDie Bundesregierung sieht Russland als mutmaßlichen Drahtzieher hinter den Angriffen auf Nutzer des Messengerdienstes Signal. Das verlautete am Samstag aus Regierungskreisen. Demnach kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Nutzer betroffen sind. Die Sicherheitsbehörden hätten die Betroffenen der sogenannten Phishing-Attacke inzwischen informiert, der Datenabfluss von den betroffenen Geräten sei gestoppt worden, hieß es weiter.
Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe ermittelt bereits seit Februar, als deutsche Sicherheitsbehörden erstmals öffentlich vor den Angriffen gewarnt hatten. Es gehe um den Anfangsverdacht der Spionage, so eine Sprecherin.
Phishing-Attacken auf Signal sollen mehrere Bundes-Politiker treffen, unter anderem Bundestagspräsidentin Klöckner. Behörden ermitteln wegen Spionage. Ein IT-Experte analysiert bei ZDFheute live.
24.04.2026 | 8:19 minAuch Bundesminister betroffen
Betroffen sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einzelne Kabinettsmitglieder. Offiziell äußert sich die Regierung bislang nicht zu konkreten Fällen. Laut Recherchen des "Spiegel" gehören Bauministerin Verena Hubertz (SPD) und Familienministerin Karin Prien (CDU) zu den Opfern der Kampagne, die sich unter anderem in Deutschland gegen Politiker, Journalisten und Militärs richtet.
Der für sicherheitsrelevante Themen zuständige Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) zählt dem Vernehmen nach nicht zu denjenigen, auf deren Chats und Daten die Angreifer zugreifen konnten.
Beim Thema Sicherheit geht es immer häufiger um Cyber-Kriminalität, wie Bankdaten-Klau und Hacker-Angriffe. Was das genau heißt, zeigt der Lagebericht des zuständigen Bundesamtes.
11.11.2025 | 1:41 minMutmaßlich hohe Dunkelziffer an Betroffenen
In den vergangenen Tagen hatten zudem mehrere Bundestagsfraktionen geäußert, dass einige ihrer Abgeordneten betroffen seien. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.
Auch in Großbritannien und den Niederlanden sind seit Winter 2025 entsprechende Angriffe via Signal festgestellt worden. Ausländische Regierungen und Sicherheitsdienste hatten schon vor Tagen Russland hinter der Kampagne vermutet.
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