Warnstreiks im ÖPNV: Das müssen Sie wissen

Verdi-Aufruf für Freitag und Samstag:Warnstreiks im ÖPNV: Das müssen Sie wissen

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Am Freitag und Samstag stehen Busse und Straßenbahnen vielerorts still. Verdi hat im ÖPNV wieder zu Warnstreiks aufgerufen. Was das konkret bedeutet - ein Überblick.

Fahnen der Gewerkschaft «Verdi» sind an den Schranken zum VGF-Betriebshof Gutleut angebracht. Im Hintergrund trägt eine historische Straßenbahn das Banner der Gewerkschaft «Komba».

Am Freitag und teils auch am Samstag will die Gewerkschaft Verdi den öffentlichen Personennahverkehr bundesweit lahmlegen.

24.02.2026 | 0:41 min

Die Gewerkschaft Verdi hat für Ende der Woche zu Warnstreiks aufgerufen. In den meisten Regionen will sie am Freitag und auch Samstag den Bus- und Bahnverkehr zum Erliegen bringen. Vor allem am Freitag dürfte das viele Menschen im morgendlichen Berufsverkehr treffen, auch mancher Wochenendausflug muss umgeplant werden. Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Von wann bis wann wird gestreikt? 

Die Warnstreiks beginnen in der Regel am Freitag in den frühen Morgenstunden und enden in der Nacht auf Sonntag. Die genauen Uhrzeiten variieren je nach Betriebsbeginn und Betriebsende der jeweiligen Verkehrsunternehmen. 

In manchen Regionen wird bereits am Donnerstag die Arbeit niedergelegt, auch am Sonntag könnten noch einige Nahverkehrsunternehmen von Arbeitsniederlegungen betroffen sein. So wird zum Beispiel in Bremen bis in die Nacht auf Montag gestreikt, in Mecklenburg-Vorpommern dagegen nur am Freitag, in einem Landkreis in Sachsen-Anhalt wiederum von Donnerstag bis einschließlich Sonntag. 

In jedem Fall lohnt sich vor der Fahrt ein Blick auf die Webseiten und Auskunftsmedien der Nahverkehrsunternehmen. 

Ist auch die Deutsche Bahn von den Streiks betroffen?

Zum Warnstreik aufgerufen sind die Beschäftigten von Nahverkehrsunternehmen - das sind in der Regel die Betreiber von Bussen, Tram- und U-Bahnen. 

Von den Warnstreiks nicht betroffen ist die Deutsche Bahn. Regionalzüge, der Fernverkehr und vor allem auch die S-Bahnen sollten am Freitag und Samstag also wie gewohnt fahren. 

11.02.2026, Brandenburg, Potsdam: Frank Werneke, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft verdi, spricht während einer Demonstration Am Luftschiffhafen vor Beginn der Dritten Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder im nahegelegenen Kongress-Hotel am Templiner See.

Im Tarifstreit im Öffentlichen Dienst der Länder startet die dritte Verhandlungsrunde. Vor dem Gebäude in Potsdam haben sich Gewerkschafter versammelt, um Druck zu machen.

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Noch offen ist laut Verdi, ob in Baden-Württemberg und den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein gestreikt wird. Dazu sollen noch kurzfristig Entscheidungen getroffen werden. Der Nahverkehr in Niedersachsen wird sicher nicht bestreikt, dort gilt noch bis Ende März eine sogenannte Friedenspflicht, da der laufende Tarifvertrag nicht rechtzeitig gekündigt wurde.

Insgesamt betrifft die Tarifrunde laut Verdi bundesweit etwa 100.000 Beschäftigte. 

Welche Auswirkungen wird es geben?

In großen Teilen Deutschlands dürfte der öffentliche Nahverkehr nahezu komplett zum Erliegen kommen - so passierte es jedenfalls beim ÖPNV-Warnstreik am 2. Februar. An einigen Orten wird es voraussichtlich wieder Notfahrpläne geben mit dann entsprechend vollen Fahrzeugen. Dennoch sind Fahrten mit Bus und Bahn am Freitag und Samstag, sofern sie angeboten werden, eher nicht zu empfehlen. 

Verdi-Warnstreiks im Nahverkehr – Brandenburg

Ein Warnstreik hatte den Nahverkehr in vielen Regionen Deutschlands Anfang Februar zum Erliegen gebracht. Millionen Menschen waren betroffen. Verdi wollte damit den Druck im Tarifstreit erhöhen.

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Der Warnstreik Anfang Februar hatte entsprechend auch Auswirkungen auf den restlichen Verkehr, da viele Menschen zum Beispiel auf das Auto umstiegen. Laut ADAC war bundesweit ein leichter Anstieg bei Länge und Dauer der Staus zu erkennen.

Worum geht es in der Tarifrunde und wann ist mit einem Ende zu rechnen?

In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi vor allem deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt. 

Wann mit einem Ende der Tarifrunde und damit der Warnstreiks zu rechnen ist, ist aktuell völlig offen. Die Verhandlungen sind regional sehr unterschiedlich - sowohl mit Blick auf die Forderungen, als auch mit Blick auf den Verlauf. Auf der Zielgeraden schienen die Gespräche zuletzt aber nirgends zu sein.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 24.02.2026 um 13:17 Uhr.

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