Streiks an Unikliniken: Verdi fordert sieben Prozent mehr Lohn

Verdi fordert sieben Prozent mehr Lohn:Tarifkonflikt: Bundesweite Warnstreiks an Unikliniken

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Die Beschäftigten seien "stinksauer", sagt Verdi. Bundesweit sind Mitarbeitende von mehr als 20 Unikliniken in Streiks getreten. Die Gewerkschaft fordert sieben Prozent mehr Lohn.

Teilnehmer der Demonstration halten Ballons und tragen ein Banner.

Die Gewerkschaft Verdi ruft diese Woche zu Warnstreiks im Gesundheitswesen auf. Bundesweit sind 22 Unikliniken betroffen. Bis einschließlich Mittwoch kann es zu Einschränkungen kommen.

27.01.2026 | 0:25 min

Der Tarifkonflikt um den öffentlichen Dienst hat bundesweit Auswirkungen auf Patientinnen und Patienten von Unikliniken. Von Warnstreiks sind noch bis Mittwoch zahlreiche Häuser betroffen, wie ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi in Berlin sagte. Demnach sollten sich unter anderem die Mitarbeitenden von Unikliniken in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern beteiligen.

In vielen Städten gebe es Ausstände und Proteste. Betroffen seien alle 22 angekündigten Standorte. "An den betroffenen Kliniken ist mit deutlichen Einschränkungen zu rechnen, für eine Notfallversorgung ist jedoch gesorgt", erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. Es gälten entsprechende Notdienstvereinbarungen. Die Beschäftigten an den Unikliniken seien "stinksauer", fügte sie an.

Verdi ruft für Mittwoch zu Campus-Warnstreiktag auf

Die Beschäftigten aus den Universitätskliniken wollten den Druck im aktuellen Tarifstreit um den öffentlichen Dienst verstärken. Beispielsweise am Universitätsklinikum Jena gingen etwa 300 Beschäftigte in einen ganztägigen Warnstreik. Pflegekräfte, Labor- und Technikmitarbeiter und Beschäftigte weiterer Bereiche demonstrierten auf der Straße.

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06.08.2025 | 1:34 min

Für Mittwoch ruft die Gewerkschaft auch zu einem Campus-Warnstreiktag auf: In mehr als 60 Städten sollen Beschäftigte aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen für die Tarifforderungen demonstrieren, an mehr als 40 Standorten Warnstreiks stattfinden.

Warnstreiks an Unikliniken: Verdi fordert sieben Prozent mehr Lohn

In den Tarifverhandlungen um die Einkommen der Landesbeschäftigten haben die Gewerkschaften und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) seit Dezember keine erkennbare Annäherung erzielt.

In den Verhandlungen fordern Verdi und dbb sieben Prozent mehr Lohn, monatlich mindestens 300 Euro. Die Länderfinanzminister wiesen die Forderung als überhöht zurück. Sie legten bisher kein eigenes Angebot vor, sondern nur einen sogenannten Einigungskorridor. Dieser sieht im Wesentlichen einen Inflationsausgleich bei einer Laufzeit von 29 Monaten vor. Von den Gewerkschaften wurde der Vorschlag als inakzeptabel zurückgewiesen.

Mit weiteren Warnstreiks bis zur dritten Verhandlungsrunde vom 11. bis zum 13. Februar ist zu rechnen.

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Konkret verhandelt wird in der Tarifrunde für alle nicht verbeamteten Beschäftigten von 15 Ländern. Hessen schließt separate Vereinbarungen ab. Die Tarifabschlüsse werden später in der Regel auf die verbeamteten Länderbeschäftigten sowie Pensionäre übertragen. Laut Verdi wird in der Tarifrunde für insgesamt 2,2 Millionen Länderbeschäftigte verhandelt.

Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete heute Xpress am 27.01.2026 ab 13:01 Uhr.
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