Windenergie: Nordsee-Anrainer unterzeichnen Investitionspakt

Partnerschaft soll ausgebaut werden:Investitionspakt für Windenergie: Nordsee-Anrainer einig

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Der Ausbau der Windkraft in der Nordsee soll saubere Energie sichern und strategische Abhängigkeiten reduzieren. Das haben die Anrainerstaaten beim Nordsee-Gipfel vereinbart.

Bundeskanzler Friedrich Merz (2.v.r, CDU), Mette Frederiksen (2.v.l), Ministerpräsidentin von Dänemark, Lars Aagaard (l), Minister für Klima, Energie und Versorgung von Dänemark, und Frank Wetzel, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, stehen mit einer Vereinbarung zur «Bornholm Energy Island» beim Gipfeltreffen der Nordsee-Anrainerstaaten im Rathaus

Beim Nordseegipfel in Hamburg haben sich mehrere Anrainerstaaten auf den Ausbau von Windenergieanlagen vor den Küsten verständigt, auch Sicherheitsfragen spielten dabei eine Rolle.

26.01.2026 | 2:39 min

Die Nordsee-Anrainerstaaten haben mit der Offshore-Windindustrie und den Übertragungsnetzbetreibern einen Investitionspakt zum Ausbau der Windenergieproduktion in der Nordsee geschlossen.

Die von den Energieministern beim Nordsee-Gipfel in Hamburg unterzeichnete Vereinbarung sieht unter anderem vor, Offshore-Windenergieanlagen mit Stromanbindungen an mehrere Anrainerländer zu vernetzen.

Investitionspakt soll bezahlbare Offshore-Windenergie bringen

"Konkret haben sich die Nordsee-Staaten darauf geeinigt, bis zu 100 GW Erzeugungsleistung grenzüberschreitend zu vernetzen", erklärte das Bundeswirtschaftsministerium. Zugleich werde der Windenergie- und der Netzindustrie mit der Zusicherung weiterer kontinuierlicher Offshore-Windausschreibungen in der Nordsee über 2030 hinaus Planungs- und Investitionssicherheit gegeben.

ZDF-Korrespondentin Isabelle Schaefers über den Nordsee-Gipfel aus Hamburg.

Am Montag kommen Staats- und Regierungschefs sowie Energieminister in Hamburg zum Nordsee-Gipfel zusammen. Über die Vorhaben berichtet ZDF-Korrespondentin Isabelle Schaefers aus Hamburg.

26.01.2026 | 0:55 min

Im Gegenzug verpflichte sich die Branche, die sogenannten Stromgestehungskosten bis 2040 um 30 Prozent zu senken. Zudem sollen bis 2030 in Europa 9,5 Milliarden Euro in neue Produktionskapazitäten investiert und 91.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden.

Reiche: "Reduzieren strategische Abhängigkeiten"

"Mit dem konsequenten Ausbau und der intelligenten Vernetzung von Offshore-Energie schaffen wir bezahlbare, saubere und sichere Energie, reduzieren strategische Abhängigkeiten und erhöhen die Resilienz Europas insgesamt", sagte Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche.

Die gemeinsamen Anstrengungen erfolgten in unsicheren Zeiten. Die CDU-Politikerin sagte zu Beginn des Gipfels:

Nicht erst seit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine sehen wir zunehmende Angriffe auf unsere kritische Infrastruktur.

Katherina Reiche, Bundeswirtschaftsministerin

Stromnetze, Pipelines, wichtige Datenkabel, die für die digitale Souveränität des Kontinents von entscheidender Bedeutung seien, würden angegriffen "und deshalb ist zum ersten Mal die Nato hochrangig hier vertreten".

sgs schaefers nordseegipfel

ZDF-Korrespondentin Isabelle Schafers berichtet vom Nordseegipfel, dass das Thema Sicherheit seit dem Grönland-Konflikt „deutlich in der Prioritätenliste nach oben gerutscht ist."

26.01.2026 | 2:29 min

Frankreich und Großbritannien wohl nicht dabei

In Hamburg kommen Staats- und Regierungschefs sowie Energieminister der Nordsee-Anrainerstaaten sowie Vertreter von EU und Nato zum dritten internationalen Nordsee-Gipfel zusammen. Bei dem Treffen geht es um den Ausbau der Offshore-Energie, aber auch um die Sicherheit im Nordseeraum. Die beiden vorherigen Nordsee-Gipfel fanden in den Hafenstädten Ostende in Belgien und Esbjerg in Dänemark statt.

Zehn Staaten nehmen an dem Treffen teil - sieben Nordsee-Anrainer sowie Irland, Island und Luxemburg, das zwar keinen Meter Küste hat, sich aber an der Windkraft-Finanzierung beteiligt.

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Bis Ende 2027 soll die EU aus russischem Gas aussteigen. "Wir ersetzen eine Abhängigkeit mit einer anderen - und blenden die Marktmacht der USA aus" - Raffaele Piria Politikwissenschaftler, Ecologic Institut, Berlin.

22.01.2026 | 7:06 min

Bundeskanzler Friedrich Merz will am Nachmittag fünf Regierungschefs auf dem Mehrzweck-Schiff "Neuwerk" empfangen, das unter anderem als Eisbrecher, Notschlepper und Polizeischiff genutzt wird. Eingeladen sind Mette Frederiksen (Dänemark), Bart De Wever (Belgien), Dick Schoof (Niederlande), Jonas Gahr Støre (Norwegen) und Luc Frieden (Luxemburg).

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat nach Angaben aus dem Élysée-Palast aus Termingründen abgesagt und auch der britische Premierminister Keir Starmer steht nicht auf der Teilnehmerliste.

Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichteten verschiedene Sendungen, unter anderem die Volle Kanne am 26.01.2026 ab 9:00 Uhr und die heute heute-Sendungen am 26.01.2026 ab 17:00 Uhr und ab 19:00 Uhr.

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