Möglicher Wahlsieg der AfD:Merz: Sachsen-Anhalt "kein Experimentierfeld für Wutbürger"
Die Wahl in Sachsen-Anhalt steht kurz bevor. Bei einem Besuch warnt Bundeskanzler Friedrich Merz vor den Folgen einer möglichen AfD-Regierung für das Bundesland.
Im September finden Landtagswahlen in drei Bundesländern statt. Bundeskanzler Merz ist für die CDU nun in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern in den Wahlkampf eingestiegen.
31.08.2026 | 1:26 minBundeskanzler Friedrich Merz hat erneut vor einem Wahlsieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag gewarnt. "Sachsen-Anhalt darf kein Experimentierfeld für Wutbürger werden", sagte der CDU-Vorsitzende bei einem Wahlkampfauftritt in Quedlinburg zusammen mit Ministerpräsident Sven Schulze (CDU).
Das geht am Ende zulasten der Menschen in Sachsen-Anhalt.
Friedrich Merz, Bundeskanzler
Merz wiederholte seine Warnung, dass es sehr schwer sein dürfte, noch internationale Investitionen anzulocken, wenn das Bundesland nicht mehr regierbar sei "und wenn da möglicherweise die absolute Mehrheit einer rechtspopulistischen Partei am nächsten Montag feststehen sollte".
Seit Monaten polarisiert das sogenannte Regierungsprogramm der AfD für Sachsen-Anhalt. Kurz vor der Landtagswahl überprüft "frontal" besonders umstrittene Vorhaben: Pflege, Kultur und Bildung.
25.08.2026 | 13:22 minMerz: Es geht um "wirtschaftliche Stabilität"
Der CDU-Vorsitzende betonte in Anspielung etwa auf die Prognosen von Wirtschaftsinstituten, dass dies keine Vermutung von ihm sei, sondern er dies regelmäßig zu hören bekomme. "Es geht also auch um die wirtschaftliche Stabilität der Entwicklung dieses Bundeslandes."
Merz griff am Montag mit zwei Auftritten im mecklenburg-vorpommerschen Kühlungsborn und Quedlinburg in Sachsen-Anhalt in die Landtagswahlkämpfe ein. Größere Auftritte waren unter anderem wegen der jeweils vor Ort auftretenden Störer nicht geplant.
Unterstützung aus Berlin: Bundeskanzler Friedrich Merz zu Gast bei Sven Schulze (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt.
Quelle: dpa | Bernd WüstneckUmfragen: AfD deutlich vor der CDU
Ministerpräsident Schulze betonte, dass Merz im Wahlkampf willkommen sei. Hintergrund sind Berichte, dass auch die CDU in Sachsen-Anhalt den Kanzler und die Politik in Berlin eher als Belastung im Wahlkampf empfinde.
Laut dem jüngsten ZDF-Politbarometer liegt die AfD in der Zustimmung vor der Wahl am kommenden Sonntag mit 40 Prozent deutlich vor der CDU mit 23 Prozent. Dann folgen die Linke mit 13, die SPD mit neun und die Grünen mit sechs Prozent. Laut dieser Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen würden das BSW und die FDP mit jeweils drei Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.
Knapp zehn Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bleibt die AfD klar stärkste Partei, so die neusten Zahlen des ZDF-Politbarometers.
28.08.2026 | 1:21 minMerz rechnet nicht mit AfD-Erfolg
Dennoch zeigt sich Merz zuversichtlich im Hinblick auf die Wahlprognosen: "Wir werden am Sonntagabend nach meiner festen Überzeugung ein anderes Ergebnis sehen, als das, was wir zur Zeit in den Umfragen haben."
Er wolle mit Schulze die Zusammenarbeit in der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) fortsetzen. Sachsen-Anhalt übernimmt im Herbst den MPK-Vorsitz.
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