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Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Liveblog. Über die weiteren Entwicklungen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt informieren wir Sie in unserem neuen Blog.
Der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt ist im Endspurt: Am Sonntag werden dort neue Abgeordnete für den Landtag gewählt. Aktuelle Entwicklungen sowie Hintergründe im Blog.
Sachsen-Anhalt wählt am Sonntag einen neuen Landtag. Die Wahl gilt als wichtiger Stimmungstest. Schafft die AfD erstmals eine absolute Mehrheit der Sitze in einem Bundesland?
05.09.2026 | 9:06 minVielen Dank für Ihr Interesse an unserem Liveblog. Über die weiteren Entwicklungen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt informieren wir Sie in unserem neuen Blog.
Vor Beginn der Veranstaltung läuft Techno-Musik mit Zeilen wie "send them back". Während der Reden dann Rufe "Ostdeutschland" und "Abschieben" aus dem Publikum. Bundessprecher Tino Chrupalla dankt für den Wahlkampf und dem "lieben Uli" dem „angehenden Ministerpräsidenten“. Chrupalla lobt "Friedrich Merz als besten Wahlkampfhelfer" und redet von einer "zweiten Wende", die in Sachsen Anhalt beginne.
"Ich bin unheimlich stolz" lobt auch Alice Weidel den Wahlkampf des Landesverband und ruft dem Saal entgegen: "Morgen haben wir die Wahl zwischen denen, die Deutschland hassen, und denen, die Deutschland lieben." Die Schlussrede hält Spitzenkandidat Ulrich Siegmund: "Wir haben bereits Geschichte geschrieben, haben einen Wahlkampf gemacht, wie ihn das Land noch nicht gesehen hat."


„Vielleicht sind wir der letzte Wahlkampfstand der Stadt“, sagt Rico Herrmann, Direktkandidat der Grünen im Wahlkreis Magdeburg I. Zwar ist das Popcorn leer, aber ein bisschen wollen sie noch bleiben und vor ihrem Büro in der Stadt, mit Wählerinnen und Wählern ins Gespräch kommen. „6 Prozent plus“, hofft Hermann. Die Gespräche, die er geführt habe, machen ihn optimistisch.



Hier wird die CDU am Wahlabend ihre Gäste „Herzlich willkommen“ heißen. Das C, das D und das U sind noch gut verpackt. We auf dem noch schwarzen Bildschirm am Sonntag um 18 Uhr die ZDF-Wahlprognose „ausgepackt“ wird, ist die Frage: Wird Sven Schulze Ministerpräsident für alle bleiben? Und wenn ja, wie? Die Mikrofone sind gespannt auf sein Statement - die Gäste werden es auch sein.




Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sind im Land Tausende auf die Straße gegangen, um ein Zeichen für Demokratie und Vielfalt zu setzen.

Wir haben für das heute journal politische Beobachterkollegen gefragt, mit welchen Konsequenzen für die Bundesparteien sie nach der Landtagswahl rechnen.
Robin Alexander vom Podcast "Machtwechsel" sieht für die CDU kein einziges gutes Szenario: "Die CDU befindet sich in einem Shakespeare‘schen Königsdrama. Egal wohin sie sich wendet, egal was sie tut, sie wird Schaden nehmen."
Mariam Lau, politische Korrespondentin bei DIE ZEIT, glaubt, es gäbe bei einigen in der Union sogar "heimliche Erleichterung", wenn die AfD tatsächlich die absolute Mehrheit holen würde. Denn dann müsste Schulze nicht für eine wie auch immer geartete Zusammenarbeit auf die Linken zugehen. Gerade in der Ost-CDU sei das mit vielen nicht zu machen. "Das wird einen Aufstand gegen Sven Schulze geben, wenn er das versucht", so Lau.
Was Robin Alexander und Mariam Lau zu den Szenarien für AfD und SPD sagen, sehen Sie heute 23:15 Uhr im ZDF heute journal.
Je mehr Parteien es in den Landtag schaffen, desto unwahrscheinlicher ist die absolute Sitzmehrheit für eine Partei. AfD-Gegner rufen deshalb dazu auf, SPD oder Grüne zu wählen. Ein Bericht von Mathias Kubitza.

Die AfD grenzt sich ab. Gefeiert werden soll auf der einen Seite des Zauns. Berichtet wird von der anderen. Sekt liegt schon kalt.



Wie ist die Stimmung in Sachsen-Anhalt einen Tag vor der Wahl? Wieviele Wählerinnen und Wähler sind noch unentschlossen? Welche Themen liegen den Menschen besonders am Herzen? Wir schalten ab 17.05 Uhr im Länderspiegel zu Shakuntala Banerjee und Christian Sievers ins ZDF-Wahlstudio in Magdeburg.
Gleich live im ZDF oder hier im Stream.

Mehrere Tausend Menschen sind in Sachsen-Anhalt auf die Straße gegangen. Allein in Magdeburg fanden acht angemeldete Versammlungen sowie weitere Spontanversammlungen statt, wie eine Polizeisprecherin auf Anfrage sagte.
An der Demo vom Magdeburger Hauptbahnhof zum Domplatz für eine demokratische Zukunft des Landes beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 6.000 Menschen. Sie kamen auf dem Domplatz mit weiteren 2.000 bis 3.000 Menschen zu dem "Demokratiefest" mit dem Motto "Wir haben die Wahl" zusammen.
Für das Bündnis "Sachsen-Anhalt. Weltoffen!" als Veranstalter des Festes sagte Sprecher Peter Herrfurth, es gehe darum, ein Zeichen "für unser Land" und die demokratische Gesellschaft zu setzen: "Wir stehen mit unserem Gesicht für unsere Haltung."

Ob absolute AfD-Mehrheit oder nicht: Der Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird für die Bundespolitik folgenreich sein. Nicht zuletzt für die CDU.
Lesen Sie hier, was die Wahl für Berlin bedeutet.
In mehreren Städten haben Demonstrationen und Feste für Demokratie und Vielfalt begonnen. Zugleich hatten auch Parteien zu Abschlusskundgebungen eingeladen. Auch am Wahlsonntag sind Kundgebungen geplant.
Zu den größten Veranstaltungen gehörte eine Demonstration vom Magdeburger Hauptbahnhof zum Domplatz mit anschließendem "Demokratiefest". Eingeladen hatten dazu ein Bündnis aus Initiativen, Vereinen und Verbänden.
In Halle waren die Besucher auf dem Riebeckplatz aufgerufen, als Zeichen des Zusammenhalts gemeinsam ein langes Freundschaftsband zu knüpfen. Auf dem Marktplatz in Dessau wurde zu einem "Demokratiefest" unter dem Motto "Demokratie bewahren - Sachsen-Anhalt retten!" eingeladen.



Demokratiefestival in Magdeburg
Quelle: dpa
"Ein Wahlsieg der AfD könnte internationalen Investitionen schaden", sagt Journalistin Li Ling Liao Lin aus Taiwan. Wir treffen sie an einem Wahlkampfstand der CDU. Das Interesse an dieser Wahl und den beiden folgenden in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin in zwei Wochen sei groß in ihrem Heimatland.
Der Grund: Taiwan hat eine große Halbleiterindustrie, die auch in Deutschland investiert, zum Beispiel in die Chipfabrik ESMC in Dresden. Deswegen, so erzählt sie uns, kämen viele Ingenieure aus Taiwan nach Ostdeutschland. "Wir sollten die Politiklandschaft hier kennen."
Sie schaut mit Sorge auf das Erstarken der AfD: "Weil wir nicht wissen, wie sie sich gegenüber ausländischen Arbeitern und Firmen verhalte nach der Wahl."

Der Demo-Zug Richtung Domplatz ist gestartet. Mehrere Tausend Menschen haben sich auf den Weg gemacht.


Rund 1,8 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung entfallen auf das Bundesland zwischen Harz und Elbe. Das Bruttoinlandsprodukt lag im vergangenen Jahr nominal bei 81,8 Milliarden Euro.
Ein besonderes Gewicht hat die Chemieindustrie mit rund 13.000 Beschäftigten im Land. Ihr Anteil am Gesamtumsatz im verarbeitenden Gewerbe lag nach Angaben des Wirtschaftsministeriums zuletzt bei knapp 20 Prozent. Wegen hoher Energiepreise, schwacher Nachfrage und internationalem Wettbewerbsdruck herrscht derzeit aber eher Krisenstimmung.
Bei der wirtschaftlichen Entwicklung hinkte Sachsen-Anhalt zuletzt dem bundesweiten Trend hinterher. 24,1 Prozent der Einwohner waren 2025 von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Im Bundesschnitt waren es 21,2 Prozent.

Das ZDF-Wahlstudio befindet sich auf dem Messegelände in Magdeburg. Von hier kommt morgen die Sendung "Wahl in Sachsen-Anhalt" - live ab 17:40 Uhr. Im Studio wird schon geprobt.


Am Magdeburger Hauptbahnhof, Willy-Brandt-Platz, finden sich schon viele zum Demokratiefestival ein. Der CSD-Bus beschallt den Platz mit Elektro-Musik, viele junge Menschen demonstrieren mit den Omas gegen Rechts aus allen Teilen Deutschlands.
Auf dem Platz wird es immer voller. Die Sicherheitskräfte schätzen etwa 1.000 Teilnehmende. Sie singen immer wieder das italienische Widerstandslied "Bella Ciao".


Sie sind nicht zu übersehen: An diesem Wahlwochenende sind alle verfügbaren Polizeikräfte der Landespolizei im Einsatz. Laut Innenministerium wurden zusätzlich Beamte aus anderen Bundesländern zur Unterstützung angefordert. Ihre Aufgaben seien unter anderem die Versammlungsfreiheit gewährleisten und Wahlhelfer schützen.
Wie aufgeheizt dieser Wahlkampf ist, zeigen auch diese Zahlen:


AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hatte in einem Social-Media-Video behauptet, die Flagge sei in der Nacht von Donnerstag auf Freitag vor dem Dom in Magdeburg aufgemalt worden und werde wegen des heute stattfinden Demokratiefests entfernt. Veranstalter ist das zivilgesellschaftliche, parteiunabhängige Bündnis "Sachsen-Anhalt Weltoffen".
In Siegmunds Video war ein Mitarbeiter einer Reinigungsfirme zusehen, der begonnen hatte die Farbe zu entfernen. Darauf folgten online andere Videos, die nahelegten, die AfD und Siegmund hätten die Entfernung der Deutschlandfahne inszeniert. Denn: Sie ist immer noch da.
Was wirklich dahinter steckt:
Die Flagge ist seit mindestens einer Woche auf dem Platz vor dem Dom zu sehen, seit dem Magdeburger CSD. Die Entfernung hat die Kulturstiftung des Landes Sachsen-Anhalt beauftragt. Denn diese ist Eigentümerin des Doms und - so die Sprecherin - "zur Entfernung verpflichtet". Ein Zusammenhang mit dem heute stattfindenden Demokratiefest gebe es nicht.
Und warum ist das Graffiti noch da? Laut Stiftungssprecherin sei die Farbe so beschaffen, dass "die vollständige Entfernung nicht gelungen sei". Man werde Anzeige wegen Sachbeschädigung erstatten.
Fazit: Die Flagge wurde nicht erst jetzt aufgemalt und wegen des Demokratiefests entfernt. Für den Entfernungsversuch waren weder die Veranstalter des Demokratiefests noch die AfD verantwortlich.

Vor der Wahl am Sonntag sind mehrere Demonstrationen in Sachsen-Anhalt angekündigt. Die vermutlich größte soll am Samstagnachmittag in Magdeburg stattfinden.
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