Wahl in Baden-Württemberg: Ergebnisse und Reaktionen

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Grüne vor CDU, SPD knapp im Landtag:Wahl in Baden-Württemberg: Ergebnisse und Reaktionen

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Die Landtagswahl in Baden-Württemberg ist entschieden: Die Grünen haben vor der CDU gewonnen, die AfD belegt Platz 3. Die SPD hat es knapp in den neuen Landtag geschafft.

Vorläufiges Endergebnis
Gewinne und Verluste
Sitzverteilung
Mögliche Koalitionen
Wahlergebnisse seit 1952
Wahlbeteiligung
Wen hätten Sie lieber als Ministerpräsidenten ...
Cem Özdemir oder Manuel Hagel: |Wer ...
Für das Abschneiden seiner Partei ist ...
Bewertung der Spitzenkandidaten und ihrer Partei
Bewertung der Parteien in Baden-Württemberg
Eine Koalition aus Grünen und CDU unter Führung der Grünen fänden ...
Die wichtigsten Probleme
Parteikompetenz im Bereich Wirtschaft
Parteikompetenzen im Bereich ...
Parteikompetenzen im Bereich ...
Parteikompetenz in der Flüchtlings-  und Asylpolitik
Wie ist Baden-Württemberg auf die Zukunft vorbereitet, eher ...
Wirtschaftliche Lage im Vergleich zu anderen westdeutschen Bundesländern
"Die Grünen in Baden-Württemberg stehen für eine andere Politik als die Grünen im Bund"
CDU-Diskussionen über Arbeitszeit,  Krankenstand und Renteneintritt |sind ...
Wenn die AfD an einer Landesregierung  beteiligt wäre, wäre die Politik ...
Warum wird die AfD hauptsächlich gewählt? Wegen ...
Wichtiger für meine Wahlentscheidung:  Politik im ...
Woher kommen die Wähler der AfD? Von den Wählern der AfD heute haben 2021 gewählt:
Wen wählten die 16- bis 24-Jährigen?
Wen wählten die Frauen?
Wen wählten die Männer?
Wer wählte die Grünen
Wer wählte die CDU
Wer wählte die SPD
Wer wählte die FDP
Wer wählte die AfD
Wer wählte die Linke
Wer wählte die Grünen
Wer wählte die CDU
Wer wählte die SPD
Wer wählte die FDP
Wer wählte die AfD
Wer wählte die Linke
Wer wählte die Grünen
Wer wählte die CDU
Wer wählte die SPD
Wer wählte die FDP
Wer wählte die AfD
Wer wählte die Linke
Über dieses Thema berichtete das ZDF in der Sendung "Wahl in Baden-Württemberg" am 08.03.2026 ab 17:40 Uhr.
Wichtige Meldungen

Menschen in Mannheim haben aus Unzufriedenheit AfD gewählt

In Mannheim hat die AfD ein Direktmandat gewonnen. ZDF-Reporterin Victoria Kunzmann berichtet aus dem Stadtteil Schönau: "Hier sind viele Menschen frustriert, dass sich durch die Regierung nichts verändert habe im Land. Viele hier fühlen sich benachteiligt."

Schönau sei eine AfD-Hochburg mit vielen Protestwählern, erzählt Matthias. Er selbst habe auch "die Blauen" gewählt, man solle der AfD eine Chance geben. Yvette Ritter sagt, die Menschen seien unzufrieden mit den anderen Parteien. Ausländer würden besser behandelt als die Deutschen, so Ritter. Kiosk-Mitarbeiterin Ariane Anile wählt nicht AfD, kennt aber die Sorgen ihrer Kunden: "Wir haben kein Café mehr, kaum noch Restaurants oder Gaststätten." Deshalb sei jetzt der Kiosk ein Treffpunkt geworden.

Quelle: ZDF/Alfred Ruoff


Ziemlich weit unten

Ziemlich weit unten

5,5 Prozent. Das hat es so für die SPD noch nie gegeben. Die Partei weiß nicht, wie sie wieder aus der Krise kommt. Sie sucht Wählerinnen und Wähler. Und sich selbst.

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Grünen-Politikerin Mayer weist Schuld an CDU-Niederlage von sich

Die Grünen verdanken ihren Wahlsieg in Baden-Württemberg aus Sicht ihrer Bundestagsabgeordneten Zoe Mayer nicht einem umstrittenen Video von CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel, das sie verbreitet hatte. "Wenn ein einzelnes Video eine Wahl entscheiden könnte, dann hätten wir ein grundsätzliches Problem", sagte sie den "Badischen Neuesten Nachrichten". "Ich glaube, die Menschen haben sehr bewusst gewählt."

Zwei Wochen vor der Wahl hatte Mayer in sozialen Medien einen acht Jahre alten Clip gepostet, in dem Hagel von den "rehbraunen Augen" einer minderjährigen Schülerin schwärmt.


Bürger in Hagels Heimat Ehingen bedauern CDU-Niederlage

Wie ist die Stimmung in Hagels Heimat Ehingen am Tag nach der Wahl? ZDF-Reporter Guido Jahn berichtet von vor Ort: "Vielen Wählern tut es persönlich leid, einzelne sprechen von einer 'Schmutzkampagne' der Grünen mit dem 'Rehaugen'-Video. Kurzum: Die Ehinger hätten 'ihren' Manuel gern als Ministerpräsident gesehen."

"Er war leider bisschen zu unbekannt. Und wurde dann in den letzten zwei Wochen in einen ziemlich miesen Wahlkampf verwickelt", sagt Ewald Geiger. Heidi Scherb meint: "Ich hätte ihn gerne gesehen als Ministerpräsident." Robert Schafitel erzählt: "Das ist einfach der falsche Kandidat gewesen, weil der einfach kein Charisma ausgestrahlt hat."

Quelle: ZDF/Kevin Radünz


Reaktionen auf die Ergebnisse der Landtagswahl in Baden-Württemberg

Bei den Grünen spürt man Rückenwind, die CDU landet, anders als lange erwartet nur auf Platz 2, die SPD liegt gerade mal knapp über der 5-Prozent-Hürde. Wahlnachlese aus der Hauptstadt.

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Wichtige Meldung

Özdemir lehnt Teilung der Amtszeit des Ministerpräsidenten ab

Grünen-Politiker Cem Özdemir hat nach dem sehr knappen Ausgang der Landtagswahl den Regierungsanspruch der Grünen unterstrichen - und den Vorschlag einer Teilung der Amtszeit mit der CDU scharf zurückgewiesen.

Auch wenn es nur eine Stimme mehr gäbe, wäre klar, wer den Ministerpräsidenten stelle, so Özdemir. Das sei Tradition. Man werde auch keine Doppelspitze bilden. "Wir machen erwachsene Politik, die Situation ist einfach zu ernst für Quatsch aller Art." Özdemir betonte, er wolle eine Koalition der Mitte schmieden und die Regierung anführen. Es brauche nun eine zügige Regierungsbildung.

Quelle: dpa

Wo war das Rennen besonders knapp - und wo deutlich?

Wo war das Rennen besonders knapp - und wo deutlich?

In manchen Wahlkreisen bekommen die Grünen 50 Prozent, die AfD gewinnt überall hinzu. Und in manchen Wahlkreisen war es richtig knapp: Wo die Parteien ihre Hochburgen hatten.

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Brantner: Keine Kampagne gegen CDU-Kandidat Hagel

Grünen-Chefin Franziska Brantner weist Vorwürfe der Union zurück, es habe eine "Schmutzkampagne" gegen den baden-württembergischen CDU-Kandidaten Manuel Hagel geben. "Es war keine Kampagne von uns", sagte sie in Berlin.


Klüssendorf: SPD hat den "richtigen Kompass"

Die SPD führt ihr historisch schlechtes Wahlergebnis in Baden-Württemberg weniger auf Inhalte als auf ungünstige Umstände zurück. Man habe "einen richtigen Kompass" und wolle auch weiter auf die Themen Bezahlbarkeit, Wirtschaft und Arbeitsplätze setzen, so Generalsekretär Tim Klüssendorf. Problem sei gewesen, dass die Wähler diese Themen nicht mit der SPD verbunden hätten. "Uns wird zu wenig zugetraut, dass wir die Kraft sind, die am Ende wirklich die Arbeitsplätze in Deutschland sichert", so Klüssendorf.

Quelle: dpa

CDU sieht keinen "Automatismus" für Koalition mit Grünen in Stuttgart

In der CDU wird der Führungsanspruch des Grünen-Spitzenkandidaten Cem Özdemir nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg infrage gestellt. "Es gibt keinen Automatismus zur Übereinstimmung von Bündnis 90/Die Grünen und der CDU Baden-Württemberg", sagte CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel Blick auf eine künftige Regierungskoalition.

Politiker wie der CDU/CSU-Bundestagsfraktionschef Jens Spahn sprachen sich für ein sogenanntes israelisches Modell aus: Danach wechseln sich zwei Parteien im Amt des Ministerpräsidenten ab.


Wichtige Meldung

Grünen-Chefin fordert nach Landtagswahl mehr Pragmatismus im Bund

Grünen-Co-Chefin Franziska Brantner hat nach dem Wahlsieg in Baden-Württemberg einen pragmatischeren Kurs der Bundesregierung gefordert. "Ich wünsche mir, dass wir mehr von diesem BaWü-Spirit auch im Bund bekommen", sagte Brantner am Montag in Berlin.

Anstatt Scheindebatten zu führen, müsse man die Aufgaben ehrlich angehen. Der Wahlsieg von Spitzenkandidat Cem Özdemir verkörpere die für das Land stehende Verbindung von Ökonomie und Ökologie, "im besten Sinne Spätzle und Robotik". Der Ausgang sei ein starkes Signal, dass der "anti-grüne Populismus" nicht verfangen habe.

Quelle: AFP

Merz erklärt FDP für tot

Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz erklärt die FDP nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg für tot. Die FDP-Wähler in Rheinland-Pfalz sollten nun die CDU wählen, um eine rot-rot-grüne Landesregierung in Mainz zu verhindern, sagt er nach den CDU-Gremiensitzungen. "Die FDP ist nun seit gestern endgültig sozusagen von der politischen Bühne in Deutschland verschwunden, sie wird keine Rolle mehr spielen."


Linkspartei zieht nicht in Landtag ein - doch sieht sich gestärkt

Die Linkspartei sieht sich trotz des verpassten Einzugs in den baden-württembergischen Landtag gestärkt. "Wir haben ein historisches Ergebnis erzielt, das beste, das wir jemals hatten", sagt Bundes-Parteichefin Ines Schwerdtner am Montag zu dem Resultat in Baden-Württemberg am Sonntag. "Das gibt uns Hoffnung", hob sie mit Blick auf die weiteren in diesem Jahr anstehenden Landtags- und Kommunalwahlen hervor. 

Angetreten war sie mit einem Trio aus drei Spitzenkandidatinnen - Kim Sophie Bohnen, Mersedeh Ghazaei und Amelie Vollmer.

Quelle: dpa

Historische Niederlage für die SPD - Spitzenkandidat Stoch zieht sich zurück

Die SPD hat bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg mit 5,5 Prozent ein historisch schlechtes Ergebnis erzielt. Landeschef und Spitzenkandidat Andreas Stoch kündigte darauf seinen Rückzug an.

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Hagel: Werde mich nicht mit AfD-Stimmen zum Ministerpräsidenten wählen lassen

Hagel betont erneut: "Ich schließe es aus, dass ich mit Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt werde." Mit Stimmen der AfD gewählt zu werden, sei "kein Amt der Welt wert."


Hagel äußert sich nicht zu Idee geteilter Amtszeit

Zum Vorschlag von Jens Spahn, die Amtszeit des Ministerpräsidenten aufzuteilen, will Manuel Hagel sich nicht konkret äußern. Er sagt jedoch: "Klar ist: Patt heißt patt. Jede Partei hat gleich viele Abgeordnete in dem Landtag von Baden-Württemberg, und daraus erwächst ein klarer inhaltlicher Anspruch, den wir haben, sollten wir zu Koalitionsverhandlungen kommen." Bei diesen Verhandlungen sei "alles auf dem Tisch und alles auf dem Prüfstand."

Quelle: AFP

Wichtige Meldung

Hagel deutet harte Koalitionsverhandlungen an

CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel bekräftigt erneut, dass die Verantwortung für den Wahlkampf und dessen Inhalte bei ihm liege. Der Ball zur Bildung einer neuen Landesregierung liege nun bei den Grünen, gleichwohl deutete er harte Koalitionsverhandlungen an: Für bestimmte Inhalte linker Politik, die die Grünen mit der Linkspartei teilen, "steht meine christdemokratische Partei nicht zur Verfügung."

AfD-Spitzenkandidat Frohnmaier findet AfD-Ergebnis "extrem gut"

In einer Wahlnachlese in Stuttgart betonte AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier, dass er mit dem Ergebnis seiner Partei von 18,8 Prozent zufrieden sei - auch wenn man im Wahlkampf auf 25 Prozent gehofft hatte. Es sei das stärkste Ergebnis seit Gründung der AfD in Westdeutschland. Da nur die AfD und die CDU im Vergleich zur letzten Landtagswahl zulegen konnten, müsse es aus seiner Sicht nun eine Koalition aus CDU und AfD geben. CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel hatte das wiederholt abgelehnt.

Quelle: dpa

Wichtige Meldung

Merz: Wahlergebnis hat keine Auswirkung auf Koalition im Bund

"Wir sind uns einig, dass dieses Ergebnis keine Auswirkungen auf die Koalition hier in Berlin haben wird", erklärt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit Blick auf das Wahlergebnis in Baden-Württemberg. Er habe mit den SPD-Vorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil gesprochen und man sei sich einig, die gemeinsame Arbeit fortzusetzen. 

Merz: Es wird keine Schuldzuweisungen geben

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) lobt in einer Pressekonferenz das Wahlergebnis der CDU in Baden-Württemberg, trotz der Niederlage. "Es wird hier weder Schuldzuweisungen aus Baden-Württemberg in Richtung des Bundes geben noch andersherum", erklärt er. "Wir übernehmen gemeinsam die Verantwortung für die Wahlergebnisse." Auch er wirft Grünen-Politikern eine Kampagne gegen Spitzenkandidat Manuel Hagel vor. 

Quelle: AP

Quelle: ZDF, AFP, AP, dpa, Reuters
Über dieses Thema berichtete das ZDF in der Sendung "Wahl in Baden-Württemberg" am 08.03.2026 ab 17:40 Uhr.

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