Kinderschutz im Netz: Regierung plant Social-Media-Verbot bis 13

Kinderschutz im Netz:Bundesregierung plant Social-Media-Verbot bis 13 Jahre

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Die Regierung hat Eckpunkte beschlossen, mit denen Kinder und Jugendliche im Netz besser geschützt werden sollen. Sie plant auch, den Zugang zu Social Media erst ab 13 zu erlauben.

Kind am Tablet-PC

Kinder und Jugendliche sollen im Netz besser geschützt werden.

Quelle: dpa

Eine Altersgrenze für Social Media, ein "Seepferdchen" für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz: Die Bundesregierung will Kinder und Jugendliche im Internet besser schützen. Ein am Mittwoch vom Kabinett beschlossenes Eckpunktepapier bündelt dafür geplante Gesetze und zusätzliche Maßnahmen.

Nationale Übergangsregelung, bis EU-Regelung kommt

Ziel sei es, dass junge Menschen "auch in der digitalen Welt sicher und selbstbestimmt aufwachsen können", erklärte Familienministerin Karin Prien (CDU). Demnach will sich die Regierung auf Ebene der EU dafür einsetzen, dass Kinder unter 13 Jahren grundsätzlich keinen Zugang zu sozialen Netzwerken haben. Ausnahmen solle es für nachweislich kindgerechte Angebote geben. 

Handy in Benutzung

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Solange das nicht umgesetzt ist, "wird die Bundesregierung eine nationale Übergangsregelung schaffen", heißt es in den Eckpunkten. Dabei soll es neben dem Verbot für Kinder unter 13 "abgestufte Beschränkungen" für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren geben.

"KI-Seepferdchen" für Grundschulkinder geplant

Eine bundesweite "Informations- und Sensibilisierungskampagne" soll zudem die Gefahren digitaler Medien aufzeigen und Unterstützungsangebote verbreiten. Zuerst würden Eltern von Kindern im Vorschulalter angesprochen, erklärte das Ministerium. Die Kampagne solle noch vor Jahresende starten.

Für Grundschulkinder soll außerdem ein deutschlandweit einheitliches Schulungsangebot zu Künstlicher Intelligenz geschaffen werden. Ein "KI-Seepferdchen" analog zu dem bekannten Schwimmabzeichen solle Kinder befähigen, "mit KI umzugehen, Anwendungen zu erkennen und reflektiert einschätzen zu können".

Bitkom kritisiert geplante Altersgrenze für Social Media

Einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge halten 79 Prozent der Menschen in Deutschland die Einführung eines "KI-Seepferdchens" für Grundschulkinder für sinnvoll. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder kritisiert die feste Altersgrenze von 13 Jahren als ungeeignet, begrüßt die Vorschläge der Bundesregierung für Schutz und Befähigung von Kindern im digitalen Raum aber im Grundsatz.

Eine Frau öffnet auf ihrem Smartphone einen Ordner mit Apps verschiedener sozialer Medien (Archivfoto)

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Das KI-Seepferdchen kann einen wichtigen Grundstein legen, damit Kinder Chancen von KI sehen, aber auch KI-generierte Inhalte kritisch hinterfragen können.

Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer Bitkom

Jugendschutz müsse sich an den tatsächlichen Gefahren orientieren und den unterschiedlichen Entwicklungsständen von Kindern und Jugendlichen gerecht werden.

Meldestelle und zuverlässige Altersverifikation

Weiter geplant ist eine kindgerechte Anzeige- und Meldestelle der Sicherheitsbehörden, eine zuverlässige Möglichkeit der Altersverifikation gegenüber digitalen Diensten oder die verstärkte Prävention negativer gesundheitlicher Folgen von übermäßiger Mediennutzung.

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Insgesamt umfasst das Eckpunktepapier zwölf Einzelvorhaben. Die meisten sind nicht mit einem konkreten Zeitplan versehen.

Hubig sieht auch Eltern in der Verantwortung

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) nahm Plattformen, Eltern, aber auch die Politik in die Verantwortung. "Soziale Medien, so wie sie heute funktionieren, tun Kindern und Jugendlichen nicht gut", sagte sie laut einer Mitteilung ihres Ministeriums.

Wir müssen junge Menschen im digitalen Raum besser schützen.

Stefanie Hubig (SPD), Bundesjustizministerin

Hubig lehnte es ab, zu warten, bis in Brüssel neue Vorgaben für die großen Plattformen beschlossen werden. Ihr Ministerium werde im Familienrecht klarstellen, dass Eltern eine Verantwortung hätten, die Mediennutzung ihrer Kinder zu beaufsichtigen - auch wenn das nichts an der Hauptverantwortung der Plattformen ändere.

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Quelle: epd
Über dieses Thema berichteten die heute-Nachrichten am 14.10.2026 ab 19:00 Uhr.

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