Eintrittsalter und Finanzierung:Hintergründe zur Reform: Die Lage der Rente in Grafiken
von Marie Ries
Mit 33 Reformvorschlägen soll die gesetzliche Rente reformiert werden. Warum das notwendig ist - ein Überblick in Grafiken.
Mit umfassenden Reformen soll das deutsche Rentensystem stabilisiert werden. Vorschläge dafür kommen von einer Expertenkommission. Was ihre Ideen verändern könnten - ZDFheute live.
23.06.2026 | 92:09 minDie Rentenkommission hat ihre Vorschläge zur Reform der gesetzlichen Alterssicherung an die Bundesregierung übergeben. Das Ziel laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Die nachhaltige Finanzierung der Rente sichern.
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Den größten Teil ihrer Einnahmen bezieht die Rentenversicherung aus den Beiträgen ihrer Versicherten. Rund 305,9 Milliarden Euro wurden 2024 dadurch eingenommen, mehr als drei Viertel der Gesamteinnahmen.
Aber: Die Bevölkerung in Deutschland wird älter. Im Verhältnis kommen auf einen Menschen in Rente immer weniger abhängig Beschäftigte, also Beitragszahlende.
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Kamen 1957 noch 373 in die Rente einzahlende Beschäftigte auf 100 Rentner*innen, so waren es 2024 nur noch 210. Prognosen der Rentenversicherung zufolge sollen es bis 2045 nur noch 173 Beitragszahlende je 100 Menschen in Rente sein. Maßnahmen zur Stabilisierung der Rente ab 2024 sind in dieser Prognose allerdings noch nicht berücksichtigt.
Rente: Eintrittsalter soll mit Lebenserwartung steigen
Um dem zunehmenden Ungleichgewicht entgegenzuwirken, empfiehlt die Rentenkommission mit Vertreter*innen aus Politik und Wissenschaft unter anderem, dass mehr Erwerbstätige in die Rentenversicherung einzahlen - also etwa auch Selbstständige, Beamte und Abgeordnete. Und: Das Renteneintrittsalter soll mit der Lebenserwartung steigen.
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Bei einem moderaten Anstieg der Lebenserwartung würde das laut den Vorschlägen eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters zwischen 2031 und 2041 auf 67,5 Jahre bedeuten.
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Die gesetzliche Regelaltersgrenze liegt derzeit bei etwas über 66 Jahren. Im Schnitt gehen Menschen jedoch vor dieser Altersgrenze in den Ruhestand: 2024 rund 1,3 Jahre früher.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) betonte, die Empfehlungen der Kommission seien "ein Gesamtkonzept, das nur in seiner Gesamtheit funktioniert". Die schwarz-rote Regierungskoalition plane, alle 33 Empfehlungen umzusetzen.
Redaktion: Kevin Schubert
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