Venezuela: Zahl der Toten bei Erdbeben steigt auf über 1.900

Zehntausende weiterhin vermisst:Venezuela: Zahl der Toten bei Erdbeben steigt auf über 1.900

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Die Zahl der Toten infolge der Erdbeben in Venezuela ist auf mindestens 1.943 gestiegen. Das teilte der Präsident der Nationalversammlung mit. Die Hoffnung auf Überlebende sinkt.

Venezuela, Caraballeda, La Guaira: Rettungskräfte suchen nach Überlebenden

Rettungskräfte suchen weiter nach Überlebenden der Erdbeben in Venezuela.

Quelle: AFP

Nach den Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Toten auf mindestens 1.943 gestiegen. Das teilte der Präsident der Nationalversammlung Jorge Rodríguez mit. Verletzt wurden demnach mehr als 10.500 Menschen. In der schwer betroffenen Region La Guaira fehlt von rund 10.000 Menschen noch jede Spur.

Am Dienstag ist zudem ein dreijähriger Junge nach Angaben jordanischer Rettungskräfte lebend aus den Trümmern geborgen worden. Der Junge habe vor Ort Erste Hilfe erhalten und sei in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte der jordanische Zivilschutz mit.

In nur zwei Städten von La Guaira - Catia La Mar und Caraballeda - hätten sich nach Schätzungen der Behörden zum Zeitpunkt der Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am örtlichen Mittwochabend rund 30.000 Menschen befunden.

Davon hätten sich rund 13.500 selbst in Sicherheit bringen können und rund 6.400 weitere seien in den Tagen danach von Rettungskräften gerettet worden, sagte Rodríguez. Zu den fehlenden 10.000 Menschen machte er keine Angaben.

Große Zerstörung, kaum Bergungsgeräte: viele Helfer graben mit den Händen in den Trümmern nach Überlebenden.

Aus Mangel an schwerem Gerät gehen die Bergungsarbeiten in Venezuela auch Tage nach den Erdbeben kaum voran.

30.06.2026 | 1:53 min

Kaum noch Hoffnung auf Überlebende

Knapp eine Woche nach den Beben schwindet die Hoffnung auf die Bergung von Überlebenden. Rund 855 Gebäude wurden vollständig zerstört oder schwer beschädigt. Einsatzkräfte aus Venezuela und zahlreichen anderen Staaten suchen weiter unter eingestürzten Gebäuden nach Verschütteten. Nach einer Modellrechnung der US-Erdbebenwarte USGS könnte die Zahl der Toten in die Zehntausende gehen.

Venezuela befand sich vor den Erdbeben ohnehin schon in einer schwierigen Lage. Seit Jahren leidet das Land unter politischen Spannungen, wirtschaftlichen Problemen und einer der größten Migrationskrisen der Welt. Im Januar führte Washington einen Militäreinsatz im Land durch, bei dem der autoritäre Machthaber Nicolás Maduro gefangen genommen wurde. Die derzeitige Staatschefin Delcy Rodríguez war Vizepräsidentin in der Maduro-Regierung.

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Quelle: dpa
Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, darunter die heute-Nachrichten am 30.06.2026 ab 19:00 Uhr.

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