"Trump"-Klasse: Neue US-Kriegsschiffe für 275 Milliarden Dollar

Geplante "Trump"-Klasse:Neue US-Kriegsschiffe könnten 275 Milliarden Dollar kosten

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US-Präsident Donald Trump will nach ihm selbst benannte Kriegsschiffe für die US-Marine kaufen. Die Kosten könnten sich dabei auf 275 Milliarden Dollar belaufen.

Die „Gerald R. Ford“-Trägerschlaggruppe der US-Marine, bestehend aus dem Flaggschiff USS Gerald R. Ford (CVN 78) (links), der USS Winston S. Churchill (DDG 81) (vorne) und der USS Mahan (DDG 72) (hinten), die USS Bainbridge (DDG 96).

Die Rekordsumme von 275 Milliarden Dollar wird für die neuen US-Kriegsschiffe der "Trump"-Klasse laut der Kongressbehörde CBO veranschlagt. Sie wären die teuersten in der US-Geschichte.

06.08.2026 | 0:35 min

US-Präsident Donald Trump wünscht sich neue Kriegsschiffe für die US-Streitkräfte. Die nach ihm benannte Schiffsklasse könnte 275 Milliarden Dollar (rund 238 Milliarden Euro) kosten. Das teilte die Behörde CBO mit, die den US-Kongress in Haushalts- und Wirtschaftsfragen berät.

Die Schiffe der "Trump"-Klasse wären somit die teuersten US-Kriegsschiffe aller Zeiten.

"Trump"-Klasse: Namensgebung bricht mit Tradition

Das erste der atomgetriebenen Kriegsschiffe würde etwa 23,4 Milliarden Dollar kosten, teilte die CBO in einem Bericht mit. Die nachfolgenden Schiffe, die bis 2056 angeschafft werden sollen, kämen im Durchschnitt auf 18 Milliarden Dollar.

Zum Vergleich: Der größte Flugzeugträger der Welt, die "USS Gerald R. Ford", kostete etwa 13,3 Milliarden Dollar (Stand: 2008). Auch bei Rüstungsgütern macht sich die Inflation bemerkbar. Neben den Baukosten sind auch die enormen Betriebskosten wichtig, denn Kriegsschiffe bleiben üblicherweise mehrere Jahrzehnte im Dienst. Beim Flugzeugträger Gerald R. Ford hatten die US-Streitkräfte im Vorfeld des Iran-Kriegs verschiedene technische Probleme, insbesondere mit seinen Sanitäranlagen. Derzeit wird das Schiff in den USA repariert.

US-Präsident Trump spricht auf einer Pressekonferenz.

US-Präsident Trump hatte den Bau von zwei neuen Kriegsschiffen vergangenes Jahr angekündigt, um die militärische Präsenz der USA zu verstärken. Er nennt sie die "goldene Flotte".

23.12.2025 | 1:05 min

Die Benennung einer Schiffsklasse nach einem amtierenden Präsidenten gilt als ungewöhnlich; bislang war diese Ehre Politikern nach Amtsende vorbehalten.

China baut seine Flotte massiv aus

Trump hatte die Pläne im Dezember bekannt gegeben. Die neuen Schiffe sollen mit Geschützen und Raketen ausgerüstet werden und auch noch nicht entwickelte Waffensysteme wie Laser- und Hyperschallwaffen tragen können. Zudem könnten sie mit nuklear bewaffneten seegestützten Marschflugkörpern ausgestattet werden.

Die Schiffe hätten eine Verdrängung von 30.000 bis 40.000 Tonnen. Sie sollen somit erheblich größer als derzeit eingesetzte Zerstörer und Kreuzer der US-Marine werden - aber kleiner als die Schlachtschiffe der "Iowa"-Klasse, die bis in die 90er Jahre im Dienst waren.

Anders als die USA zuletzt baut China seine Kriegsflotte seit mehreren Jahren rasant aus. Insbesondere Flugzeugträger betreiben die USA aktuell deutlich mehr als China, in anderen Bereichen hat Peking die USA beim Flottenumfang aber bereits hinter sich gelassen.

Quelle: AFP, ZDF
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "US-Kriegsschiffe sollen Rekordsumme kosten" am 06.08.2026 um 13:02 Uhr.

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