Pendlerbrücke bei Teheran bombardiert:Trump droht Iran: Erst Brücken, dann Kraftwerke
Sie war die größte Brücke in Iran: Nach einem Angriff auf eine Autobahnbrücke nahe Teherans hat US-Präsident Trump mit weiterer Zerstörung der Infrastruktur des Landes gedroht.
US-Präsident Trump spricht erstmals seit Beginn des Iran-Krieges im Fernsehen. Er verspricht ein baldiges Ende, warnt aber gleichzeitig vor schweren Attacken. Iran droht mit Gegenangriffen.
02.04.2026 | 1:43 minUS-Präsident Donald Trump hat Iran nach der Bombardierung einer Autobahnbrücke bei Teheran mit weiterer Zerstörung gedroht. "Die größte Brücke in Iran stürzt ein und wird nie wieder genutzt werden - es wird noch viel mehr folgen!", schrieb er auf der Plattform Truth Social. Dazu postete Trump ein kurzes Video, das die einbrechende Brücke vor einem Bergmassiv zeigt, dichte Rauchschwaden steigen auf.
Trump droht Teheran
Iran solle sich auf einen Deal einlassen. Sonst sei es zu spät. Nichts bleibe dann mehr übrig von dem Land, teilte Trump mit. Einige Stunden später legte er auf seiner Plattform nach: Das US-Militär habe noch nicht einmal damit begonnen, das zu zerstören, was es in Iran noch gebe. Er drohte:
Brücken als Nächstes, dann Kraftwerke!
US-Präsident Donald Trump
"Die neue Führung des Regimes weiß, was getan werden muss." Und das müsse schnell geschehen, schrieb er - wohl mit Blick auf eine erhoffte Verhandlungslösung zur Beendigung des Kriegs.
Krieg bald beendet?
Trump setzt die iranische Führung mit seinen Drohungen unter Zeitdruck. Gleichzeitig kündigte er aber bereits an, den seit gut einem Monat andauernden Krieg in zwei bis drei Wochen beenden zu wollen. Ein mögliches Kriegsende ohne Verhandlungslösung und Zugeständnisse dürfte die Führung der Islamischen Republik - ungeachtet massiver Schäden und vieler Opfer im Land - als großen Sieg feiern.
US-Präsident Trump stellt ein baldiges Ende des Iran-Kriegs in Aussicht, kündigt zugleich harte Angriffe in den nächsten Wochen an und fordert von Europa mehr Engagement.
02.04.2026 | 1:36 minDie als "B1" bekannte Autobahnbrücke war am Donnerstag zweimal innerhalb kurzer Zeit bombardiert worden. Sie ist Teil der Pendlerroute zwischen der Großstadt Karadsch und der Hauptstadt Teheran. Zudem liegt sie an einem Verkehrsknoten in Richtung Kaspisches Meer, einem beliebten Reiseziel. Mit einer Höhe von 132 Metern war sie die höchste Brücke in Iran. Ein Teilabschnitt befand sich noch im Bau.
Offenbar acht Tote bei Angriff auf Brücke
Videos in sozialen Medien zeigten ebenfalls dunkelgraue Rauchwolken nach den Raketeneinschlägen und Brückenelemente, die in sich zusammenstürzten. Bei den Luftangriffen kamen laut der Nachrichtenagentur Isna mindestens acht Menschen ums Leben, 97 weitere wurden verletzt. Der Strom an der Landstraße Richtung Norden fiel infolge der Attacken aus.
Trumps Post ließ kaum Zweifel, dass das US-Militär die Brücke gezielt angegriffen hat. Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf einen Militärvertreter, dass US-Streitkräfte damit einen geplanten militärischen Nachschubweg unterbunden hätten. Das "Wall Street Journal" zitierte einen hochrangigen US-Beamten damit, dass der Angriff Teil umfassenderer Bemühungen der USA gewesen sei, militärische Nachschubrouten zu unterbrechen. So solle Iran daran gehindert werden, Teile für ballistische Raketen und Drohnen an Einheiten im ganzen Land zu verteilen. Die US-Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
Irans Präsident Peseschkian nennt den Krieg in einem offenen Brief absurd und kostspielig für die USA. Beobachter sehen darin den Versuch, Druck auf Washington für eine Waffenruhe zu erhöhen.
02.04.2026 | 0:24 minIrans Außenminister Abbas Araghtschi kritisierte den Angriff scharf. Derartige Attacken seien Ausdruck eines "moralischen Zusammenbruchs", schrieb er auf X. Das Ansehen der USA werde sich niemals davon erholen. "Angriffe auf zivile Strukturen, einschließlich unfertiger Brücken, werden die Iraner nicht zur Kapitulation zwingen."
Rede an die Nation: "Zurück in die Steinzeit"
Trump hatte zuvor weitere heftige Angriffe gegen Iran angekündigt. "Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören", sagte er am Mittwoch in seiner Rede an die Nation.
Soll der Krieg in Iran wirklich bald enden? US-Präsident Donald Trump betont in einer Rede an die Nation, die militärischen Ziele in Iran "in aller Kürze" abschließen zu wollen.
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