Ansprache an die Nation angekündigt:Trump stellt Ende der US-Angriffe auf Iran in Aussicht
Donald Trump rechnet mit einem baldigen Ende des US-Einsatzes in Iran. Für den Abend kündigte das Weiße Haus eine Rede des US-Präsidenten an die Nation zur Lage in Iran an.
US-Präsident Trump will eine Rede zur Lage im Iran-Krieg halten. Zuvor hatte er erklärt, der Krieg werde nur noch zwei oder drei Wochen dauern.
01.04.2026 | 0:20 minGut einen Monat nach Beginn des Iran-Krieges hat US-Präsident Donald Trump ein baldiges Ende des Militäreinsatzes in Iran in Aussicht gestellt. Auf eine Journalistenfrage zu den erhöhten Spritpreisen im Zuge des Iran-Kriegs antwortete Trump im Oval Office:
Ich muss nur Iran verlassen, und das werden wir sehr bald tun, und dann werden sie zusammenbrechen.
Donald Trump, US-Präsident
Die US-Armee werde ihren "Job" innerhalb von zwei bis drei Wochen beenden. Das Weiße Haus kündigte für Mittwoch, 21 Uhr Ortszeit (03.00 Uhr Donnerstag, MEZ) eine Rede Trumps an die Nation an.
Trump: Einigung mit Teheran für Abzug "irrelevant"
Trump nannte einen Zeitraum von "vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tagen länger" für das Ende des US-Einsatzes. "Aber wir bringen die Sache zu Ende", betonte er. "Wir wollen alles zerschlagen, was sie haben", sagte der US-Präsident.
01.04.2026 | 44:12 min
Gleichzeitig fügte er hinzu, es sei "möglich, dass wir vorher eine Einigung erzielen". Ein Ende des US-Militäreinsatzes in Iran hänge allerdings nicht davon ab, ob eine Einigung mit Iran erzielt werde, sagte Trump.
Wenn wir das Gefühl haben, dass sie für lange Zeit in die Steinzeit zurückversetzt wurden und nicht in der Lage sein werden, eine Atomwaffe zu entwickeln, dann werden wir abziehen.
Donald Trump, US-Präsident
Trump behauptet, er habe mit Irans "neuem Präsidenten" gesprochen
Am Mittwoch erklärte Trump dann in seinem Onlinedienst Truth Social, Iran habe die USA um eine Waffenruhe gebeten. Die Anfrage sei vom neuen Präsidenten Irans gekommen, der "viel weniger radikalisiert und deutlich intelligenter als seine Vorgänger" sei. Es blieb unklar, wen Trump mit dem "neuen Präsidenten" meinte.
Die USA würden eine Waffenruhe jedoch erst in Betracht ziehen, wenn die Straße von Hormus "offen, frei und sicher" sei, fügte er mit Blick auf die seit Wochen vom Iran weitgehend blockierte Meerenge an.
Die iranischen Revolutionsgarden entgegneten kurz nach Trumps Erklärung, die Straße von Hormus stehe "fest und umfassend" unter ihrer Kontrolle und werde "nicht für die Feinde dieser Nation geöffnet". Zudem dementierte das iranische Außenministerium jegliche Bitte einer Waffenruhe an Trump. Entsprechende Äußerungen des US-Präsidenten seien "falsch" und entbehrten "jeder Grundlage", erklärte Ministeriumssprecher Esmail Baghai laut dem iranischen Staatsfernsehen.
US-Medien hatten zuletzt über einen möglichen Einsatz von Bodentruppen in Iran berichtet. Dem "Wall Street Journal" zufolge erwägt Trump, die Uran-Vorräte Irans zu bergen, um das Land am Bau von Atomwaffen zu hindern. Der US-Präsident selbst sprach überdies von einer möglichen Einnahme der iranischen Ölinsel Charg.
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In seiner Ansprache an die Nation wird der US-Präsident nach Angaben seiner Pressesprecherin Karoline Leavitt im Onlinedienst X "wichtige neue Informationen zu Iran liefern".
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte indes eine Fortsetzung des Kriegs gegen Iran an. "Die Kampagne ist noch nicht vorbei", sagte Netanjahu in einer Fernsehansprache:
Wir werden das Terrorregime weiterhin zerschlagen.
Benjamin Netanjahu, Regierungschef Israel
Israel sei seiner "Mission treugeblieben", habe "das Gesicht des Nahen Ostens verändert" und sich zu einer "Regionalmacht" entwickelt, sagte der israelische Regierungschef weiter.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf Iran begonnen. Bereits am ersten Tag des Krieges wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagiert seither mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, auf mehrere Golfstaaten sowie auf US-Einrichtungen in der Region.
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