Zweite Nacht in Folge:Erneut US-Angriffe auf Iran - Trump droht mit Vernichtung
Trotz Waffenruhe greifen die USA wieder iranische Ziele an. US-Präsident Trump begründet die Attacke mit einem erneuten iranischen Angriff auf einen Frachter und droht Teheran.
Bereits einen Tag zuvor hatten die USA iranische Ziele angegriffen. Laut US-Angaben wurden dabei Raketen- und Drohnenlager ins Visier genommen.
27.06.2026 | 1:05 minUS-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben erneut einen Vergeltungsschlag gegen Iran verübt. Mehrere Ziele - darunter Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Überwachungsinfrastruktur - seien angegriffen worden, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom in der Nacht zum Sonntag mit. Grund sei ein Angriff Irans auf einen Frachter nahe der Straße von Hormus gewesen.
Centcom auf X
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US-Präsident Donald Trump hat die US-Angriffe auf Ziele in Iran bestätigt. Als Grund nannte er die Verletzung des Waffenstillstandsabkommens. "Es könnte der Punkt kommen, an dem wir nicht mehr vernünftig sein können und gezwungen sind, die Arbeit, die wir sehr erfolgreich begonnen haben, militärisch zu Ende zu bringen", schreibt Trump.
Wenn das passiert, wird die Islamische Republik Iran nicht mehr existieren.
Donald Trump, US-Präsident
Zweiter US-Angriff innerhalb von Tagen
Der iranische Staatssender Irib meldete in der Nacht, in einem Dorf bei der Stadt Sirik seien Explosionsgeräusche zu hören gewesen. Wenig später hieß es, Geschosse seien in einen Kommunikationsturm eingeschlagen.
Es ist der zweite US-Angriff auf Iran seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den beiden Ländern Mitte Juni. Erst in der Nacht zum Samstag hatten die USA gemeldet, iranische Raketen- und Drohnenlagerstätten sowie küstennahe Radaranlagen aus der Luft angegriffen zu haben - als Reaktion auf die Attacke auf ein Frachtschiff am Donnerstag. "Es ist ein größerer Angriff als gestern Abend", sagte ein hochrangiger US-Beamter dem Sender Fox News zu dem jüngsten Vergeltungsschlag.
"Widersprüchliche Angaben" beider Kriegsparteien über Verhandlungen könnten Gespräche jederzeit "zum Scheitern bringen" und seien "desaströs für die Vertrauensbildung", so ZDF-Korrespondent Andreas Stamm.
23.06.2026 | 3:31 minHormus: Geschosse trafen Frachtschiff
Die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO hatte am Samstag mitgeteilt, dass ein Frachtschiff am Donnerstag von einem unbekannten Geschoss getroffen worden sei. Die genauen Hintergründe dieses Vorfalls blieben aber zunächst unklar.
Bei dem nun angegriffenen Schiff handelte es sich laut Centcom um die unter panamaischer Flagge fahrende "Kiku". Der Tanker sei am Donnerstag in Katar ausgelaufen und auf dem Weg in die Vereinigten Arabischen Emirate gewesen, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf einen US-Beamten.
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