"Kurs umgehend korrigieren":Auch Republikaner: US-Senatoren kritisieren Diesel-Deal
Mehrere US-Senatoren halten Trumps geplante Diesel-Importe aus Russland für gesetzeswidrig. Auch Republikaner fordern einen härteren Kurs gegen Kremlchef Putin.
Der US-Präsident steht innenpolitisch unter anderem wegen hoher Spritpreise unter Druck. Nun soll ein Deal mit Putin für Diesellieferungen aus Russland sorgen - trotz Sanktionen.
10.10.2026 | 2:18 minDemokratische und republikanische US-Senatoren kritisieren den von Präsident Donald Trump geplanten Import russischen Diesels als rechtswidrig. Der Kongress habe im Jahr 2022 die Einfuhr russischer Energieträger untersagt, damit die USA nicht Russlands Krieg gegen die Ukraine finanzieren, heißt es in einem Schreiben von sieben Senatorinnen und Senatoren beider Parteien.
Präsident Trumps Entscheidung, russische Importe zu erlauben, steht im direkten Widerspruch zu diesem Gesetz.
Schreiben der US-Senatoren
Die Vereinigten Staaten dürften Russlands Präsident Wladimir Putin keine Rettungsleine hinwerfen, solange er ukrainische Zivilisten töte, hieß es weiter. "Die Regierung muss ihren Kurs umgehend korrigieren."
Trump setzt den ukrainischen Präsidenten Selenskyj weiter unter Druck und fordert einen Führungswechsel in der Ukraine. Zuvor kritisierte Selenskyj Trumps Diesel-Deal mit Russland.
11.10.2026 | 0:20 minDieselpreise vor Midterms auf Rekordhoch
Nach einem Gespräch mit Putin hatte Trump angekündigt, Russland werde umgehend mehr als 300.000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt bereitstellen. Weitere Lieferungen sollten folgen.
Der US-Präsident steht innenpolitisch unter Druck, weil die Dieselpreise in den USA infolge des Iran-Kriegs neue Höchststände erreicht haben - und das kurz vor den wichtigen Zwischenwahlen, den Midterms, Anfang November. Experten zufolge können Russlands Lieferungen den Anstieg aber kaum dämpfen.
Trump habe Sorge, bei den Parlamentswahlen die Mehrheit zu verlieren, so Claudia Bates. Moskau dürfe mit dem Deal äußerst zufrieden sein, ergänzt Felix Klauser.
10.10.2026 | 2:39 minUS-Republikaner fordern mehr Druck auf Putin
Hinter dem Schreiben stehen die demokratischen Senatoren Richard Blumenthal, Jeanne Shaheen und Ron Wyden sowie ihre republikanischen Kollegen Thom Tillis, Lisa Murkowski, John Curtis und Susan Collins. Sie kritisieren, dass die Trump-Regierung es versäumt habe, den Kongress zu konsultieren und ihre Entscheidung zu begründen, wie es gesetzlich vorgeschrieben ist.
Der US-Kongress und viele Republikaner hatten sich zuletzt wiederholt für einen härteren Kurs gegenüber Putin im Ukraine-Krieg ausgesprochen. Mitte September hatte der Kongress nach langem Ringen ein Gesetz verabschiedet, das dem US-Präsidenten weitreichende Befugnisse für Sanktionen gegen Russland einräumt. Trump hat davon bisher jedoch keinen Gebrauch gemacht.
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