Nach Terrorverdacht:USA ziehen Bomber von Stützpunkt in Großbritannien ab
Nach Hinweisen auf einen geplanten Terroranschlag auf eine Militärbasis hat das Pentagon alle Langstreckenbomber zurückbeordert. Laut Medienberichten gibt es neue Drohungen.
In Großbritannien stehen fünf Männer unter Terrorverdacht, die außerhalb des von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkts RAF Fairford festgenommen wurden. (Archivbild)
Quelle: dpaNach dem Vorfall an einem US-Luftwaffenstützpunkt in Großbritannien hat das Pentagon all seine Langstreckenbomber zurückbeordert.
"Wir können nun bestätigen, dass alle US-Bomber, die auf dem Stützpunkt RAF Fairford stationiert waren, wieder an ihre Heimatstützpunkte in den Vereinigten Staaten zurückgekehrt sind", teilte ein Beamter des US-Verteidigungsministeriums auf Anfrage mit.
Aus Gründen der operativen Sicherheit habe das Ressort zuvor "Bewegungen unserer Ressourcen und Streitkräfte nicht in Echtzeit" kommentieren können, hieß es weiter.
Im Südwesten Englands hat die Polizei nahe dem Militärstützpunkt Fairford fünf Männer festgenommen. Sie sollen einen terroristischen Anschlag vorbereitet haben.
28.09.2026 | 2:02 minBericht: Neue Drohungen gegen Luftwaffenstützpunkt
Nach Informationen der "New York Times" waren neue Drohungen gegen den Militärstützpunkt der Grund für den überraschenden Abzug der US-Bomber. So gebe es Informationen über einen von Iran unterstützten Anschlag auf den Stützpunkt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf zwei US-Beamte.
Darauf angesprochen, wollte sich das Pentagon nicht weiter äußern. Die US-Streitkräfte hatten im März weitere Langstreckenbomber nach Großbritannien verlegt, um so flexibler im Krieg gegen Iran agieren zu können.
Laut "New York Times" wurde die Notwendigkeit der Verlegung der Bomber weg von RAF Fairford als so dringlich eingestuft, dass einige Maschinen samt Besatzungen bereits starteten, während die benötigten Tankflugzeuge erst noch für die Unterstützung über dem Atlantik vorbereitet werden mussten.
Demnach sagte ein US-Beamter, dass die Informationen zwar Teil einer Warnungen von vor drei Wochen seien. Die Lage habe sich in den vergangenen 24 Stunden allerdings aufgrund konkreter Details zugespitzt.
Iran hat den USA laut Medienberichten über Vermittler einen Vorschlag für ein Kriegsende vorgelegt. Präsident Peseschkian hält Frieden noch in diesem Jahr für möglich und sieht Washington am Zug.
25.09.2026 | 0:22 minFünf Männer sollen Terroranschlag vorbereitet haben
Ende September waren fünf Männer nahe des von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkts RAF Fairford aufgegriffen worden. Sie werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt.
Gegen sie wird auch wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Inzwischen sind sie unter strengen Auflagen wieder freigelassen worden.
Iran bestreitet Beteiligung an Anschlagplänen
Großbritanniens Premierminister Andy Burnham bestätigte Hinweise auf eine mögliche Verbindung zu Iran. US-Außenminister Marco Rubio hatte von einer Beteiligung eines "ausländischen Akteurs" gesprochen. Dem "Wall Street Journal" und der "New York Times" zufolge war zuletzt ein Dutzend B-1-Bomber noch vor Ort stationiert.
Die Regierung in Teheran wies die Vorwürfe als unbegründet zurück und bestellte den britischen Botschafter ein. Die iranische Botschaft in London hatte entsprechende Spekulationen bereits zuvor als Propaganda verurteilt.
Die britische Regierung hatte den USA erlaubt, die Bomber für Angriffe auf iranische Raketenstellungen zu nutzen, von denen aus Schiffe in der Straße von Hormus attackiert worden waren. Die iranischen Revolutionsgarden hatten den Stützpunkt im Juli deshalb als legitimes Ziel bezeichnet.
Lassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen.
→ Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.
Mehr zum Iran-USA-Konflikt
Festnahmen bei US-genutzter Militärbasis:Großbritannien: Terrorverdacht bei Luftwaffenstützpunkt
mit Video0:25Teheran sieht USA am Zug:Trump lehnt Irans Vorschlag zu Hormus offenbar ab
mit Video0:22Huthi kontrollieren weite Teile Jemens:Jemens Außenministerin im ZDF: Iran verantwortlich für Kämpfe
Unterstützer setzen auf Öffentlichkeit :Iran: Fotograf in akuter Gefahr?
von Christian Semmmit Video2:25