Schwere nordkoreanische Verluste:Wie Russland den Druck in Kursk erhöht
Russland hat offenbar den ukrainischen Vorstoß in Kursk gestoppt - doch die Rückeroberung könnte noch dauern. Gleichzeitig mehren sich Berichte über hohe nordkoreanische Verluste.
Nordkorea hat Russland für den Angriffskrieg gegen die Ukraine Soldaten bereitgestellt. Viele sind bereits gefallen, zwei sind nun in ukrainische Gefangenschaft geraten.
13.01.2025 | 1:27 minDer am 6. Januar begonnene ukrainische Kleinangriff in der Region Kursk scheint durch den Widerstand der neu organisierten russischen Streitkräfte gestoppt worden zu sein.
Unterdessen verstärkten die russischen Truppen den Druck auf den westlichen Teil des Kursker Vorstoßes. Im Laufe der Woche verdrängten Truppen des 83. Luftangriffsregiments die Ukrainer aus mehreren Dörfern und Siedlungen, wie Tolstoj Lug, Selenij und Alexandria.
Russland hat mehr Soldaten und mehr Opfer an der Front. Aber Putin schickt immer neue Angriffswellen an die Front, muss die Familien nicht fragen, so ZDF-Korrespondent Luc Walpot.
09.01.2025 | 5:44 minRussland wird Kursk nicht schnell zurückerobern können
Russische Kräfte nähern sich langsam dem Fluss Malaya Lokyna, der wahrscheinlich zur Hauptverteidigungslinie der Ukraine in der westlichen Flanke des Vorstoßes werden wird. Nach dem jüngsten russischen Vorstoß befindet sich das noch von der Ukraine gehaltene Pogrebki am nördlichsten Punkt des Vorstoßes in einer äußerst verwundbaren Lage.
Doch trotz dieser Erfolge besteht keine Chance, dass die Russen bis zum Amtsantritt von Donald Trump am 20. Januar die gesamte Region Kursk zurückerobern können. Wenn sich die Ukraine nicht zurückzieht, könnte es sogar noch Monate dauern.
In ihrer schwierigen Lage sollten die Ukrainer ihre besten Kräfte nicht für die Offensive in der Region Kursk nutzen, so Militäranalyst Remmel.
09.01.2025 | 20:03 minNordkoreanische Truppen mit hohen Verlusten in Kursk
Immer mehr Berichte bestätigen, dass die nordkoreanischen Truppen, die in der Region Kursk kämpfen, extrem hohe Verluste erlitten haben. Von den ursprünglich 10.000 bis 12.000 eingesetzten Soldaten ist bereits etwa ein Drittel entweder tot oder schwer verwundet.
... ist Senior Advisor beim European Policy Centre. Er forscht und publiziert seit über 20 Jahren zu den Themenkomplexen Sicherheit und Verteidigung, Rüstung und Technologie, Stabilisierung und Krisenmanagement. Für ZDFheute analysiert er regelmäßig die militärischen Entwicklungen im Ukraine-Konflikt.
... ist Associate Fellow im Programm Sicherheit und Verteidigung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin. Er forscht und publiziert zu Streitkräften in Osteuropa und Russland und hybrider Kriegsführung.
Schlechte Ausbildung, unsachgemäße Führung, Schwierigkeiten bei der Interoperabilität und unzureichende Ausrüstung tragen zu den hohen Verlusten bei. Vor allem die ukrainischen FPV-Drohnen fordern einen hohen Tribut von ihnen.
Die Ukraine spielt sogar mit der Angst der Nordkoreaner vor den FPV-Drohnen: Es gibt zweisprachige, koreanische und russische Flugblätter, auf denen Drohnen als Symbol der tödlichen Gefahr gedruckt sind und die nordkoreanischen Soldaten zur Kapitulation auffordern.
Karte von der Ukraine, auf der Kursk zu sehen ist.
Quelle: ZDFKupjansk: Russen gelangen über den Fluss Oskil
In Richtung Kupjansk im Osten der Ukraine haben die Russen südlich von Dvorichna erfolgreich eine Landung über den Fluss Oskil erzwungen. Sie sind bereits dabei, den Vorposten in dem Waldgebiet östlich von Zapadne zu erweitern und bedrohen die Straße R-79.
Weiter südlich setzten russische Verbände ihren Vormarsch auf Toretsk fort. Inzwischen ist die entscheidende Mehrheit der zerstörten Stadt unter russischer Kontrolle. Die ukrainischen Einheiten ziehen sich langsam, organisiert und kämpfend zurück.
Nach sporadischen Informationen aus den Kämpfen trugen auf ukrainischer Seite Probleme in den höheren Führungsebenen entscheidend zu den Bodenverlusten in Toretsk bei.
Aus Europa hätte es beim letzten Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe vor dem Amtsantritt von Trump "kein Signal der Stärke an die Ukraine" gegeben, sagt Militärexperte Nico Lange.
10.01.2025 | 4:15 minPokrowsk am schwersten umkämpft
Ähnlich wie in den Wochen zuvor fanden die intensivsten Kämpfe in Richtung Pokrowsk statt. Südlich der Stadt setzten russische Verbände ihren Vormarsch nach Westen fort, indem sie das Dorf Solone und Teile von Nowowasyliwka einnahmen.
Allerdings verlangsamte sich ihr Vormarsch insgesamt, was zum Teil auf den immer stärker werdenden ukrainischen Widerstand sowie auf logistische Schwierigkeiten zurückzuführen war, die teilweise durch die längeren Nachschubwege und das schlechte Wetter verursacht wurden.
Russische Truppen melden Geländegewinne im Osten, darunter Kurachowe.
09.01.2025 | 1:29 minUkraine treffen russisches Treibstofflager
Am 8. Januar haben ukrainische Drohnen in der Nacht erfolgreich ein Treibstofflager in der Nähe des russischen Luftwaffenstützpunkts Engels in der Nähe der Stadt Saratow getroffen. Auf dem Stützpunkt Engels sind die russischen strategischen Bomber vom Typ Tupolew Tu-160 stationiert.
Da das Treibstofflager noch immer brennt, sind die Tupolews offenbar flugunfähig - zumindest wurde seit dem Angriff kein einziger luftgestützter Marschflugkörper (die Hauptwaffe dieser Bomber) auf die Ukraine abgefeuert.
Was Trumps zweite Amtszeit für die Ukraine bedeutet - ZDFheute live ordnet ein.
09.01.2025 | 30:20 minSchwerste Angriffe auf Saporischschja
Am 8. Januar startete Russland eine verheerende Serie von Luftangriffen auf Saporischschja. Neben mehreren zivilen Zielen wurde auch eine Industrieanlage während der Arbeitsschicht getroffen, als viele Menschen auf der Straße waren.
Insgesamt wurden 13 Menschen getötet und etwa 120 verwundet, von denen sich ein Dutzend in kritischem Zustand befindet. Dies war der tödlichste Angriff auf die Stadt seit langem.
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